Vom verschütteten Kaffee zur All-in-one-Software

Ein verschütteter Kaffee auf einem Regierapport wurde zum Auslöser für eine Geschäftsidee. Das Winterthurer Startup Finito entwickelt eine ERP-Software, die Firmenprozesse vereinfacht und zahlreiche Tools in einem System vereint.

Was als kleines Ärgernis auf einer Baustelle begann, entwickelte sich zur Basis eines digitalen Produkts. Lukas Szwedowicz ist Gründer und Geschäftsführer von Finito aus Winterthur. Gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Team entwickelt er eine ERP-Software, die betriebliche Abläufe vereinfacht. Ziel ist eine Lösung, die alle wichtigen Prozesse in einem System bündelt und andere Software überflüssig macht.

Wie aus dem unbrauchbaren Regierapport die ERP-Lösung entstand

Die Ursprungsidee entstand beim Hausbau seines Geschäftspartners. Ein handschriftlicher Regierapport wurde unbrauchbar, nachdem Kaffee darüber verschüttet wurde. Die naheliegende Frage folgte sofort: Warum werden solche Rapporte nicht digital verfasst? Aus dieser Idee entstand das erste Tool des digitalen Regierapportes. Bald kamen weitere Funktionen hinzu. Heute bietet Finito Module für Offerten, Rechnungen, Zeiterfassung, Ferienmanagement, Lagerbewirtschaftung und viele mehr an. Alles ist in einer einzigen Software integriert. «Wir sind extrem simpel. Nach einer Einarbeitungszeit von einer Stunde beherrscht man die Software», meint Szwedowicz. Genau diese Einfachheit gilt als ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal.

Lokale bis internationale Kundschaft

Die Kundschaft von Finito ist breit gefächert und reicht von Handwerksbetrieben bis zu Marketingfirmen. Das Startup ist lokal verankert, betreut aber auch internationale Kundschaft, unter anderem in Polen. Zu den grösseren Nutzenden zählt ein Kindergarten mit 70 Mitarbeitenden. Ein wichtiger Meilenstein war dementsprechend die Mehrsprachigkeit der Software. Finito ist heute auf Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Albanisch, Serbisch und Polnisch verfügbar.

Herausforderungen und Wachstum aus eigener Kraft

Der Start war anspruchsvoll. Gute Mitarbeitende zu finden und diese zu behalten, stellte das Team vor Herausforderungen. «Auch an erste Kunden zu kommen war schwierig, da die meisten Firmen bereits mit einer Software arbeiteten. Nach einem gemeinsamen Meeting konnten wir sie dann oft von uns überzeugen», verriet Szwedowicz. Auch ihr bestehendes Netzwerk aus früheren Tätigkeiten erwies sich bei der Kundengewinnung als grosser Vorteil. Mittlerweile nutzen 107 Firmen die Software. Finito arbeitet kostendeckend und erzielt erste Gewinne. Ihr Abomodell erwirtschaftet 30 Franken pro User im Monat, vereinzelte Kundinnen und Kunden befinden sich noch in der kostenlose Probephase.

Klare Vision von integrierter KI

Aktuell arbeitet Finito an der vollständigen Digitalisierung aller Teilschritte. Ein neues Modul für den Lagerbestand soll nachvollziehbar machen, welches Material vorhanden ist und wohin es fliesst. Kundenfeedback spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung. Langfristig plant das Startup die Integration von künstlicher Intelligenz. Eine digitale Assistenz soll Prozesse noch stärker automatisieren und vereinfachen.

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Jasmine Osterwalder
Ungefähr 80% aus allen Gründen, das etwas nicht passiert, ist weil die Leute es gar nicht erst versuchen. Ich will Menschen ermutigen, etwas zu wagen.

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Was als kleines Ärgernis auf einer Baustelle begann, entwickelte sich zur Basis eines digitalen Produkts. Lukas Szwedowicz ist Gründer und Geschäftsführer von Finito aus Winterthur. Gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Team entwickelt er eine ERP-Software, die betriebliche Abläufe vereinfacht. Ziel ist eine Lösung, die alle wichtigen Prozesse in einem System bündelt und andere Software überflüssig macht.

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Die Ursprungsidee entstand beim Hausbau seines Geschäftspartners. Ein handschriftlicher Regierapport wurde unbrauchbar, nachdem Kaffee darüber verschüttet wurde. Die naheliegende Frage folgte sofort: Warum werden solche Rapporte nicht digital verfasst? Aus dieser Idee entstand das erste Tool des digitalen Regierapportes. Bald kamen weitere Funktionen hinzu. Heute bietet Finito Module für Offerten, Rechnungen, Zeiterfassung, Ferienmanagement, Lagerbewirtschaftung und viele mehr an. Alles ist in einer einzigen Software integriert. «Wir sind extrem simpel. Nach einer Einarbeitungszeit von einer Stunde beherrscht man die Software», meint Szwedowicz. Genau diese Einfachheit gilt als ihr zentrales Alleinstellungsmerkmal.

Lokale bis internationale Kundschaft

Die Kundschaft von Finito ist breit gefächert und reicht von Handwerksbetrieben bis zu Marketingfirmen. Das Startup ist lokal verankert, betreut aber auch internationale Kundschaft, unter anderem in Polen. Zu den grösseren Nutzenden zählt ein Kindergarten mit 70 Mitarbeitenden. Ein wichtiger Meilenstein war dementsprechend die Mehrsprachigkeit der Software. Finito ist heute auf Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Albanisch, Serbisch und Polnisch verfügbar.

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Der Start war anspruchsvoll. Gute Mitarbeitende zu finden und diese zu behalten, stellte das Team vor Herausforderungen. «Auch an erste Kunden zu kommen war schwierig, da die meisten Firmen bereits mit einer Software arbeiteten. Nach einem gemeinsamen Meeting konnten wir sie dann oft von uns überzeugen», verriet Szwedowicz. Auch ihr bestehendes Netzwerk aus früheren Tätigkeiten erwies sich bei der Kundengewinnung als grosser Vorteil. Mittlerweile nutzen 107 Firmen die Software. Finito arbeitet kostendeckend und erzielt erste Gewinne. Ihr Abomodell erwirtschaftet 30 Franken pro User im Monat, vereinzelte Kundinnen und Kunden befinden sich noch in der kostenlose Probephase.

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Aktuell arbeitet Finito an der vollständigen Digitalisierung aller Teilschritte. Ein neues Modul für den Lagerbestand soll nachvollziehbar machen, welches Material vorhanden ist und wohin es fliesst. Kundenfeedback spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung. Langfristig plant das Startup die Integration von künstlicher Intelligenz. Eine digitale Assistenz soll Prozesse noch stärker automatisieren und vereinfachen.

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