Gesünder trinken, ohne auf Geschmack zu verzichten. Noosh setzt auf ein probiotisches Getränk, das Limonade, Kombucha und Forschung vereint. Der Ansatz: Wissenschaftlich fundiert, und mit dem klaren Ziel, eine kleine Marke mit grosser Wirkung zu schaffen.

Wasserkefir kennt in Europa kaum jemand. Dabei steckt in dem fermentierten Getränk ein überraschend grosses Potenzial. Es enthält lebende Mikroorganismen, die sich positiv auf den Darm und damit auf das gesamte Wohlbefinden auswirken können. Die Forschung zeigt, dass eine vielfältige Darmflora nicht nur die Verdauung beeinflusst, sondern auch das Immunsystem und die Stimmung. Während Kombucha langsam populär wird, ist Wasserkefir weitgehend unentdeckt. Genau hier setzt Noosh Drinks an.

Aus Neugier wurde Forschung und schliesslich eine Firma

Gegründet wurde das Startup zwar erst 2024, doch die Idee reifte schon seit 2021. Der Anstoss kam durch einen Kollegen, der Wasserkefir zu Hause fermentierte. Aus Neugier wurde Forschung, unterstützt von der HES-SO Valais. Heute produziert Noosh in Sion in einem halbautomatisierten Verfahren bis zu 1’200 Liter pro Charge. Die sensiblen Mikroorganismen reagieren empfindlich auf jede Veränderung, ob bei Temperatur, Zucker oder Sauerstoff. Damit der Geschmack konstant bleibt und die probiotische Wirkung erhalten, musste der gesamte Fermentationsprozess in enger Abstimmung zwischen Labor, Technik und Erfahrung optimiert werden.

Das Ziel ist ein Getränk, das schmeckt und wirkt. «Viele probiotische Produkte schmecken zu sauer oder haben wenig Charakter. Wir wollten etwas, das Menschen gerne trinken, nicht nur weil es gesund ist», sagt das Team. Vier Sorten sind derzeit erhältlich. «Nature Spring» mit Zitrone, «Mojito Glacier» mit Minze, «Pink Lady» mit Hibiskus und «Orange Warrior» mit Kurkuma. Alle setzen auf Natürlichkeit und Geschmack ohne zugesetzten Zucker, aber mit spürbarem Profil.

Vom Produkt zum Publikum

Der Vertrieb erfolgt über den eigenen Online-Shop sowie in Bioläden, Bars und Restaurants im Wallis. Erste Partnerschaften mit Getränkehändlern sind in Planung. Einnahmen erzielt Noosh sowohl durch Direktverkäufe als auch durch Präsenz an Veranstaltungen wie Yogaretreats oder Nachhaltigkeitskonferenzen. Noch ist der Absatz überschaubar, doch das Interesse wächst. Besonders positiv ist das direkte Kundenfeedback. Einige berichten von besserer Verdauung, andere von erholsamerem Schlaf oder weniger Völlegefühl. Auch Menschen ohne Beschwerden greifen gerne zu, als Alternative zu Süssgetränken oder Alkohol.

Das Team umfasst sechs Personen mit Hintergründen in Biotechnologie, Chemie, Design und Marketing. Diese Mischung prägt das Unternehmen, wissenschaftlich fundiert und zugleich visuell klar und zielgruppenorientiert. «Wir sprechen Menschen an, die ein aktives Leben führen und bewusst konsumieren», heisst es bei Noosh. Die Etiketten sind ansprechend, die Namen einfach zu merken und die Botschaft eindeutig. Unsere probiotischen Getränke sollen Teil eines gesunden Alltags werden.

Wirkung statt Masse

Die Mission von Noosh ist es, den Wasserkefir in Europa bekannt zu machen. In den USA ist der Markt für probiotische Getränke bereits etabliert, in der Schweiz steht er noch am Anfang, dies möchten wir ändern. Dabei geht es nicht um Trendgetränke, sondern um langfristige Wirkung. «Drink healthier, live better» ist nicht nur ein Slogan, sondern eine Überzeugung. Unsere Vision ist eine aufgeklärte Trinkkultur, in der Gesundheit nicht als Verzicht verstanden wird, sondern als Erweiterung.

In fünf Jahren soll Noosh in der ganzen Schweiz bekannt sein. Als Marke für bewussten Genuss, präsent an Sportevents, in nachhaltigen Gastronomie-Bereichen und vielleicht auch im Ausland. Das Sortiment soll wachsen, aber nur dann, wenn neue Sorten echte Ergänzungen darstellen. Für Noosh zählt nicht die Masse, sondern die Wirkung. Noosh zeigt, dass Gesundheit auch gut schmecken kann und dass Mikroben mehr können als nur Lebensmittel konservieren.

