Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Openversum zielt darauf ab, diese globale Krise mit einer innovativen Lösung zu bewältigen: einem Trinkwasserfilter, der selbst in den abgelegensten Gebieten der Welt zuverlässig sauberes Wasser liefert.

Über zwei Milliarden Menschen trinken verunreinigtes Wasser, das mit Fäkalien verschmutzt ist – eine direkte Ursache für zahlreiche Krankheiten und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Der Zugang zu sauberem Wasser ist besonders in ländlichen Gebieten des globalen Südens eine Herausforderung, da bestehende Wasseraufbereitungstechnologien entweder zu teuer oder technisch nicht umsetzbar sind.

Vom der ETH Promotion zur eigenen Startup-Firma

Hinter Openversum stehen Laura und Olivier, deren Begegnung auf dem International Cooperation Forum Switzerland 2022, das von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) organisiert wurde, die Geburtsstunde markierte. Laura, eine Umweltingenieurin, die für ihre herausragenden Leistungen in die Forbes-Liste der “30 under 30“ aufgenommen wurde, bringt tiefgreifendes Wissen über nachhaltige Technologien mit. Olivier, ursprünglich Chemieingenieur an der ETH Zürich, hatte während seiner Promotion Zugang zu fortschrittlichen Membrantechnologien, die den Grundstein für Openversum legten.

Diese Membrantechnologie von Openversum wurde speziell für die Bedürfnisse der Menschen in abgelegenen Regionen konzipiert. Diese Membranen sind wie dünne Plastikfolien gestaltet, die durch mikroskopisch kleine Löcher sicherstellen, dass zwar Wasser, aber keine Bakterien oder Mikroplastik durchgelassen werden. Schwermetalle werden nicht von der Membran selbst, sondern von einem Granulat, welches ebenfalls dazugegeben wird, absorbiert. Die Technologie basiert auf der simplen Prämisse der Grössenselektion – nur reines Wasser kann passieren.

Um die Technologie den Menschen zugänglich zu machen, setzt Openversum auf das Micro-Franchising-Modell. Lokale Unternehmer – oft Frauen, die damit eine wichtige wirtschaftliche Rolle in ihren Gemeinschaften übernehmen – werden zu Wasserexperten ausgebildet. Sie erhalten nicht nur das nötige Wissen, sondern auch die Ausrüstung, um die Wasseraufbereitung direkt vor Ort durchzuführen. Die Produktion der Komponenten findet grösstenteils lokal statt, was nicht nur Transportkosten spart, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt.

Vision und Mission: Nachhaltigkeit auf drei Ebenen 

Openversum verfolgt einen dreidimensionalen Nachhaltigkeitsansatz: sozial, ökonomisch und ökologisch. Das Unternehmen möchte nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch lokale Wirtschaftskreisläufe unterstützen und Umweltbelastungen reduzieren. Durch den Verkauf der Filter zu erschwinglichen Preisen und das Empowerment lokaler Unternehmer schafft Openversum eine Win-win-Situation: Sauberes Wasser wird zu einem Katalysator für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und lokale Produktion plant Openversum, seine Aktivitäten auszuweiten. Neben Kolumbien sind bereits Projekte in weiteren Ländern Afrikas und Asiens in Planung, um die Vision von sauberem Wasser weltweit zu realisieren.

Der globale Mangel an sauberem Trinkwasser bleibt das zentrale Element der Mission von Openversum. Durch innovative Technologie, lokales Empowerment und einen nachhaltigen Geschäftsansatz ist Openversum nicht nur ein Beispiel für soziales Unternehmertum, sondern auch ein Modell, das zeigt, wie tiefgreifende gesellschaftliche Herausforderungen durch intelligente, lokal angepasste Lösungen bewältigt werden können.

Facts & Figures:

Gründung: 2023

Geschaffene Arbeitsplätze: 2 in der Schweiz und 2 in Kolumbien

Website: Openversum – providing clean and safe drinking water where most needed

Niwes Willner

Innovation
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Interview

Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Openversum zielt darauf ab, diese globale Krise mit einer innovativen Lösung zu bewältigen: einem Trinkwasserfilter, der selbst in den abgelegensten Gebieten der Welt zuverlässig sauberes Wasser liefert.

