Finanzbetrug passiert heute nicht mehr über Nacht – sondern in Sekundenbruchteilen. Doch Vyntra hat selbst Millisekunden im Blick. Das Schweizer Fintech mit Sitz in Yverdon-les-Bains hilft Banken weltweit, Betrug und Geldwäsche in Echtzeit zu stoppen, während Zahlungen noch unterwegs sind. Möglich macht das eine Plattform, die künstliche Intelligenz mit vollständiger Transparenz über Zahlungsflüsse kombiniert.

Über 160 Banken und Finanzinstitute in Europa, Afrika, Nordamerika, dem Nahen Osten und Südostasien setzen inzwischen auf diese Technologie. Dass das Modell überzeugt, zeigt auch die Auszeichnung mit dem SEF.Growth High Potential Label, das skalierbare Unternehmen mit internationalem Wachstumspotenzial würdigt.

Vom Hochschul-Spin-off zum globalen Player

Die Wurzeln von Vyntra reichen zurück ins Jahr 2007. Damals entstand das Unternehmen – noch unter dem Namen NetGuardians – aus dem Innovationsumfeld der HEIG-VD im Kanton Waadt. Anfangs ging es um IT-Risiken und Audits. Doch mit dem Siegeszug von Mobile Banking und Instant Payments wurde klar: Starre Regeln reichen nicht mehr, um moderne Betrugsmuster zu erkennen.

Die Antwort: KI-gestützte Analyse von Transaktionen in Echtzeit. Banken wie Pictet, zahlreiche Schweizer Kantonalbanken und internationale Institute folgten. Ein weiterer Meilenstein kam 2025, als NetGuardians mit dem belgischen Analyse-Spezialisten Intix fusionierte – ermöglicht durch den Investor Summa Equity. Seitdem tritt die Gruppe unter dem Namen Vyntra auf und verbindet Betrugsbekämpfung mit umfassender Transaktionsübersicht auf einer gemeinsamen Plattform.

Betrug stoppen, ohne Kunden zu bremsen

Was Vyntra besonders macht, ist der Anspruch, Sicherheit und Nutzererlebnis gleichzeitig zu verbessern. Die Plattform erkennt verdächtige Zahlungen in Echtzeit, identifiziert interne Risiken und unterstützt Banken bei der Einhaltung strenger Geldwäschevorgaben – ohne unnötige Verzögerungen für Kundinnen und Kunden.

«Unsere Vision war es von Anfang an, Finanzinstituten die nötige Klarheit und Intelligenz zu geben, um Finanzkriminalität zu verhindern und zu stoppen», sagt Raffael Maio, Mitgründer und Chief Security Officer von Vyntra. «Heute liefern wir das über eine einheitliche Plattform, die Echtzeit-Transaktionsbeobachtung und KI-basierte Prävention verbindet – für mehr Transparenz, regulatorische Sicherheit und schnelles Risikomanagement.» 

Ein besonderes Element ist das sogenannte Community Scoring: Banken teilen anonymisierte Hinweise auf Betrugsversuche in einem sicheren Netzwerk. Erkennt eine Bank ein neues Muster, profitieren andere fast sofort davon. Für Betrüger wird es dadurch deutlich schwerer, von Institut zu Institut zu wechseln.

Warum das Thema immer wichtiger wird

Der Hintergrund: Finanzkriminalität nimmt weltweit zu, sowohl in Umfang als auch in Raffinesse. Gleichzeitig erwarten Kundinnen und Kunden, dass Zahlungen sofort funktionieren – ohne Rückfragen oder Verzögerungen. Regulierungsbehörden verlangen zudem immer häufiger Echtzeit-Kontrollen statt nachträglicher Prüfungen.

Vyntra positioniert sich genau an dieser Schnittstelle. Mit KI, die Fehlalarme reduziert, mit Systemen, die sich schnell in bestehende Bankinfrastrukturen integrieren lassen, und mit einem klaren Fokus auf hochvolumige und sofortige Zahlungen.

Ob daraus ein neuer Referenzstandard für die Branche wird, hängt davon ab, wie konsequent das Unternehmen weiter skaliert. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben: Technologie aus der Schweiz, internationale Kunden – und ein Markt, der gerade erst richtig Fahrt aufnimmt.


Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit SEF Growth entstanden.

Dir hat der Artikel gefallen?

Dann wirf doch auch einen Blick auf unseren letzten Beitrag – viel Spass beim lesen!

Svenja Pfister

FOUNDED

Videoformat

“23 Questions mit…”

In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.

