Wenn Schmuck mehr kann als gut aussehen

Mit Cerret entsteht in Genf eine Schmuckmarke, die Design und persönliche Sicherheit verbindet. Die Armbänder sehen aus wie klassische Accessoires, können im Ernstfall jedoch diskret einen Alarm auslösen. Die Idee dahinter ist bewusst schlicht. Sicherheit soll sich ruhig und selbstverständlich anfühlen.

Der Ausgangspunkt für Cerret war eine persönliche Erfahrung. Nachdem eine nahestehende Person Opfer eines Übergriffs geworden war, begann der Gründer darüber nachzudenken, warum viele Sicherheitslösungen im entscheidenden Moment nicht funktionieren. In einer Stresssituation greift kaum jemand zuerst zum Smartphone oder sucht nach einem speziellen Gerät.

Die Frage war deshalb eine andere. Könnte ein Gegenstand, den man ohnehin jeden Tag trägt, diese Funktion übernehmen – zum Beispiel ein Schmuckstück.

Die Entwicklung begann 2022 zunächst als Experiment. Aus ersten Prototypen wurde Schritt für Schritt ein Unternehmen mit Sitz in Genf. Der Ansatz verbindet zwei Welten. Das Team beschreibt ihn selbst so, dass Cerret wie ein Schmuckstück gestaltet, aber wie ein technisches Produkt entwickelt wird.

Diskrete Technik im Alltag

Ein Beispiel dafür ist das Gold Double Chain Bracelet. Äusserlich wirkt es wie ein elegantes Schmuckstück. Tatsächlich steckt darin eine einfache Interaktion. Wird das Armband zweimal schnell gedrückt, löst es über das Smartphone einen Alarm aus und informiert hinterlegte Kontakte.

Bei der Entwicklung galten drei Regeln:

  1. Die Funktion darf nicht sichtbar sein.
  2. Die Aktivierung muss schnell funktionieren.
  3. Und das Schmuckstück muss sich im Alltag selbstverständlich tragen lassen.

Cerret beschreibt diesen Anspruch als diskreten Luxus mit einem klaren Zweck. Ein Schmuckstück, das man gerne trägt und das im entscheidenden Moment zuverlässig funktioniert.

Technisch hohe Ansprüche

Auch technisch ist das Produkt bewusst auf den Alltag ausgelegt. Die Konstruktion ist versiegelt und die Batterie hält rund zwei bis zweieinhalb Jahre. Danach kann sie ersetzt werden. Damit unterscheidet sich das Konzept von vielen Wearables, die regelmässig geladen werden müssen.

Bei den Materialien orientiert sich Cerret an klassischen Schmuckstandards. Verwendet werden unter anderem Silber-925-Beschichtungen sowie Vergoldungen in Roségold oder 24 Karat Gold. Die Stücke sollen hochwertig wirken und gleichzeitig robust genug für den täglichen Gebrauch sein.

Das Design entsteht in Genf. Für die Produktion arbeitet Cerret mit Partnern zusammen, die sowohl präzise Verarbeitung als auch technische Zuverlässigkeit gewährleisten können. Bevor ein Armband verschickt wird, durchläuft es zahlreiche Tests. Insgesamt sind es mehr als fünfzig Qualitätskontrollen. Dabei wird unter anderem überprüft, ob Hardware, Verbindung zum Smartphone und der gesamte Alarmablauf zuverlässig funktionieren.

Neue Produktideen entstehen meist aus realen Alltagssituationen. Das Team denkt zuerst darüber nach, wie Menschen in einem unsicheren Moment reagieren könnten. Erst danach folgen Design, Prototypen und technische Integration. Auch Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern spielen eine wichtige Rolle, etwa bei der Gestaltung der App oder beim Aktivierungsmechanismus.

Schmuck, der Schutz bietet

Verkauft werden die Produkte derzeit hauptsächlich über die eigene Website. Cerret richtet sich an Menschen, die Sicherheit diskret in ihren Alltag integrieren möchten. Viele Kundinnen und Kunden kommen aus der Schweiz, erste Bestellungen erreichen das Unternehmen aber auch aus den USA und Grossbritannien.