Über zwei Milliarden Menschen trinken verunreinigtes Wasser, das mit Fäkalien verschmutzt ist – eine direkte Ursache für zahlreiche Krankheiten und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Der Zugang zu sauberem Wasser ist besonders in ländlichen Gebieten des globalen Südens eine Herausforderung, da bestehende Wasseraufbereitungstechnologien entweder zu teuer oder technisch nicht umsetzbar sind.

Vom der ETH Promotion zur eigenen Startup-Firma

Hinter Openversum stehen Laura und Olivier, deren Begegnung auf dem International Cooperation Forum Switzerland 2022, das von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) organisiert wurde, die Geburtsstunde markierte. Laura, eine Umweltingenieurin, die für ihre herausragenden Leistungen in die Forbes-Liste der “30 under 30“ aufgenommen wurde, bringt tiefgreifendes Wissen über nachhaltige Technologien mit. Olivier, ursprünglich Chemieingenieur an der ETH Zürich, hatte während seiner Promotion Zugang zu fortschrittlichen Membrantechnologien, die den Grundstein für Openversum legten.

Diese Membrantechnologie von Openversum wurde speziell für die Bedürfnisse der Menschen in abgelegenen Regionen konzipiert. Diese Membranen sind wie dünne Plastikfolien gestaltet, die durch mikroskopisch kleine Löcher sicherstellen, dass zwar Wasser, aber keine Bakterien oder Mikroplastik durchgelassen werden. Schwermetalle werden nicht von der Membran selbst, sondern von einem Granulat, welches ebenfalls dazugegeben wird, absorbiert. Die Technologie basiert auf der simplen Prämisse der Grössenselektion – nur reines Wasser kann passieren.

Um die Technologie den Menschen zugänglich zu machen, setzt Openversum auf das Micro-Franchising-Modell. Lokale Unternehmer – oft Frauen, die damit eine wichtige wirtschaftliche Rolle in ihren Gemeinschaften übernehmen – werden zu Wasserexperten ausgebildet. Sie erhalten nicht nur das nötige Wissen, sondern auch die Ausrüstung, um die Wasseraufbereitung direkt vor Ort durchzuführen. Die Produktion der Komponenten findet grösstenteils lokal statt, was nicht nur Transportkosten spart, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt.

Vision und Mission: Nachhaltigkeit auf drei Ebenen 

Openversum verfolgt einen dreidimensionalen Nachhaltigkeitsansatz: sozial, ökonomisch und ökologisch. Das Unternehmen möchte nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch lokale Wirtschaftskreisläufe unterstützen und Umweltbelastungen reduzieren. Durch den Verkauf der Filter zu erschwinglichen Preisen und das Empowerment lokaler Unternehmer schafft Openversum eine Win-win-Situation: Sauberes Wasser wird zu einem Katalysator für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und lokale Produktion plant Openversum, seine Aktivitäten auszuweiten. Neben Kolumbien sind bereits Projekte in weiteren Ländern Afrikas und Asiens in Planung, um die Vision von sauberem Wasser weltweit zu realisieren.

Der globale Mangel an sauberem Trinkwasser bleibt das zentrale Element der Mission von Openversum. Durch innovative Technologie, lokales Empowerment und einen nachhaltigen Geschäftsansatz ist Openversum nicht nur ein Beispiel für soziales Unternehmertum, sondern auch ein Modell, das zeigt, wie tiefgreifende gesellschaftliche Herausforderungen durch intelligente, lokal angepasste Lösungen bewältigt werden können.

Facts & Figures:

Gründung: 2023

Geschaffene Arbeitsplätze: 2 in der Schweiz und 2 in Kolumbien

Website: Openversum – providing clean and safe drinking water where most needed

Niwes Willner

Niwes Willner