Jugendliche mit AD(H)S erhalten oft nicht ausreichend Unterstützung im Alltag. Gossik kombiniert moderne Technologie mit einem durchdachten Konzept: Ihre App und ihr Coaching bringen chaotische Gedanken in klare Strukturen.

Die Anforderungen des modernen Lebens treiben Menschen mit AD(H)S häufig bis an ihre Grenzen. Ein beachtlicher Anteil an Jugendlichen ist von der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) betroffen. Viele von ihnen leiden auch heute noch unter den negativen Auswirkungen. Für sie können alltägliche Aufgaben zu unüberwindbaren Hürden werden, denn ihnen fallen Selbstregulation und Impulskontrolle oft schwerer als ihren Mitmenschen. Prozesse der Entscheidungsfindung, Planung, Zielsetzung und Priorisierung gehen meistens nur schleppend von der Hand. Betroffene werden dabei immer noch zu wenig unterstützt, findet das vierköpfige Team von Gossik. Das wollten sie ändern.

Hilfe in Griffweite: Gossik als App

Das Startup hat hierfür ein personalisierbares Programm entwickelt, bestehend aus einem Coaching-Angebot und einer App, die auf dem Handy jederzeit für einen da ist. Somit kann Gossik im Alltag sowie in jeder Notsituation zuverlässig Hilfe gewährleisten. Die App nimmt die Nutzerinnen und Nutzer proaktiv und mit Leichtigkeit an die Hand und führt sie aufgrund ihrer intuitiven Funktionsweise sicher durch den Tag. Sie entlastet nicht nur beim Erstellen, Abarbeiten und Priorisieren von Aufgaben, sondern gibt ebenso Raum für Notizen und Gedanken. 

Dank dieser Hilfestellung bei der Selbstorganisation sollen Jugendliche mit AD(H)S ihren Alltag besser bewältigen können. Damit soll ihnen gelingen, Dinge selbstständig und mit neuer Motivation anzupacken, was ihr Selbstvertrauen und ihre Unabhängigkeit fördert. Die Gossik-App ist speziell für AD(H)S-Betroffene konzipiert. Anders als andere Organisationsplattformen wird hier die Emotionswelt der Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt. Die Gefühlslage wird regelmässig überprüft und ausgewertet, nächste Schritte daran angepasst. „Es wäre kontraproduktiv, einer Person eine Aufgabe aufzudrücken, die sich gerade überhaupt nicht in der psychischen Verfassung zu deren Bewältigung befindet“, erklärt Benno. In dem Fall möchte die App erstmal dabei helfen, das Befinden der Person wieder zu bessern.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Gossik empfiehlt, die App in Kombination mit dem angebotenen Coaching zu nutzen. Auf diese Weise können die besten Verbesserungen erzielt werden, denn nur eine ganzheitliche Versorgung ist auch langfristig effektiv. Im Coaching steht eine professionelle und erfahrene AD(H)S-Expertin zur Verfügung, mit der die eigene Situation individuell und detailliert betrachtet werden kann. In den einzelnen Terminen wird Fachwissen vermittelt und ein Bewusstsein für AD(H)S geschaffen, das eine wertvolle Grundlage für die erfolgreiche Behandlung bietet. 

Insgesamt ist das Ziel der sogenannten „Psychoedukation“ von Gossik, durch Selbstreflektion und die persönliche Begleitung neue Gewohnheiten zu schaffen. Die Besonderheiten der eigenen Andersartigkeit können entdeckt und dadurch sogar zum Positiven genutzt werden. So kann zu einem gesunden Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen gefunden werden. Daneben bietet Gossik auch Psychotherapien an. Ein wesentlicher Vorteil dieser Variante besteht darin, dass ein Grossteil der Kosten von der Grundversicherung durch die Krankenkassen übernommen wird. Das schafft finanzielle Entlastung und macht das Angebot für alle zugänglich.

Vernetzung, Vermittlung und Veränderung

Meistens ist die Aufklärung des Umfeldes mit diesem Entwicklungsprozess unmittelbar verknüpft. Nicht selten fallen AD(H)S-Betroffene in der Schule negativ auf, weil sie womöglich den Unterricht stören oder etwa ihre Hausaufgaben vergessen. Auch Eltern sollten ihren Kindern mit AD(H)S nicht die gleiche Erwartungshaltung entgegenbringen wie anderen Menschen, weil sie diese unmöglich erfüllen können. „Früher hat man bei sowas einfach häufig gedacht, das Kind sei schwierig, es sei vielleicht nicht gut erzogen. Und dann hat man probiert, es in das System hinein zu prügeln“, erklärt Benno Staub, Co-Founder von Gossik. 

Dass das problematische Folgen haben kann und der Entwicklung des Kindes nicht zuträglich ist, liegt auf der Hand. Deshalb wird im Coaching nach Bedarf versucht, auch vermittelnde Gespräche zu Lehrpersonal und Schulen zu suchen. Konkrete Handlungsempfehlungen werden nicht nur an betroffene Kinder gerichtet, sondern auch an deren Eltern. Dadurch kann sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kind stark verbessern, sodass Harmonie in den Familien einkehrt. Mit diesem ausgeklügelten Konzept können nicht nur Jugendliche mit AD(H)S von Gossik profitieren, sondern ebenfalls ihr gesamtes Umfeld.



