Michael Borell spricht darüber, warum der Nahe Osten für wachstumsorientierte Startups zunehmend interessant wird, wie Dtec als Brücke in den GCC-Raum fungiert und welche Chancen, Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren Schweizer Gründer bei einer Expansion über Dubai erwarten.

Wieso sollten Startups den Nahen Osten im Rahmen ihrer Expansionspläne nicht vergessen?

Wachstum findet heute selten nur lokal statt. Wer frühzeitig in internationalen Ökosystemen denkt und Partnerschaften über Grenzen hinweg aufbaut, bewegt sich nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger. Der Nahe Osten und speziell der GCC-Raum ist eine Region, die Startups dabei auf keinen Fall ignorieren sollten. Wir sehen hier eines der am schnellsten wachsenden Innovations-Ökosysteme weltweit, geprägt von einer enormen Ambition, Geschwindigkeit und einem direkten Zugang zu Entscheidungsträgern. Für Startups, die skalieren wollen, fungieren wir als strategische Brücke: Mit Dtec bieten wir ein Ecosystem, das Gründern hilft, Risiken beim Markteintritt zu minimieren und die Chancen in dieser dynamischen Region sofort effektiv zu nutzen.

Wie unterstützt Dtec Schweizer Startups dabei, via Dubai in den Nahen Osten zu expandieren?

Dtec fungiert als Brücke zwischen Europa und dem Nahen Osten und unterstützt Startups mit modernem Business Setup, aber vor allem mit Zugang zum gesamten Ökosystem. Dazu gehören lokale Partner, Kunden, Enterprise-Player, Investoren und relevante Entscheider. Soft-Landing-Programme, Marktvalidierung, Business Development und Unterstützung bei rechtlichen Rahmenbedingungen helfen, Risiken zu reduzieren und den Markteintritt deutlich zu beschleunigen.

Zusätzlich profitieren Unternehmen von einem attraktiven steuerlichen Umfeld mit Null Prozent Einkommenssteuer und nur 9 Prozent Unternehmenssteuer bei 100 Prozent Ownership.

Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Der richtige Zeitpunkt für eine Expansion in den Nahen Osten ist in vielen Fällen die Phase rund um Pre-Series A oder Series A. In diesem Stadium verfügen Startups meist bereits über ein validiertes Produkt, erste Kunden und ein klares Wertversprechen und stehen nun vor der Herausforderung, ihr Geschäftsmodell international zu skalieren. Genau hier bietet der Markteintritt über Dubai großes Potenzial.

Gleichzeitig lässt sich kein pauschaler Zeitpunkt festlegen. Auch Seed Stage Startups können von einer Expansion profitieren, etwa wenn früh Nachfrage aus der Region besteht oder der Markt besonders gut zum Produkt passt. Entscheidend ist weniger die Finanzierungsrunde als vielmehr der Reifegrad des Startups, die Marktvalidierung und die strategische Zielsetzung. Bisher konnten 53 deutsche Startups bereits profitieren, Schweizer Startups können basierend auf dieser Erfahrung nun nachziehen.

Welche Arten von Schweizer oder europäischen Start-ups sind in den arabischen Golfstaaten in der Regel am erfolgreichsten?

Besonders gut funktionieren B2B-Modelle in Bereichen wie Enterprise Software, Künstliche Intelligenz, MedTech, PropTech, Mobility, Quantum Tech, Robotics und industrielle Technologien.

Schweizer Startups genießen einen sehr guten Ruf für Qualität, Zuverlässigkeit und technologische Tiefe. Entscheidend für den Erfolg ist weniger die Branche als die Fähigkeit, technologiegetriebene Lösungen für reale Probleme zu liefern, mit großen Organisationen professionell zusammenzuarbeiten und Produkte an lokale Anforderungen anzupassen.

Welche Chancen ergeben sich für ein Startup durch die Expansion in den Nahen Osten?

Der Markt ist offen für Innovation, Pilotprojekte werden oft schnell umgesetzt und es existieren klare Budgets für technologische Lösungen. Wer bereit ist, sich auf den Markt einzulassen, lokal zu denken und langfristige Beziehungen aufzubauen, kann in vergleichsweise kurzer Zeit skalieren und strategisch relevante Kunden gewinnen.

Mit welchen Herausforderungen muss das Startup bei der Expansion in den Nahen Osten rechnen?

Zu den Herausforderungen zählen vor allem kulturelle Unterschiede im Geschäftsaufbau, andere Erwartungshaltungen in Entscheidungsprozessen, der hohe Stellenwert von persönlichen Beziehungen sowie regulatorische und rechtliche Besonderheiten, die je nach Land unterschiedlich ausfallen können. Auch die Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden, ist für viele europäische Startups zunächst ungewohnt.