Langfristig sehen die Gründer Cerret nicht nur als technisches Produkt, sondern als Marke. Wenn die Idee aufgeht, soll das Armband im Alltag einfach als Schmuck wahrgenommen werden. Ein elegantes Accessoire, das im Hintergrund Schutz bietet, ohne sich aufzudrängen.

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Niwes Willner
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Mit Cerret entsteht in Genf eine Schmuckmarke, die Design und persönliche Sicherheit verbindet. Die Armbänder sehen aus wie klassische Accessoires, können im Ernstfall jedoch diskret einen Alarm auslösen. Die Idee dahinter ist bewusst schlicht. Sicherheit soll sich ruhig und selbstverständlich anfühlen.

Der Ausgangspunkt für Cerret war eine persönliche Erfahrung. Nachdem eine nahestehende Person Opfer eines Übergriffs geworden war, begann der Gründer darüber nachzudenken, warum viele Sicherheitslösungen im entscheidenden Moment nicht funktionieren. In einer Stresssituation greift kaum jemand zuerst zum Smartphone oder sucht nach einem speziellen Gerät.

Die Frage war deshalb eine andere. Könnte ein Gegenstand, den man ohnehin jeden Tag trägt, diese Funktion übernehmen – zum Beispiel ein Schmuckstück.

Die Entwicklung begann 2022 zunächst als Experiment. Aus ersten Prototypen wurde Schritt für Schritt ein Unternehmen mit Sitz in Genf. Der Ansatz verbindet zwei Welten. Das Team beschreibt ihn selbst so, dass Cerret wie ein Schmuckstück gestaltet, aber wie ein technisches Produkt entwickelt wird.

Diskrete Technik im Alltag

Ein Beispiel dafür ist das Gold Double Chain Bracelet. Äusserlich wirkt es wie ein elegantes Schmuckstück. Tatsächlich steckt darin eine einfache Interaktion. Wird das Armband zweimal schnell gedrückt, löst es über das Smartphone einen Alarm aus und informiert hinterlegte Kontakte.

Bei der Entwicklung galten drei Regeln:

  1. Die Funktion darf nicht sichtbar sein.
  2. Die Aktivierung muss schnell funktionieren.
  3. Und das Schmuckstück muss sich im Alltag selbstverständlich tragen lassen.

Cerret beschreibt diesen Anspruch als diskreten Luxus mit einem klaren Zweck. Ein Schmuckstück, das man gerne trägt und das im entscheidenden Moment zuverlässig funktioniert.

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Auch technisch ist das Produkt bewusst auf den Alltag ausgelegt. Die Konstruktion ist versiegelt und die Batterie hält rund zwei bis zweieinhalb Jahre. Danach kann sie ersetzt werden. Damit unterscheidet sich das Konzept von vielen Wearables, die regelmässig geladen werden müssen.

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Das Design entsteht in Genf. Für die Produktion arbeitet Cerret mit Partnern zusammen, die sowohl präzise Verarbeitung als auch technische Zuverlässigkeit gewährleisten können. Bevor ein Armband verschickt wird, durchläuft es zahlreiche Tests. Insgesamt sind es mehr als fünfzig Qualitätskontrollen. Dabei wird unter anderem überprüft, ob Hardware, Verbindung zum Smartphone und der gesamte Alarmablauf zuverlässig funktionieren.

Neue Produktideen entstehen meist aus realen Alltagssituationen. Das Team denkt zuerst darüber nach, wie Menschen in einem unsicheren Moment reagieren könnten. Erst danach folgen Design, Prototypen und technische Integration. Auch Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern spielen eine wichtige Rolle, etwa bei der Gestaltung der App oder beim Aktivierungsmechanismus.

Schmuck, der Schutz bietet

Verkauft werden die Produkte derzeit hauptsächlich über die eigene Website. Cerret richtet sich an Menschen, die Sicherheit diskret in ihren Alltag integrieren möchten. Viele Kundinnen und Kunden kommen aus der Schweiz, erste Bestellungen erreichen das Unternehmen aber auch aus den USA und Grossbritannien.

Langfristig sehen die Gründer Cerret nicht nur als technisches Produkt, sondern als Marke. Wenn die Idee aufgeht, soll das Armband im Alltag einfach als Schmuck wahrgenommen werden. Ein elegantes Accessoire, das im Hintergrund Schutz bietet, ohne sich aufzudrängen.

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