«Startups haben oft Schwierigkeiten, konsequent zu priorisieren»

Die Gründerszene wächst und so auch die Konkurrenz auf der Suche nach Investoren. Viele Gründer scheitern und nur wenige schaffen es, ihr Unternehmen nachhaltig zu führen. Lukas Weder, Mitgründer von eat.ch, ist einer von jenen, die es geschafft haben – und heute selbst als Partner von Founderful in Startups investiert.

Lukas Weder kann sich stolz als erfolgreichen Gründer bezeichnen. 2008 hat er erfolgreich den Online-Lieferservice Eat.ch gegründet. Durch den anschliessenden Verkauf von Eat.ch an den Giganten Just Eat hat Lukas wertvolle Erfahrungen in allen Phasen des Startup-Zyklus sammeln können. Vom Markteinstieg bis zum Marktausstieg. Seit Mitte 2016 ist der Gründer als Partner von Founderful (früher: Wingman AG) tätig.

Jede Woche entstehen neue Startups. Was sind für dich auffällige Merkmale von erfolgreichen Startups?

Die wichtigste Basis für ein erfolgreiches Startup ist ein ambitioniertes und talentiertes Gründerteam. Ein solches Team ist fähig, Produkte und Services zu entwickeln, die signifikant besser sind als bestehende Lösungen. Erfolgreiche Startups haben zudem ihr Produkt oder ihren Service häufig für grosse oder schnell wachsende Märke entwickelt, um nachhaltiges Wachstum gewährleisten zu können.

Was empfiehlst du Startups, was es bei einer Gründung besonders zu beachten gilt?

Es ist wichtig, dass die Gründerinnen und Gründer einen Aktionärsbindungsvertrag unterzeichnen, in welchem sie ihre Zusammenarbeit und auch mögliche Szenarien für die kommenden Jahre regeln. Hier empfiehlt es sich stark, mit einer spezialisierten Anwältin oder einem spezialisierten Anwalt zusammenzuarbeiten.

Wie kommt man als Startup zu Investoren?

Als Startup überlegt man sich zuerst am besten, welche Investoren-Typen (Family & Friends, Business Angels, Venture Capitalists, Corporates) zur aktuellen Phase des Unternehmens passen und neben dem Investment auch noch mit Know-how und Netzwerk unterstützen können. Danach beginnt die eigentliche Fundraising-Arbeit: Listen erstellen, Meetings aufgleisen, Networking, Pitching-Events, nachfassen, etc. Sobald die Runde erfolgreich geschlossen wurde, empfiehlt es sich, eine sehr gute Investoren-Kommunikation aufzusetzen. Nach dem Fundraising ist ja bekanntlich vor dem Fundraising.

Was sind Fehler, die du bei Startups häufig siehst?

Man sieht häufig, dass Startups Schwierigkeiten haben, konsequent zu priorisieren. Einige Startups entwickeln auch zu lange im stillen Kämmerlein, bevor sie mit potentiellen Kunden sprechen.

Was denkst du, wie diese Fehler vermieden werden können?

Ein Team sollte zusammen die Prioritäten definieren. Die Herausforderung dabei ist vor allen zu definieren, was aktuell NICHT gemacht werden soll. Zudem sollte ein Startup schon möglichst früh mit möglichst vielen potentiellen Kunden sprechen, um Marktfeedback einzuholen.

Founderful bietet nicht nur Kapital, sondern auch Coaching. Warum ist das wichtig?

Für ein Startup kann es sehr wertvoll sein, sich mit Leuten auszutauschen, die selber schon erfolgreich Startups aufgebaut haben oder sonst relevante Erfahrung an den Tisch bringen können. Mit solchen Coaches an der Seite können Fehler vermieden und manche Herausforderungen schneller gemeistert werden.

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Alyssia Kugler
"Interviews mit Startups zu führen, ermöglicht es mir unserer Leserschaft Inspiration, Erfahrungswerte und authentische Einblicke ins Gründerleben und den Unternehmensaufbau zu geben."

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Die Gründerszene wächst und so auch die Konkurrenz auf der Suche nach Investoren. Viele Gründer scheitern und nur wenige schaffen es, ihr Unternehmen nachhaltig zu führen. Lukas Weder, Mitgründer von eat.ch, ist einer von jenen, die es geschafft haben – und heute selbst als Partner von Founderful in Startups investiert.

Lukas Weder kann sich stolz als erfolgreichen Gründer bezeichnen. 2008 hat er erfolgreich den Online-Lieferservice Eat.ch gegründet. Durch den anschliessenden Verkauf von Eat.ch an den Giganten Just Eat hat Lukas wertvolle Erfahrungen in allen Phasen des Startup-Zyklus sammeln können. Vom Markteinstieg bis zum Marktausstieg. Seit Mitte 2016 ist der Gründer als Partner von Founderful (früher: Wingman AG) tätig.

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Die wichtigste Basis für ein erfolgreiches Startup ist ein ambitioniertes und talentiertes Gründerteam. Ein solches Team ist fähig, Produkte und Services zu entwickeln, die signifikant besser sind als bestehende Lösungen. Erfolgreiche Startups haben zudem ihr Produkt oder ihren Service häufig für grosse oder schnell wachsende Märke entwickelt, um nachhaltiges Wachstum gewährleisten zu können.

Was empfiehlst du Startups, was es bei einer Gründung besonders zu beachten gilt?

Es ist wichtig, dass die Gründerinnen und Gründer einen Aktionärsbindungsvertrag unterzeichnen, in welchem sie ihre Zusammenarbeit und auch mögliche Szenarien für die kommenden Jahre regeln. Hier empfiehlt es sich stark, mit einer spezialisierten Anwältin oder einem spezialisierten Anwalt zusammenzuarbeiten.

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Als Startup überlegt man sich zuerst am besten, welche Investoren-Typen (Family & Friends, Business Angels, Venture Capitalists, Corporates) zur aktuellen Phase des Unternehmens passen und neben dem Investment auch noch mit Know-how und Netzwerk unterstützen können. Danach beginnt die eigentliche Fundraising-Arbeit: Listen erstellen, Meetings aufgleisen, Networking, Pitching-Events, nachfassen, etc. Sobald die Runde erfolgreich geschlossen wurde, empfiehlt es sich, eine sehr gute Investoren-Kommunikation aufzusetzen. Nach dem Fundraising ist ja bekanntlich vor dem Fundraising.

Was sind Fehler, die du bei Startups häufig siehst?

Man sieht häufig, dass Startups Schwierigkeiten haben, konsequent zu priorisieren. Einige Startups entwickeln auch zu lange im stillen Kämmerlein, bevor sie mit potentiellen Kunden sprechen.

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Ein Team sollte zusammen die Prioritäten definieren. Die Herausforderung dabei ist vor allen zu definieren, was aktuell NICHT gemacht werden soll. Zudem sollte ein Startup schon möglichst früh mit möglichst vielen potentiellen Kunden sprechen, um Marktfeedback einzuholen.

Founderful bietet nicht nur Kapital, sondern auch Coaching. Warum ist das wichtig?

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