Welche Tipps hast du für Schweizer Startups, die diesen Schritt wagen?

Schweizer Startups, die eine Expansion in den Nahen Osten in Betracht ziehen, sollten diesen Schritt strategisch und gut vorbereitet angehen. Ein zentraler Punkt ist, nicht ohne lokale Partner zu starten, da Marktverständnis, Netzwerke und kulturelle Kompetenz entscheidend sind. Ebenso wichtig ist es, Zeit in den Aufbau von Beziehungen zu investieren und nicht ausschließlich auf kurzfristige Abschlüsse oder Pitch-Situationen zu setzen.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Markt frühzeitig zu validieren, Annahmen nicht aus Europa heraus zu treffen und realistisch in Bezug auf Ressourcen, Zeit und Budget zu planen. Wer Expansion als Lernprozess versteht, flexibel bleibt und bereit ist, sein Angebot an lokale Bedürfnisse anzupassen, erhöht die Chancen auf nachhaltigen Erfolg deutlich.

Warum sollten Investoren ein Auge auf Startups haben, die zwischen Europa und dem Nahen Osten tätig sind?

Startups, die zwischen Europa und dem Nahen Osten tätig sind, vereinen häufig das Beste aus zwei sehr unterschiedlichen, aber komplementären Ökosystemen. Sie kombinieren technologische Exzellenz, Qualitätsstandards und Innovationskraft aus Europa mit Märkten, die offen für neue Lösungen sind, schnell entscheiden und aktiv in Wachstum und Innovation investieren.

Für Investoren bedeutet das Zugang zu größeren Märkten und oft einer höheren strategischen Relevanz. Gleichzeitig entwickeln diese Startups durch ihre internationale Aufstellung eine besondere Resilienz und Anpassungsfähigkeit, was sie langfristig robuster und attraktiver macht.

Dir hat der Artikel gefallen?

Dann wirf doch auch einen Blick auf unseren letzten Beitrag – viel Spass beim lesen!

Alyssia Kugler
"Interviews mit Startups zu führen, ermöglicht es mir unserer Leserschaft Inspiration, Erfahrungswerte und authentische Einblicke ins Gründerleben und den Unternehmensaufbau zu geben."

FOUNDED

Videoformat

“23 Questions mit…”

In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.

23 Questions mit Scewo. 

Interview
Erfolgsgeschichten
Scaleups
Startups
Tipps
Geistiges Eigentum
Startup Ökosystem
Female Entrepreneur
Investoren & Fundraising

Michael Borell spricht darüber, warum der Nahe Osten für wachstumsorientierte Startups zunehmend interessant wird, wie Dtec als Brücke in den GCC-Raum fungiert und welche Chancen, Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren Schweizer Gründer bei einer Expansion über Dubai erwarten.

Wieso sollten Startups den Nahen Osten im Rahmen ihrer Expansionspläne nicht vergessen?

Wachstum findet heute selten nur lokal statt. Wer frühzeitig in internationalen Ökosystemen denkt und Partnerschaften über Grenzen hinweg aufbaut, bewegt sich nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger. Der Nahe Osten und speziell der GCC-Raum ist eine Region, die Startups dabei auf keinen Fall ignorieren sollten. Wir sehen hier eines der am schnellsten wachsenden Innovations-Ökosysteme weltweit, geprägt von einer enormen Ambition, Geschwindigkeit und einem direkten Zugang zu Entscheidungsträgern. Für Startups, die skalieren wollen, fungieren wir als strategische Brücke: Mit Dtec bieten wir ein Ecosystem, das Gründern hilft, Risiken beim Markteintritt zu minimieren und die Chancen in dieser dynamischen Region sofort effektiv zu nutzen.

Wie unterstützt Dtec Schweizer Startups dabei, via Dubai in den Nahen Osten zu expandieren?

Dtec fungiert als Brücke zwischen Europa und dem Nahen Osten und unterstützt Startups mit modernem Business Setup, aber vor allem mit Zugang zum gesamten Ökosystem. Dazu gehören lokale Partner, Kunden, Enterprise-Player, Investoren und relevante Entscheider. Soft-Landing-Programme, Marktvalidierung, Business Development und Unterstützung bei rechtlichen Rahmenbedingungen helfen, Risiken zu reduzieren und den Markteintritt deutlich zu beschleunigen.

Zusätzlich profitieren Unternehmen von einem attraktiven steuerlichen Umfeld mit Null Prozent Einkommenssteuer und nur 9 Prozent Unternehmenssteuer bei 100 Prozent Ownership.

Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Der richtige Zeitpunkt für eine Expansion in den Nahen Osten ist in vielen Fällen die Phase rund um Pre-Series A oder Series A. In diesem Stadium verfügen Startups meist bereits über ein validiertes Produkt, erste Kunden und ein klares Wertversprechen und stehen nun vor der Herausforderung, ihr Geschäftsmodell international zu skalieren. Genau hier bietet der Markteintritt über Dubai großes Potenzial.

Gleichzeitig lässt sich kein pauschaler Zeitpunkt festlegen. Auch Seed Stage Startups können von einer Expansion profitieren, etwa wenn früh Nachfrage aus der Region besteht oder der Markt besonders gut zum Produkt passt. Entscheidend ist weniger die Finanzierungsrunde als vielmehr der Reifegrad des Startups, die Marktvalidierung und die strategische Zielsetzung. Bisher konnten 53 deutsche Startups bereits profitieren, Schweizer Startups können basierend auf dieser Erfahrung nun nachziehen.

Welche Arten von Schweizer oder europäischen Start-ups sind in den arabischen Golfstaaten in der Regel am erfolgreichsten?

Besonders gut funktionieren B2B-Modelle in Bereichen wie Enterprise Software, Künstliche Intelligenz, MedTech, PropTech, Mobility, Quantum Tech, Robotics und industrielle Technologien.

Schweizer Startups genießen einen sehr guten Ruf für Qualität, Zuverlässigkeit und technologische Tiefe. Entscheidend für den Erfolg ist weniger die Branche als die Fähigkeit, technologiegetriebene Lösungen für reale Probleme zu liefern, mit großen Organisationen professionell zusammenzuarbeiten und Produkte an lokale Anforderungen anzupassen.

Welche Chancen ergeben sich für ein Startup durch die Expansion in den Nahen Osten?

Der Markt ist offen für Innovation, Pilotprojekte werden oft schnell umgesetzt und es existieren klare Budgets für technologische Lösungen. Wer bereit ist, sich auf den Markt einzulassen, lokal zu denken und langfristige Beziehungen aufzubauen, kann in vergleichsweise kurzer Zeit skalieren und strategisch relevante Kunden gewinnen.

Mit welchen Herausforderungen muss das Startup bei der Expansion in den Nahen Osten rechnen?

Zu den Herausforderungen zählen vor allem kulturelle Unterschiede im Geschäftsaufbau, andere Erwartungshaltungen in Entscheidungsprozessen, der hohe Stellenwert von persönlichen Beziehungen sowie regulatorische und rechtliche Besonderheiten, die je nach Land unterschiedlich ausfallen können. Auch die Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden, ist für viele europäische Startups zunächst ungewohnt.

Welche Tipps hast du für Schweizer Startups, die diesen Schritt wagen?

Schweizer Startups, die eine Expansion in den Nahen Osten in Betracht ziehen, sollten diesen Schritt strategisch und gut vorbereitet angehen. Ein zentraler Punkt ist, nicht ohne lokale Partner zu starten, da Marktverständnis, Netzwerke und kulturelle Kompetenz entscheidend sind. Ebenso wichtig ist es, Zeit in den Aufbau von Beziehungen zu investieren und nicht ausschließlich auf kurzfristige Abschlüsse oder Pitch-Situationen zu setzen.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Markt frühzeitig zu validieren, Annahmen nicht aus Europa heraus zu treffen und realistisch in Bezug auf Ressourcen, Zeit und Budget zu planen. Wer Expansion als Lernprozess versteht, flexibel bleibt und bereit ist, sein Angebot an lokale Bedürfnisse anzupassen, erhöht die Chancen auf nachhaltigen Erfolg deutlich.

Warum sollten Investoren ein Auge auf Startups haben, die zwischen Europa und dem Nahen Osten tätig sind?

Startups, die zwischen Europa und dem Nahen Osten tätig sind, vereinen häufig das Beste aus zwei sehr unterschiedlichen, aber komplementären Ökosystemen. Sie kombinieren technologische Exzellenz, Qualitätsstandards und Innovationskraft aus Europa mit Märkten, die offen für neue Lösungen sind, schnell entscheiden und aktiv in Wachstum und Innovation investieren.

Für Investoren bedeutet das Zugang zu größeren Märkten und oft einer höheren strategischen Relevanz. Gleichzeitig entwickeln diese Startups durch ihre internationale Aufstellung eine besondere Resilienz und Anpassungsfähigkeit, was sie langfristig robuster und attraktiver macht.

Dir hat der Artikel gefallen?

Dann wirf doch auch einen Blick auf unseren letzten Beitrag – viel Spass beim lesen!