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Niwes Willner

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Gesünder trinken, ohne auf Geschmack zu verzichten. Noosh setzt auf ein probiotisches Getränk, das Limonade, Kombucha und Forschung vereint. Der Ansatz: Wissenschaftlich fundiert, und mit dem klaren Ziel, eine kleine Marke mit grosser Wirkung zu schaffen.

Wasserkefir kennt in Europa kaum jemand. Dabei steckt in dem fermentierten Getränk ein überraschend grosses Potenzial. Es enthält lebende Mikroorganismen, die sich positiv auf den Darm und damit auf das gesamte Wohlbefinden auswirken können. Die Forschung zeigt, dass eine vielfältige Darmflora nicht nur die Verdauung beeinflusst, sondern auch das Immunsystem und die Stimmung. Während Kombucha langsam populär wird, ist Wasserkefir weitgehend unentdeckt. Genau hier setzt Noosh Drinks an.

Aus Neugier wurde Forschung und schliesslich eine Firma

Gegründet wurde das Startup zwar erst 2024, doch die Idee reifte schon seit 2021. Der Anstoss kam durch einen Kollegen, der Wasserkefir zu Hause fermentierte. Aus Neugier wurde Forschung, unterstützt von der HES-SO Valais. Heute produziert Noosh in Sion in einem halbautomatisierten Verfahren bis zu 1’200 Liter pro Charge. Die sensiblen Mikroorganismen reagieren empfindlich auf jede Veränderung, ob bei Temperatur, Zucker oder Sauerstoff. Damit der Geschmack konstant bleibt und die probiotische Wirkung erhalten, musste der gesamte Fermentationsprozess in enger Abstimmung zwischen Labor, Technik und Erfahrung optimiert werden.

Das Ziel ist ein Getränk, das schmeckt und wirkt. «Viele probiotische Produkte schmecken zu sauer oder haben wenig Charakter. Wir wollten etwas, das Menschen gerne trinken, nicht nur weil es gesund ist», sagt das Team. Vier Sorten sind derzeit erhältlich. «Nature Spring» mit Zitrone, «Mojito Glacier» mit Minze, «Pink Lady» mit Hibiskus und «Orange Warrior» mit Kurkuma. Alle setzen auf Natürlichkeit und Geschmack ohne zugesetzten Zucker, aber mit spürbarem Profil.

Vom Produkt zum Publikum

Der Vertrieb erfolgt über den eigenen Online-Shop sowie in Bioläden, Bars und Restaurants im Wallis. Erste Partnerschaften mit Getränkehändlern sind in Planung. Einnahmen erzielt Noosh sowohl durch Direktverkäufe als auch durch Präsenz an Veranstaltungen wie Yogaretreats oder Nachhaltigkeitskonferenzen. Noch ist der Absatz überschaubar, doch das Interesse wächst. Besonders positiv ist das direkte Kundenfeedback. Einige berichten von besserer Verdauung, andere von erholsamerem Schlaf oder weniger Völlegefühl. Auch Menschen ohne Beschwerden greifen gerne zu, als Alternative zu Süssgetränken oder Alkohol.

Das Team umfasst sechs Personen mit Hintergründen in Biotechnologie, Chemie, Design und Marketing. Diese Mischung prägt das Unternehmen, wissenschaftlich fundiert und zugleich visuell klar und zielgruppenorientiert. «Wir sprechen Menschen an, die ein aktives Leben führen und bewusst konsumieren», heisst es bei Noosh. Die Etiketten sind ansprechend, die Namen einfach zu merken und die Botschaft eindeutig. Unsere probiotischen Getränke sollen Teil eines gesunden Alltags werden.

Wirkung statt Masse

Die Mission von Noosh ist es, den Wasserkefir in Europa bekannt zu machen. In den USA ist der Markt für probiotische Getränke bereits etabliert, in der Schweiz steht er noch am Anfang, dies möchten wir ändern. Dabei geht es nicht um Trendgetränke, sondern um langfristige Wirkung. «Drink healthier, live better» ist nicht nur ein Slogan, sondern eine Überzeugung. Unsere Vision ist eine aufgeklärte Trinkkultur, in der Gesundheit nicht als Verzicht verstanden wird, sondern als Erweiterung.

In fünf Jahren soll Noosh in der ganzen Schweiz bekannt sein. Als Marke für bewussten Genuss, präsent an Sportevents, in nachhaltigen Gastronomie-Bereichen und vielleicht auch im Ausland. Das Sortiment soll wachsen, aber nur dann, wenn neue Sorten echte Ergänzungen darstellen. Für Noosh zählt nicht die Masse, sondern die Wirkung. Noosh zeigt, dass Gesundheit auch gut schmecken kann und dass Mikroben mehr können als nur Lebensmittel konservieren.

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