Nicht jede Gründung beginnt mit einer skalierbaren Idee oder einem klaren Businessplan. Manchmal startet sie mit einer persönlichen Frage: Was will ich wirklich aufbauen? Und warum? Die Geschichte von Re:Nova ist genau so eine. Sie erzählt von einer Gründerin, die bewusst langsam gestartet ist, den Markt erst verstehen wollte und Struktur über Geschwindigkeit stellte.

Nachhaltigkeit ist längst zum Buzzword geworden. Zwischen Greenwashing, Luxus-Positionierung und unklaren Labels verlieren viele Konsument*innen den Überblick und kleine, wirklich nachhaltige Marken gehen im Markt unter. Genau hier setzt das Schweizer Startup Re:Nova an. Die Geschichte dahinter ist jedoch weniger eine Produktstory als die eines bewussten, strukturierten Gründungsprozesses.

CEO und Gründerin Divya Shori bringt über 15 Jahre Erfahrung in Marketing, Business Development und IT-Strategie mit. Sie arbeitete lange in Indien, unter anderem im Consulting, und unterstützte Unternehmen dabei, Prozesse zu verbessern und profitabler zu werden. Parallel dazu beschäftigte sie sich immer wieder mit nachhaltiger Mode und arbeitete mit lokalen Handwerker*innen zusammen. Ein Thema, das sie auch nach dem Umzug in die Schweiz nicht losliess. «Ich wollte etwas starten, mit dem ich auch wirklich Impact schaffen kann.» Der Umzug nach Zürich vor drei Jahren bedeutete für Shori einen Neuanfang ohne bestehendes Netzwerk. Statt sich zurückzuziehen, begann sie früh, sich aktiv einzubringen, Kontakte zu knüpfen und den Markt zu verstehen, unter anderem durch ehrenamtliches Engagement bei Organisationen wie TEDxZurich.

Schritt für Schritt Erfahrungen machen

Die ersten Schritte von Re:Nova waren bewusst experimentell. Launch-Events mit internationalen Marken zeigten schnell, dass Produkte und Designs, die in Indien funktionieren, nicht automatisch auch in der Schweiz Anklang finden. Farben, Schnitte und Grössen mussten angepasst werden. Diese Learnings flossen iterativ in die Weiterentwicklung des Konzepts ein. 

Ursprünglich war Re:Nova als Plattform für eine einzelne Marke gedacht. Doch je tiefer Shori in den Markt eintauchte, desto klarer wurde das grössere Problem: Kleine, wirklich nachhaltige Brands haben kaum Sichtbarkeit, während grosse Player Nachhaltigkeit oft nur als Trend nutzen. Re:Nova versteht sich daher nicht als klassischer Marktplatz, sondern als langfristiges Projekt, das Transparenz schaffen und Orientierung geben will, für Konsument*innen ebenso wie für Brands. Nachhaltiger Konsum soll alltagstauglich werden und nicht automatisch mit Luxus gleichgesetzt sein.

Klarheit dank Accelerator-Programme

Die Ideenphase startete im Oktober 2024, die Schweizer GmbH wurde 2025 gegründet, ein bewusster Schritt, auch mit Blick auf die Finanzierung. Begleitende Programme wie die Bridge- und Accelerator-Programme von SINGA Switzerland halfen dabei, Geschäftsmodell, Finanzplanung und strategische Ausrichtung zu schärfen. Divyas Arbeitsweise ist dabei stark von Struktur und Priorisierung geprägt, hauptsächlich dank ihrer beruflichen Erfahrung im Consulting. Hieraus zog sie auch ihr grösstes Learning, das sie anderen Gründer*innen mitgeben möchte: «Das Wichtigste ist zu wissen, worauf man nicht fokussieren sollte. Wenn man darüber Klarheit hat, spart das enorm viel Zeit und mentale Unruhe.»


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Swenja Willms
"Start-ups erzählen von Mut, Vision und der Bereitschaft, Risiken einzugehen und Neues zu schaffen."

