Der aktuelle Speedcheck von Fasoon zeigt: Trotz einer markanten Zunahme der Firmengründungen im dritten Trimester 2025 konnten viele Handelsregister ihre Bearbeitungszeiten verbessern. Besonders positiv stechen Thurgau, Schaffhausen und Neuenburg hervor. Basel Stadt verliert am meisten (+7 Tage), der Kanton hatte aber auch 17 Prozent mehr Gründungen zu bewältigen.

Basierend auf mehr als 3’000 Firmengründungen pro Jahr analysiert Fasoon die Bearbeitungszeiten der kantonalen Handelsregister regelmässig. Während eine Bearbeitungszeit von rund zwei Wochen als üblich gilt (von der Beurkundung bis zur Publikation im Zefix), zeigen die Daten grosse kantonale Unterschiede. Die aktuelle Untersuchung der Fasoon-Gründungen zeigt die Zahlen für die Monate September bis Dezember 2025.

Aktuell sind folgende Kantone an der Spitze: Glarus (6 Tage, 3 Tage schneller trotz 13 Prozent mehr Gründungen im dritten Trimester), Obwalden (6.5 Tage), Appenzell Ausserrhoden, Schwyz und Uri mit je 7 Tagen.

Thurgau: Vom Sorgenkind zum Musterschüler

Die wohl bemerkenswerteste Entwicklung vollzog das Handelsregister des Kantons Thurgau. In den ersten vier Monaten bildete der Kanton mit Bearbeitungszeiten von über 50 Tagen das Schlusslicht. Im dritten Trimester 2025 verkürzte sich die Wartezeit im Median drastisch auf 13 Tage. Der Kanton Thurgau hat offensichtlich Ressourcen geschaffen, um die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Auf der offiziellen Webseite kommuniziert das Amt noch immer Bearbeitungszeiten von bis zu vier Wochen – der Check von Fasoon zeigt jedoch, dass die Realität mittlerweile deutlich gründungsfreundlicher aussieht.

Zürich und Zug: Schneller trotz hoher Last

Auch die Wirtschaftsmotoren der Schweiz schalteten einen Gang höher.

  • Zürich (ZH): Als grösstes Handelsregister der Schweiz bewältigte Zürich im letzten Trimester über 3’100 Gründungen. Trotz dieses Volumens verbesserte das Amt seine durchschnittliche Bearbeitungszeit deutlich von 13 Tagen im Sommer auf sehr schnelle 8 Tage. 3’100 Gründungen bedeuteten einen Rückgang der Gründungen um 6 Prozent im Vergleich zu T2.
  • Zug (ZG): Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kanton Zug. Auch hier konnte die Bearbeitungszeit weiter gesenkt werden (von 12 auf 9 Tage), obwohl die Anzahl der Gründungen im Vergleich zum zweiten Trimester von 1’100 auf über 1’300 anstieg (+20 Prozent).

Basel-Stadt: Trendwende in die andere Richtung

Im dritten Trimester benötigte das HR Basel-Stadt (BS) deutlich länger für Eintragungen als noch in den Monaten davor. Die Wartezeit stieg von 17 Tagen im zweiten Trimester auf 24 Tage an. Damit gehört Basel-Stadt aktuell zu den langsamsten Ämtern der Schweiz.

Fazit: Ämter halten dem Druck Ende Jahr stand

Der Blick auf die Gesamtschweiz ist positiv. Gesamthaft stieg die Zahl der Gründungen im dritten Trimester auf 17’837 an im Vergleich zum zweiten Trimester mit 17’124 Gründungen. «Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass die meisten Kantone diesen Mehraufwand nicht nur bewältigt, sondern ihre Prozesse sogar beschleunigt haben», fasst Walter Regli, Co-Founder von Fasoon erfreut zusammen. Für Gründerinnen und Gründer bedeutet dies einen schnelleren Start ins Unternehmertum.