23 Questions mit Scewo. 

Interview
Erfolgsgeschichten
Scaleups
Startups
Tipps
Geistiges Eigentum
Startup Ökosystem
Female Entrepreneur
Investoren & Fundraising

Finanzbetrug passiert heute nicht mehr über Nacht – sondern in Sekundenbruchteilen. Doch Vyntra hat selbst Millisekunden im Blick. Das Schweizer Fintech mit Sitz in Yverdon-les-Bains hilft Banken weltweit, Betrug und Geldwäsche in Echtzeit zu stoppen, während Zahlungen noch unterwegs sind. Möglich macht das eine Plattform, die künstliche Intelligenz mit vollständiger Transparenz über Zahlungsflüsse kombiniert.

Über 160 Banken und Finanzinstitute in Europa, Afrika, Nordamerika, dem Nahen Osten und Südostasien setzen inzwischen auf diese Technologie. Dass das Modell überzeugt, zeigt auch die Auszeichnung mit dem SEF.Growth High Potential Label, das skalierbare Unternehmen mit internationalem Wachstumspotenzial würdigt.

Vom Hochschul-Spin-off zum globalen Player

Die Wurzeln von Vyntra reichen zurück ins Jahr 2007. Damals entstand das Unternehmen – noch unter dem Namen NetGuardians – aus dem Innovationsumfeld der HEIG-VD im Kanton Waadt. Anfangs ging es um IT-Risiken und Audits. Doch mit dem Siegeszug von Mobile Banking und Instant Payments wurde klar: Starre Regeln reichen nicht mehr, um moderne Betrugsmuster zu erkennen.

Die Antwort: KI-gestützte Analyse von Transaktionen in Echtzeit. Banken wie Pictet, zahlreiche Schweizer Kantonalbanken und internationale Institute folgten. Ein weiterer Meilenstein kam 2025, als NetGuardians mit dem belgischen Analyse-Spezialisten Intix fusionierte – ermöglicht durch den Investor Summa Equity. Seitdem tritt die Gruppe unter dem Namen Vyntra auf und verbindet Betrugsbekämpfung mit umfassender Transaktionsübersicht auf einer gemeinsamen Plattform.

Betrug stoppen, ohne Kunden zu bremsen

Was Vyntra besonders macht, ist der Anspruch, Sicherheit und Nutzererlebnis gleichzeitig zu verbessern. Die Plattform erkennt verdächtige Zahlungen in Echtzeit, identifiziert interne Risiken und unterstützt Banken bei der Einhaltung strenger Geldwäschevorgaben – ohne unnötige Verzögerungen für Kundinnen und Kunden.

«Unsere Vision war es von Anfang an, Finanzinstituten die nötige Klarheit und Intelligenz zu geben, um Finanzkriminalität zu verhindern und zu stoppen», sagt Raffael Maio, Mitgründer und Chief Security Officer von Vyntra. «Heute liefern wir das über eine einheitliche Plattform, die Echtzeit-Transaktionsbeobachtung und KI-basierte Prävention verbindet – für mehr Transparenz, regulatorische Sicherheit und schnelles Risikomanagement.» 

Ein besonderes Element ist das sogenannte Community Scoring: Banken teilen anonymisierte Hinweise auf Betrugsversuche in einem sicheren Netzwerk. Erkennt eine Bank ein neues Muster, profitieren andere fast sofort davon. Für Betrüger wird es dadurch deutlich schwerer, von Institut zu Institut zu wechseln.

Warum das Thema immer wichtiger wird

Der Hintergrund: Finanzkriminalität nimmt weltweit zu, sowohl in Umfang als auch in Raffinesse. Gleichzeitig erwarten Kundinnen und Kunden, dass Zahlungen sofort funktionieren – ohne Rückfragen oder Verzögerungen. Regulierungsbehörden verlangen zudem immer häufiger Echtzeit-Kontrollen statt nachträglicher Prüfungen.

Vyntra positioniert sich genau an dieser Schnittstelle. Mit KI, die Fehlalarme reduziert, mit Systemen, die sich schnell in bestehende Bankinfrastrukturen integrieren lassen, und mit einem klaren Fokus auf hochvolumige und sofortige Zahlungen.

Ob daraus ein neuer Referenzstandard für die Branche wird, hängt davon ab, wie konsequent das Unternehmen weiter skaliert. Die Voraussetzungen dafür scheinen gegeben: Technologie aus der Schweiz, internationale Kunden – und ein Markt, der gerade erst richtig Fahrt aufnimmt.


Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit SEF Growth entstanden.

Dir hat der Artikel gefallen?

Dann wirf doch auch einen Blick auf unseren letzten Beitrag – viel Spass beim lesen!