Mit FRISPEECH entwickelt Sahel Lahoo eine Plattform für freie, anonyme Kommentare – unabhängig davon, ob Webseiten eigene Kommentarspalten anbieten. Sein Ziel: mehr Meinungsvielfalt und weniger Hürden im digitalen Raum.

Als Sahel Lahoo einen Online-Artikel kommentieren wollte, waren die Kommentarspalten deaktiviert. Diese Erfahrung war für ihn der Auslöser, eine Plattform zu entwickeln, die Meinungsäusserung nicht von den Funktionen einzelner Webseiten abhängig macht. «Immer wieder fiel mir auf, dass viele Artikel nicht neutral formuliert waren und teilweise fehlerhafte Aussagen enthielten», sagt Sahel. «Doch oft fehlte die Möglichkeit, zu reagieren.»

Mit FRISPEECH will der heute 26-Jährige diese Lücke schliessen. Die Plattform ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, auf jeder Webseite Kommentare zu hinterlassen – auch wenn diese keine eigene Kommentarfunktion anbieten. Technisch funktioniert FRISPEECH über eine Web-App und eine Browser-Erweiterung, welche Kommentare unabhängig von der Seite selbst sichtbar macht. Dabei legt das Projekt Wert auf Anonymität, Datenschutz und die volle Kontrolle der Nutzer über ihre Inhalte.

Kommentare unabhängig – für mehr Dialog

FRISPEECH unterscheidet sich von klassischen Kommentarspalten: Die Beiträge sind vollständig unabhängig von der jeweiligen Webseite und benötigen keine Einbindung durch den Betreiber. Nutzerinnen und Nutzer können so etwa News-Artikel kommentieren, Meinungen zu Produkten abgeben oder Dienstleistungen bewerten – überall dort, wo sonst kein Dialog möglich ist. «Unser Fokus liegt auf Meinungsfreiheit, ohne Daten zu sammeln oder Nutzerverhalten zu verfolgen», erklärt Sahel.

Die ersten Rückmeldungen auf FRISPEECH seien überwiegend positiv. Viele schätzten die Möglichkeit, unkompliziert und anonym kommentieren zu können. Gleichzeitig gab es kritische Stimmen zur Gefahr von Missbrauch und mangelnder Moderation. «Wir haben klare Regeln und Schutzmechanismen entwickelt, um innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu agieren», sagt Sahel.

Eigene Ersparnisse für die Vision

Der Aufbau von FRISPEECH verlief nicht ohne Rückschläge. Sahel brach sein Studium ab, kündigte seinen festen Job und finanzierte den Aufbau komplett selbst. «Gerade in der Anfangszeit gab es Verzögerungen und Phasen des Zweifelns – aber nie am Projekt selbst», sagt er. Ein zentrales Learning für ihn: klare Prioritäten zu setzen und schon früh eine Community aufzubauen.

In den kommenden ein bis zwei Jahren soll FRISPEECH weiter wachsen. Sahel möchte die Plattform besonders in Ländern mit eingeschränkter Meinungsfreiheit positionieren. Die Grundnutzung soll dauerhaft kostenlos bleiben, während sich das Geschäftsmodell langfristig auf freiwillige Abos und Premium-Features stützt. Den Verkauf von Nutzerdaten schliesst FRISPEECH ausdrücklich aus. Am Ende soll FRISPEECH eine Alternative bieten – für alle, die ihre Meinung frei äussern wollen, auch dort, wo sie bisher nicht gehört wurde.


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Lothar Bazzanella

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Mit FRISPEECH entwickelt Sahel Lahoo eine Plattform für freie, anonyme Kommentare – unabhängig davon, ob Webseiten eigene Kommentarspalten anbieten. Sein Ziel: mehr Meinungsvielfalt und weniger Hürden im digitalen Raum.

Als Sahel Lahoo einen Online-Artikel kommentieren wollte, waren die Kommentarspalten deaktiviert. Diese Erfahrung war für ihn der Auslöser, eine Plattform zu entwickeln, die Meinungsäusserung nicht von den Funktionen einzelner Webseiten abhängig macht. «Immer wieder fiel mir auf, dass viele Artikel nicht neutral formuliert waren und teilweise fehlerhafte Aussagen enthielten», sagt Sahel. «Doch oft fehlte die Möglichkeit, zu reagieren.»

Mit FRISPEECH will der heute 26-Jährige diese Lücke schliessen. Die Plattform ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, auf jeder Webseite Kommentare zu hinterlassen – auch wenn diese keine eigene Kommentarfunktion anbieten. Technisch funktioniert FRISPEECH über eine Web-App und eine Browser-Erweiterung, welche Kommentare unabhängig von der Seite selbst sichtbar macht. Dabei legt das Projekt Wert auf Anonymität, Datenschutz und die volle Kontrolle der Nutzer über ihre Inhalte.

Kommentare unabhängig – für mehr Dialog

FRISPEECH unterscheidet sich von klassischen Kommentarspalten: Die Beiträge sind vollständig unabhängig von der jeweiligen Webseite und benötigen keine Einbindung durch den Betreiber. Nutzerinnen und Nutzer können so etwa News-Artikel kommentieren, Meinungen zu Produkten abgeben oder Dienstleistungen bewerten – überall dort, wo sonst kein Dialog möglich ist. «Unser Fokus liegt auf Meinungsfreiheit, ohne Daten zu sammeln oder Nutzerverhalten zu verfolgen», erklärt Sahel.

Die ersten Rückmeldungen auf FRISPEECH seien überwiegend positiv. Viele schätzten die Möglichkeit, unkompliziert und anonym kommentieren zu können. Gleichzeitig gab es kritische Stimmen zur Gefahr von Missbrauch und mangelnder Moderation. «Wir haben klare Regeln und Schutzmechanismen entwickelt, um innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu agieren», sagt Sahel.

Eigene Ersparnisse für die Vision

Der Aufbau von FRISPEECH verlief nicht ohne Rückschläge. Sahel brach sein Studium ab, kündigte seinen festen Job und finanzierte den Aufbau komplett selbst. «Gerade in der Anfangszeit gab es Verzögerungen und Phasen des Zweifelns – aber nie am Projekt selbst», sagt er. Ein zentrales Learning für ihn: klare Prioritäten zu setzen und schon früh eine Community aufzubauen.

In den kommenden ein bis zwei Jahren soll FRISPEECH weiter wachsen. Sahel möchte die Plattform besonders in Ländern mit eingeschränkter Meinungsfreiheit positionieren. Die Grundnutzung soll dauerhaft kostenlos bleiben, während sich das Geschäftsmodell langfristig auf freiwillige Abos und Premium-Features stützt. Den Verkauf von Nutzerdaten schliesst FRISPEECH ausdrücklich aus. Am Ende soll FRISPEECH eine Alternative bieten – für alle, die ihre Meinung frei äussern wollen, auch dort, wo sie bisher nicht gehört wurde.


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