Fehlendes Fachpersonal, überfüllte Notfallstationen, Spitäler in finanzieller Not. Die Berichterstattung über das Schweizer Gesundheitssystem zeichnet ein düsteres Bild. Klar ist: Der Druck zum innovativen Wandel im Gesundheitssektor nimmt zu.

Verglichen mit anderen Branchen steht der Gesundheitssektor erst in den Startlöchern des digitalen und technologischen Wandels. Dieser muss aktiv angegangen werden, um künftig in der Gesellschaft eine gute Stellung zu haben. Eine Einschätzung, welche auch von Dr. Daniel Heller, Verwaltungsratspräsident der KSB AG, geteilt wird: «Technologische Neuerungen, oft mit dem Schlagwort Digitalisierung umschrieben, verändern auch die Gesundheitsbranche rasch und nachhaltig. Wir stehen dabei wohl eher am Anfang als am Ende einer rasanten Entwicklung». 

Der KSB Health Innovation Hub bildet eine Plattform für Innovation

Am Kantonsspital Baden (KSB) geniesst Innovation für ein zukunftsfähiges Gesundheitsangebot bereits heute einen hohen Stellenwert. Der 2018 gegründete KSB Health Innovation Hub nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Dieser verfolgt das Ziel, medizinische Innovationen schneller und fokussierter voranzubringen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Kooperationen mit Startups zu lancieren. «Mit dem Health Innovation Hub haben wir eine Plattform geschaffen, um Innovationen in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und voranzubringen», erklärt Maximilian Grimm, Leiter des KSB Health Innovation Hub. 

Dazu identifiziert und beobachtet der KSB Innovation Hub Trends und spannende Entwicklungen. Mit der Hilfe von innovativen Startups werden dann entsprechende Lösungen entwickelt. Ziel ist es, das Spital der Zukunft zu bauen, welches von Interdisziplinarität geprägt sein wird.

Strukturierte Daten als relevante Grundlage

Um die Grundlagen für Innovationen im Gesundheitswesen zu verbessern, muss das Potenzial zugänglicher Daten besser ausgeschöpft werden. Damit dies im angesprochenen interdisziplinären Umfeld möglich ist, sind schweizweit notwendige Standards für einheitliches Datenmanagement festzulegen. Zudem muss der Aufbau von Daten-Infrastruktur vorangetrieben werden. Dazu ist eine staatliche Förderung, welche allen Spitälern zur Verfügung steht, essenziell. Dies ermöglicht, zukünftig Daten aus diversen Spitälern für Forschung, Innovation und Weiterentwicklung der Medizin zu nutzen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Rechtssicherheit im Umgang mit Daten zu stärken. So muss bspw. für alle Beteiligten klar sein, wann Daten anonymisiert sein müssen. Eine zunehmende Sicherheit im Umgang mit Daten würde zudem den ebenfalls grundlegenden Punkt eines Kulturwandels unterstützen. Denn um in Zukunft Daten zu sammeln und auszuwerten, braucht es die Bereitschaft, diese unter Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards für Forschung und Innovation zu nutzen.

Effizienzgewinne durch Automatisierung repetitiver Prozesse

Ebenfalls sollten Spitäler die technologischen Möglichkeiten nutzen, um repetitive Prozesse möglichst zu automatisieren. Nicht zuletzt hinsichtlich des zumindest kurz- und mittelfristig anhaltenden Personalmangels ist diesem Potenzial eine hohe Relevanz beizumessen. Die vermehrte Nutzung von Software-Lösungen und der Ausbau von offenen Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Systemen sind somit elementare Voraussetzungen, damit Gesundheitsorganisationen und ihr Personal langfristig einer vielfältigen Anspruchshaltung gerecht werden können. Die dabei ermöglichten Effizienzgewinne müssen in erster Linie auf eine Steigerung des Patientenwohls abzielen.

Patientenfokussierung als oberste Maxime

Auch wenn der digitale bzw. technische Fortschritt in vielerlei Hinsichten eine Chance ist, gilt es stets, die Bedürfnisse der Patienten als Kunden oder Nutzende ins Zentrum zu stellen. Technische Möglichkeiten sollen dort umgesetzt werden, wo sie Mehrwert für die Patientin stiften. Die patientenzentrierte Sichtweise als erste Priorität muss bei allem Wandel und Innovationsbestreben stets das Leitbild sein.

