Das Winterthurer Startup Vatorex setzt sich seit 2016 für die Gesundheit der Bienen ein. Dies mit Erfolg: das Unternehmen zählt Kunden in 14 Ländern Europas. Nun folgt die Expansion nach Neuseeland. Im Gespräch mit Pascal Brunner, CEO und Gründer von Vatorex, erfahren wir mehr.

Autorin: Fabienne Zumbühl

Vatorex bietet für Imkerinnen und Imker eine vollautomatische und solarbetriebene Lösung, die Bienen vor der Varroamilbe schützt. Dieses sogenannte «Varroa Kit» kann durch eine Echtzeitüberwachung der Bienenvölker mit Hilfe einer App, dem «Full Hive Kit», erweitert werden.

Von den Hobbyisten zu den Profis

Die «Kits» von Vatorex haben im europäischen Raum grossen Anklang gefunden und werden bereits in 14 Ländern vertrieben. «Nun steht der Schritt nach Neuseeland an», erklärt Pascal. Diese Expansion ist nicht nur wegen dem aussereuropäischen Standort interessant, sondern auch wegen der professionellen Imkereiindustrie Neuseelands. Pascal erklärt: «Während in der Schweiz 95 Prozent der ImkerInnen die Tätigkeit als Hobby ausführen, gibt es in Neuseeland viel mehr Profi-ImkerInnen.» Diese stellen unter anderem den Manuka-Honig her, einen lokalen Premium-Honig, der mit höherer Marge verkauft werden kann.

Vatorex

In einem ersten Pilotprojekt in Neuseeland wurden 25 Bienenvölker mit der Vatorex – Technologie ausgestattet. (Foto: Vatorex)

Für Vatorex bedeutet diese Erweiterung von B2C («Business-to-Customer») zu B2B («Business-to-Business») mehr Verkaufspotenzial für die Varroa- und Full-Hive-Kits. «Hobby-ImkerInnen betreiben durchschnittlich 5 bis 15 Völker. Hingegen haben professionelle ImkerInnen 150 bis 100’000 Völker», sagt Pascal. Der Verkauf an Profi-ImkerInnen bietet daher enormes Expansionspotenzial für Vatorex, zumal ihre Produkte bei Hobby- und Profi-ImkerInnen gleichermassen funktionieren.

Die nächsten Schritte

«Ein erstes Pilotprojekt mit einem professionellen Imker in Neuseeland wurde bereits erfolgreich abgeschlossen», so Pascal. Nun ist es entscheidend, mit weiteren Projekten und Produkten für kommerzielle Imkereibetriebe den Markt zu durchdringen. Wer auf dem Honigmarkt bestehen möchte, kann dabei auf grosse Werbemassnahmen verzichten und sich stattdessen auf Altbewährtes verlassen. «Word-of-Mouth»-Empfehlungen, also die Weitergabe von Informationen von einer Person zur anderen, spiele sicherlich eine grosse Rolle, weiss Pascal. «Imker-Netzwerke sind klein und wenn man ein überzeugendes Produkt hat, spricht sich dies schnell herum.» Somit kann es bald Realität sein, auf der anderen Seite der Erde von Vatorex und ihren Innovationen zu hören.Vatorex

Natalie Plöschberger

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Das Winterthurer Startup Vatorex setzt sich seit 2016 für die Gesundheit der Bienen ein. Dies mit Erfolg: das Unternehmen zählt Kunden in 14 Ländern Europas. Nun folgt die Expansion nach Neuseeland. Im Gespräch mit Pascal Brunner, CEO und Gründer von Vatorex, erfahren wir mehr.

Autorin: Fabienne Zumbühl

Vatorex bietet für Imkerinnen und Imker eine vollautomatische und solarbetriebene Lösung, die Bienen vor der Varroamilbe schützt. Dieses sogenannte «Varroa Kit» kann durch eine Echtzeitüberwachung der Bienenvölker mit Hilfe einer App, dem «Full Hive Kit», erweitert werden.

Von den Hobbyisten zu den Profis

Die «Kits» von Vatorex haben im europäischen Raum grossen Anklang gefunden und werden bereits in 14 Ländern vertrieben. «Nun steht der Schritt nach Neuseeland an», erklärt Pascal. Diese Expansion ist nicht nur wegen dem aussereuropäischen Standort interessant, sondern auch wegen der professionellen Imkereiindustrie Neuseelands. Pascal erklärt: «Während in der Schweiz 95 Prozent der ImkerInnen die Tätigkeit als Hobby ausführen, gibt es in Neuseeland viel mehr Profi-ImkerInnen.» Diese stellen unter anderem den Manuka-Honig her, einen lokalen Premium-Honig, der mit höherer Marge verkauft werden kann.

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In einem ersten Pilotprojekt in Neuseeland wurden 25 Bienenvölker mit der Vatorex – Technologie ausgestattet. (Foto: Vatorex)

Für Vatorex bedeutet diese Erweiterung von B2C («Business-to-Customer») zu B2B («Business-to-Business») mehr Verkaufspotenzial für die Varroa- und Full-Hive-Kits. «Hobby-ImkerInnen betreiben durchschnittlich 5 bis 15 Völker. Hingegen haben professionelle ImkerInnen 150 bis 100’000 Völker», sagt Pascal. Der Verkauf an Profi-ImkerInnen bietet daher enormes Expansionspotenzial für Vatorex, zumal ihre Produkte bei Hobby- und Profi-ImkerInnen gleichermassen funktionieren.

Die nächsten Schritte

«Ein erstes Pilotprojekt mit einem professionellen Imker in Neuseeland wurde bereits erfolgreich abgeschlossen», so Pascal. Nun ist es entscheidend, mit weiteren Projekten und Produkten für kommerzielle Imkereibetriebe den Markt zu durchdringen. Wer auf dem Honigmarkt bestehen möchte, kann dabei auf grosse Werbemassnahmen verzichten und sich stattdessen auf Altbewährtes verlassen. «Word-of-Mouth»-Empfehlungen, also die Weitergabe von Informationen von einer Person zur anderen, spiele sicherlich eine grosse Rolle, weiss Pascal. «Imker-Netzwerke sind klein und wenn man ein überzeugendes Produkt hat, spricht sich dies schnell herum.» Somit kann es bald Realität sein, auf der anderen Seite der Erde von Vatorex und ihren Innovationen zu hören.Vatorex

Natalie Plöschberger

Natalie Plöschberger