 

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Author: Redaktion

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Der aktuelle Speedcheck von Fasoon zeigt: Trotz einer markanten Zunahme der Firmengründungen im dritten Trimester 2025 konnten viele Handelsregister ihre Bearbeitungszeiten verbessern. Besonders positiv stechen Thurgau, Schaffhausen und Neuenburg hervor. Basel Stadt verliert am meisten (+7 Tage), der Kanton hatte aber auch 17 Prozent mehr Gründungen zu bewältigen.

Basierend auf mehr als 3’000 Firmengründungen pro Jahr analysiert Fasoon die Bearbeitungszeiten der kantonalen Handelsregister regelmässig. Während eine Bearbeitungszeit von rund zwei Wochen als üblich gilt (von der Beurkundung bis zur Publikation im Zefix), zeigen die Daten grosse kantonale Unterschiede. Die aktuelle Untersuchung der Fasoon-Gründungen zeigt die Zahlen für die Monate September bis Dezember 2025.

Aktuell sind folgende Kantone an der Spitze: Glarus (6 Tage, 3 Tage schneller trotz 13 Prozent mehr Gründungen im dritten Trimester), Obwalden (6.5 Tage), Appenzell Ausserrhoden, Schwyz und Uri mit je 7 Tagen.

Thurgau: Vom Sorgenkind zum Musterschüler

Die wohl bemerkenswerteste Entwicklung vollzog das Handelsregister des Kantons Thurgau. In den ersten vier Monaten bildete der Kanton mit Bearbeitungszeiten von über 50 Tagen das Schlusslicht. Im dritten Trimester 2025 verkürzte sich die Wartezeit im Median drastisch auf 13 Tage. Der Kanton Thurgau hat offensichtlich Ressourcen geschaffen, um die Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Auf der offiziellen Webseite kommuniziert das Amt noch immer Bearbeitungszeiten von bis zu vier Wochen – der Check von Fasoon zeigt jedoch, dass die Realität mittlerweile deutlich gründungsfreundlicher aussieht.

Zürich und Zug: Schneller trotz hoher Last

Auch die Wirtschaftsmotoren der Schweiz schalteten einen Gang höher.

  • Zürich (ZH): Als grösstes Handelsregister der Schweiz bewältigte Zürich im letzten Trimester über 3’100 Gründungen. Trotz dieses Volumens verbesserte das Amt seine durchschnittliche Bearbeitungszeit deutlich von 13 Tagen im Sommer auf sehr schnelle 8 Tage. 3’100 Gründungen bedeuteten einen Rückgang der Gründungen um 6 Prozent im Vergleich zu T2.
  • Zug (ZG): Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kanton Zug. Auch hier konnte die Bearbeitungszeit weiter gesenkt werden (von 12 auf 9 Tage), obwohl die Anzahl der Gründungen im Vergleich zum zweiten Trimester von 1’100 auf über 1’300 anstieg (+20 Prozent).

Basel-Stadt: Trendwende in die andere Richtung

Im dritten Trimester benötigte das HR Basel-Stadt (BS) deutlich länger für Eintragungen als noch in den Monaten davor. Die Wartezeit stieg von 17 Tagen im zweiten Trimester auf 24 Tage an. Damit gehört Basel-Stadt aktuell zu den langsamsten Ämtern der Schweiz.

Fazit: Ämter halten dem Druck Ende Jahr stand

Der Blick auf die Gesamtschweiz ist positiv. Gesamthaft stieg die Zahl der Gründungen im dritten Trimester auf 17’837 an im Vergleich zum zweiten Trimester mit 17’124 Gründungen. «Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass die meisten Kantone diesen Mehraufwand nicht nur bewältigt, sondern ihre Prozesse sogar beschleunigt haben», fasst Walter Regli, Co-Founder von Fasoon erfreut zusammen. Für Gründerinnen und Gründer bedeutet dies einen schnelleren Start ins Unternehmertum.

 

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