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Fehlendes Fachpersonal, überfüllte Notfallstationen, Spitäler in finanzieller Not. Die Berichterstattung über das Schweizer Gesundheitssystem zeichnet ein düsteres Bild. Klar ist: Der Druck zum innovativen Wandel im Gesundheitssektor nimmt zu.

Verglichen mit anderen Branchen steht der Gesundheitssektor erst in den Startlöchern des digitalen und technologischen Wandels. Dieser muss aktiv angegangen werden, um künftig in der Gesellschaft eine gute Stellung zu haben. Eine Einschätzung, welche auch von Dr. Daniel Heller, Verwaltungsratspräsident der KSB AG, geteilt wird: «Technologische Neuerungen, oft mit dem Schlagwort Digitalisierung umschrieben, verändern auch die Gesundheitsbranche rasch und nachhaltig. Wir stehen dabei wohl eher am Anfang als am Ende einer rasanten Entwicklung». 

Der KSB Health Innovation Hub bildet eine Plattform für Innovation

Am Kantonsspital Baden (KSB) geniesst Innovation für ein zukunftsfähiges Gesundheitsangebot bereits heute einen hohen Stellenwert. Der 2018 gegründete KSB Health Innovation Hub nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Dieser verfolgt das Ziel, medizinische Innovationen schneller und fokussierter voranzubringen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Kooperationen mit Startups zu lancieren. «Mit dem Health Innovation Hub haben wir eine Plattform geschaffen, um Innovationen in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und voranzubringen», erklärt Maximilian Grimm, Leiter des KSB Health Innovation Hub. 

Dazu identifiziert und beobachtet der KSB Innovation Hub Trends und spannende Entwicklungen. Mit der Hilfe von innovativen Startups werden dann entsprechende Lösungen entwickelt. Ziel ist es, das Spital der Zukunft zu bauen, welches von Interdisziplinarität geprägt sein wird.

Strukturierte Daten als relevante Grundlage

Um die Grundlagen für Innovationen im Gesundheitswesen zu verbessern, muss das Potenzial zugänglicher Daten besser ausgeschöpft werden. Damit dies im angesprochenen interdisziplinären Umfeld möglich ist, sind schweizweit notwendige Standards für einheitliches Datenmanagement festzulegen. Zudem muss der Aufbau von Daten-Infrastruktur vorangetrieben werden. Dazu ist eine staatliche Förderung, welche allen Spitälern zur Verfügung steht, essenziell. Dies ermöglicht, zukünftig Daten aus diversen Spitälern für Forschung, Innovation und Weiterentwicklung der Medizin zu nutzen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Rechtssicherheit im Umgang mit Daten zu stärken. So muss bspw. für alle Beteiligten klar sein, wann Daten anonymisiert sein müssen. Eine zunehmende Sicherheit im Umgang mit Daten würde zudem den ebenfalls grundlegenden Punkt eines Kulturwandels unterstützen. Denn um in Zukunft Daten zu sammeln und auszuwerten, braucht es die Bereitschaft, diese unter Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards für Forschung und Innovation zu nutzen.

Effizienzgewinne durch Automatisierung repetitiver Prozesse

Ebenfalls sollten Spitäler die technologischen Möglichkeiten nutzen, um repetitive Prozesse möglichst zu automatisieren. Nicht zuletzt hinsichtlich des zumindest kurz- und mittelfristig anhaltenden Personalmangels ist diesem Potenzial eine hohe Relevanz beizumessen. Die vermehrte Nutzung von Software-Lösungen und der Ausbau von offenen Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Systemen sind somit elementare Voraussetzungen, damit Gesundheitsorganisationen und ihr Personal langfristig einer vielfältigen Anspruchshaltung gerecht werden können. Die dabei ermöglichten Effizienzgewinne müssen in erster Linie auf eine Steigerung des Patientenwohls abzielen.

Patientenfokussierung als oberste Maxime

Auch wenn der digitale bzw. technische Fortschritt in vielerlei Hinsichten eine Chance ist, gilt es stets, die Bedürfnisse der Patienten als Kunden oder Nutzende ins Zentrum zu stellen. Technische Möglichkeiten sollen dort umgesetzt werden, wo sie Mehrwert für die Patientin stiften. Die patientenzentrierte Sichtweise als erste Priorität muss bei allem Wandel und Innovationsbestreben stets das Leitbild sein.