Swiss EP: Wenn Startup-Förderung in beide Richtungen wirkt

Seit über zehn Jahren baut das Swiss Entrepreneurship Program (Swiss EP) Startup-Ökosysteme in sieben Ländern auf. Davon profitieren lokale Gründerinnen und Gründer – und zunehmend auch Schweizer Unternehmen und Investoren.

Swiss EP arbeitet in Vietnam, Peru, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Kosovo. Das vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) finanzierte Programm schafft für Startups Zugang zu Know-how, Netzwerken und Kapital. 26 Mitarbeitende und rund 680 Expertinnen und Experten unterstützen Startups, VCs und Angel Clubs. Denn finanzielle Mittel allein bilden noch kein Ökosystem.

Von Sarajevo in die Schweizer MedTech-Welt

Wie daraus konkrete Verbindungen in die Schweiz entstehen, zeigt AIsthesis aus Bosnien und Herzegowina. Das von Frauen gegründete MedTech-Startup wurde über Swiss EP mit Schweizer Experten und Institutionen vernetzt und als eines von vier ausländischen Startups in das MedTech Hub Booster Program in Bern aufgenommen. Mit Effectum Medical und Helbling Technik arbeitet das Unternehmen an regulatorischen und technologischen Fragen. So wird aus Entwicklungszusammenarbeit ein konkreter Zugang zum Schweizer Innovationsstandort.

Wirtschaftlicher Effekt wird messbar

Auch NetZero Pallet aus Vietnam zeigt, wie Unterstützung Wachstum ermöglicht. Das Unternehmen verwandelt landwirtschaftliche Abfälle in wiederverwendbare Paletten. Mit Swiss EP stärkte es 2025 Vertrieb und Verkaufsprozesse. Der Umsatz verdreifachte sich auf 1,1 Millionen US-Dollar; zugleich wuchs die Pipeline mit multinationalen Kunden.

Die Wirkung zeigt sich auch in den Zahlen: Seit 2015 wurden 12’485 Arbeitsplätze geschaffen, 51 Prozent davon mit Frauen besetzt. Insgesamt wurden seit Beginn des Programms CHF 721 Millionen Kapital mobilisiert, 89,5 Prozent davon privat. Allein im Jahr 2025 unterstützte Swiss EP 123 aktive Investorinnen und Investoren sowie 68 Organisationen zur Förderung von Startups.

Brücken zwischen Märkten und Menschen

Für die Schweiz entstehen daraus neue Chancen: Zugang zu aufstrebenden Märkten, neue Investitionsmöglichkeiten und Kontakte zu innovativen Unternehmen. Gleichzeitig entwickeln sich langfristige Handelsbeziehungen – wie das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam zeigt, das sich aktuell in der finalen Verhandlungsphase befindet. 

Swiss EP versteht Entwicklung als Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn lokale Ökosysteme stärker werden, profitieren nicht nur die geförderten Länder. Es entstehen neue Märkte, Partnerschaften und Investitionsmöglichkeiten – und damit auch ein wirtschaftlicher Mehrwert für die Schweiz.

Bildlegende: Das Swiss EP Team. Acht Länder, Eine Mission: die Förderung von Startup-Ökosystemen weltweit.

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Author: Timo Sturn

Timo Sturn
Ich bewundere Menschen die sich nicht mit dem Bestehenden zufrieden geben, sondern bereit sind ein Wagnis einzugehen, um etwas Neues zu erschaffen.

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In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.

23 Questions mit Scewo. 

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Seit über zehn Jahren baut das Swiss Entrepreneurship Program (Swiss EP) Startup-Ökosysteme in sieben Ländern auf. Davon profitieren lokale Gründerinnen und Gründer – und zunehmend auch Schweizer Unternehmen und Investoren.

Swiss EP arbeitet in Vietnam, Peru, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Kosovo. Das vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) finanzierte Programm schafft für Startups Zugang zu Know-how, Netzwerken und Kapital. 26 Mitarbeitende und rund 680 Expertinnen und Experten unterstützen Startups, VCs und Angel Clubs. Denn finanzielle Mittel allein bilden noch kein Ökosystem.

Von Sarajevo in die Schweizer MedTech-Welt

Wie daraus konkrete Verbindungen in die Schweiz entstehen, zeigt AIsthesis aus Bosnien und Herzegowina. Das von Frauen gegründete MedTech-Startup wurde über Swiss EP mit Schweizer Experten und Institutionen vernetzt und als eines von vier ausländischen Startups in das MedTech Hub Booster Program in Bern aufgenommen. Mit Effectum Medical und Helbling Technik arbeitet das Unternehmen an regulatorischen und technologischen Fragen. So wird aus Entwicklungszusammenarbeit ein konkreter Zugang zum Schweizer Innovationsstandort.

Wirtschaftlicher Effekt wird messbar

Auch NetZero Pallet aus Vietnam zeigt, wie Unterstützung Wachstum ermöglicht. Das Unternehmen verwandelt landwirtschaftliche Abfälle in wiederverwendbare Paletten. Mit Swiss EP stärkte es 2025 Vertrieb und Verkaufsprozesse. Der Umsatz verdreifachte sich auf 1,1 Millionen US-Dollar; zugleich wuchs die Pipeline mit multinationalen Kunden.

Die Wirkung zeigt sich auch in den Zahlen: Seit 2015 wurden 12’485 Arbeitsplätze geschaffen, 51 Prozent davon mit Frauen besetzt. Insgesamt wurden seit Beginn des Programms CHF 721 Millionen Kapital mobilisiert, 89,5 Prozent davon privat. Allein im Jahr 2025 unterstützte Swiss EP 123 aktive Investorinnen und Investoren sowie 68 Organisationen zur Förderung von Startups.

Brücken zwischen Märkten und Menschen

Für die Schweiz entstehen daraus neue Chancen: Zugang zu aufstrebenden Märkten, neue Investitionsmöglichkeiten und Kontakte zu innovativen Unternehmen. Gleichzeitig entwickeln sich langfristige Handelsbeziehungen – wie das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam zeigt, das sich aktuell in der finalen Verhandlungsphase befindet. 

Swiss EP versteht Entwicklung als Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn lokale Ökosysteme stärker werden, profitieren nicht nur die geförderten Länder. Es entstehen neue Märkte, Partnerschaften und Investitionsmöglichkeiten – und damit auch ein wirtschaftlicher Mehrwert für die Schweiz.

Bildlegende: Das Swiss EP Team. Acht Länder, Eine Mission: die Förderung von Startup-Ökosystemen weltweit.

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