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Nicht jede Gründung beginnt mit einer skalierbaren Idee oder einem klaren Businessplan. Manchmal startet sie mit einer persönlichen Frage: Was will ich wirklich aufbauen? Und warum? Die Geschichte von Re:Nova ist genau so eine. Sie erzählt von einer Gründerin, die bewusst langsam gestartet ist, den Markt erst verstehen wollte und Struktur über Geschwindigkeit stellte.

Nachhaltigkeit ist längst zum Buzzword geworden. Zwischen Greenwashing, Luxus-Positionierung und unklaren Labels verlieren viele Konsument*innen den Überblick und kleine, wirklich nachhaltige Marken gehen im Markt unter. Genau hier setzt das Schweizer Startup Re:Nova an. Die Geschichte dahinter ist jedoch weniger eine Produktstory als die eines bewussten, strukturierten Gründungsprozesses.

CEO und Gründerin Divya Shori bringt über 15 Jahre Erfahrung in Marketing, Business Development und IT-Strategie mit. Sie arbeitete lange in Indien, unter anderem im Consulting, und unterstützte Unternehmen dabei, Prozesse zu verbessern und profitabler zu werden. Parallel dazu beschäftigte sie sich immer wieder mit nachhaltiger Mode und arbeitete mit lokalen Handwerker*innen zusammen. Ein Thema, das sie auch nach dem Umzug in die Schweiz nicht losliess. «Ich wollte etwas starten, mit dem ich auch wirklich Impact schaffen kann.» Der Umzug nach Zürich vor drei Jahren bedeutete für Shori einen Neuanfang ohne bestehendes Netzwerk. Statt sich zurückzuziehen, begann sie früh, sich aktiv einzubringen, Kontakte zu knüpfen und den Markt zu verstehen, unter anderem durch ehrenamtliches Engagement bei Organisationen wie TEDxZurich.

Schritt für Schritt Erfahrungen machen

Die ersten Schritte von Re:Nova waren bewusst experimentell. Launch-Events mit internationalen Marken zeigten schnell, dass Produkte und Designs, die in Indien funktionieren, nicht automatisch auch in der Schweiz Anklang finden. Farben, Schnitte und Grössen mussten angepasst werden. Diese Learnings flossen iterativ in die Weiterentwicklung des Konzepts ein. 

Ursprünglich war Re:Nova als Plattform für eine einzelne Marke gedacht. Doch je tiefer Shori in den Markt eintauchte, desto klarer wurde das grössere Problem: Kleine, wirklich nachhaltige Brands haben kaum Sichtbarkeit, während grosse Player Nachhaltigkeit oft nur als Trend nutzen. Re:Nova versteht sich daher nicht als klassischer Marktplatz, sondern als langfristiges Projekt, das Transparenz schaffen und Orientierung geben will, für Konsument*innen ebenso wie für Brands. Nachhaltiger Konsum soll alltagstauglich werden und nicht automatisch mit Luxus gleichgesetzt sein.

Klarheit dank Accelerator-Programme

Die Ideenphase startete im Oktober 2024, die Schweizer GmbH wurde 2025 gegründet, ein bewusster Schritt, auch mit Blick auf die Finanzierung. Begleitende Programme wie die Bridge- und Accelerator-Programme von SINGA Switzerland halfen dabei, Geschäftsmodell, Finanzplanung und strategische Ausrichtung zu schärfen. Divyas Arbeitsweise ist dabei stark von Struktur und Priorisierung geprägt, hauptsächlich dank ihrer beruflichen Erfahrung im Consulting. Hieraus zog sie auch ihr grösstes Learning, das sie anderen Gründer*innen mitgeben möchte: «Das Wichtigste ist zu wissen, worauf man nicht fokussieren sollte. Wenn man darüber Klarheit hat, spart das enorm viel Zeit und mentale Unruhe.»


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