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Jugendliche mit AD(H)S erhalten oft nicht ausreichend Unterstützung im Alltag. Gossik kombiniert moderne Technologie mit einem durchdachten Konzept: Ihre App und ihr Coaching bringen chaotische Gedanken in klare Strukturen.

Die Anforderungen des modernen Lebens treiben Menschen mit AD(H)S häufig bis an ihre Grenzen. Ein beachtlicher Anteil an Jugendlichen ist von der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) betroffen. Viele von ihnen leiden auch heute noch unter den negativen Auswirkungen. Für sie können alltägliche Aufgaben zu unüberwindbaren Hürden werden, denn ihnen fallen Selbstregulation und Impulskontrolle oft schwerer als ihren Mitmenschen. Prozesse der Entscheidungsfindung, Planung, Zielsetzung und Priorisierung gehen meistens nur schleppend von der Hand. Betroffene werden dabei immer noch zu wenig unterstützt, findet das vierköpfige Team von Gossik. Das wollten sie ändern.

Hilfe in Griffweite: Gossik als App

Das Startup hat hierfür ein personalisierbares Programm entwickelt, bestehend aus einem Coaching-Angebot und einer App, die auf dem Handy jederzeit für einen da ist. Somit kann Gossik im Alltag sowie in jeder Notsituation zuverlässig Hilfe gewährleisten. Die App nimmt die Nutzerinnen und Nutzer proaktiv und mit Leichtigkeit an die Hand und führt sie aufgrund ihrer intuitiven Funktionsweise sicher durch den Tag. Sie entlastet nicht nur beim Erstellen, Abarbeiten und Priorisieren von Aufgaben, sondern gibt ebenso Raum für Notizen und Gedanken. 

Dank dieser Hilfestellung bei der Selbstorganisation sollen Jugendliche mit AD(H)S ihren Alltag besser bewältigen können. Damit soll ihnen gelingen, Dinge selbstständig und mit neuer Motivation anzupacken, was ihr Selbstvertrauen und ihre Unabhängigkeit fördert. Die Gossik-App ist speziell für AD(H)S-Betroffene konzipiert. Anders als andere Organisationsplattformen wird hier die Emotionswelt der Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt. Die Gefühlslage wird regelmässig überprüft und ausgewertet, nächste Schritte daran angepasst. „Es wäre kontraproduktiv, einer Person eine Aufgabe aufzudrücken, die sich gerade überhaupt nicht in der psychischen Verfassung zu deren Bewältigung befindet“, erklärt Benno. In dem Fall möchte die App erstmal dabei helfen, das Befinden der Person wieder zu bessern.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Gossik empfiehlt, die App in Kombination mit dem angebotenen Coaching zu nutzen. Auf diese Weise können die besten Verbesserungen erzielt werden, denn nur eine ganzheitliche Versorgung ist auch langfristig effektiv. Im Coaching steht eine professionelle und erfahrene AD(H)S-Expertin zur Verfügung, mit der die eigene Situation individuell und detailliert betrachtet werden kann. In den einzelnen Terminen wird Fachwissen vermittelt und ein Bewusstsein für AD(H)S geschaffen, das eine wertvolle Grundlage für die erfolgreiche Behandlung bietet. 

Insgesamt ist das Ziel der sogenannten „Psychoedukation“ von Gossik, durch Selbstreflektion und die persönliche Begleitung neue Gewohnheiten zu schaffen. Die Besonderheiten der eigenen Andersartigkeit können entdeckt und dadurch sogar zum Positiven genutzt werden. So kann zu einem gesunden Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen gefunden werden. Daneben bietet Gossik auch Psychotherapien an. Ein wesentlicher Vorteil dieser Variante besteht darin, dass ein Grossteil der Kosten von der Grundversicherung durch die Krankenkassen übernommen wird. Das schafft finanzielle Entlastung und macht das Angebot für alle zugänglich.

Vernetzung, Vermittlung und Veränderung

Meistens ist die Aufklärung des Umfeldes mit diesem Entwicklungsprozess unmittelbar verknüpft. Nicht selten fallen AD(H)S-Betroffene in der Schule negativ auf, weil sie womöglich den Unterricht stören oder etwa ihre Hausaufgaben vergessen. Auch Eltern sollten ihren Kindern mit AD(H)S nicht die gleiche Erwartungshaltung entgegenbringen wie anderen Menschen, weil sie diese unmöglich erfüllen können. „Früher hat man bei sowas einfach häufig gedacht, das Kind sei schwierig, es sei vielleicht nicht gut erzogen. Und dann hat man probiert, es in das System hinein zu prügeln“, erklärt Benno Staub, Co-Founder von Gossik. 

Dass das problematische Folgen haben kann und der Entwicklung des Kindes nicht zuträglich ist, liegt auf der Hand. Deshalb wird im Coaching nach Bedarf versucht, auch vermittelnde Gespräche zu Lehrpersonal und Schulen zu suchen. Konkrete Handlungsempfehlungen werden nicht nur an betroffene Kinder gerichtet, sondern auch an deren Eltern. Dadurch kann sich das Verhältnis zwischen Eltern und Kind stark verbessern, sodass Harmonie in den Familien einkehrt. Mit diesem ausgeklügelten Konzept können nicht nur Jugendliche mit AD(H)S von Gossik profitieren, sondern ebenfalls ihr gesamtes Umfeld.



Author: Imke Bolz