Das Sport Tech Startup, CrowdSports, erreichte innerhalb von drei Jahren eine Bewertung von CHF 10 Millionen, sammelte über CHF 1.7 Millionen Kapital und hatte einen erfolgreichen Fernsehauftritt bei der Höhle der Löwen. Das junge Unternehmen denkt die Finanzierung von Sportvereinen neu und möchte Fans wieder ins Zentrum der Clubs rücken.
2023 gründeten Leroy Bächtold, Richard Lauper und Roger Grossenbacher das Unternehmen CrowdSports (ehemals CrowdTransfer). Die drei Sportfans sahen eine Lücke in der Finanzierung von Sportvereinen: Einerseits gibt es durch Investorenkonstrukte ein Verlust der Verbundenheit der Fans und andererseits haben Sportvereine keine Instrumente, um ihre Fans mit wenig Aufwand zu Teilhabern ihrer sportlichen Performance zu machen. Um diesbezüglich etwas zu bewegen, entschlossen sie sich, nicht weiter an der Seitenlinie zu stehen.
Ursprünglich wollte das Startup (Fussball-)Clubs dabei unterstützen, Geld für Spieler-Transfers zu sammeln. Sie realisierten schnell, dass ihr Konzept auch in anderen Sportarten Erfolg haben könnte und dass das Bedürfnis für Crowdsourcing nicht nur im Kontext von Spieler-Transfers bestand.
Eine Win-win-Situation für Fans und Clubs
Via CrowdSports können Fans ihren Lieblingsverein direkt mitfinanzieren und profitieren von exklusiven Angeboten. Denkbare Gegenleistungen sind Merchandise, Events oder Treffen. Auch sind Renditen möglich, wenn zum Beispiel ein Club in eine höhere Liga aufsteigt. Jeder Club kann selbst entscheiden, welche Gegenleistungen für einzelne Beträge in einer Kampagne angeboten werden. Passive Fans können dadurch zu aktiv partizipierenden ‘Fanvestoren’ werden.
Gleichzeitig profitieren auch die Clubs von den Kampagnen. Kleinere Vereine können durch die alternative Finanzierungsform ohne institutionelle Investoren Geld sammeln und so ihre Unabhängigkeit wahren. Zusätzlich fördern die Kampagnen nicht nur Fan Engagement sondern auch Transparenz, was in der heutigen Zeit auch für grössere Clubs immer zentraler ist.
«Wir möchten in der Champions League spielen»
Bisher wurden 21 Kampagnen erfolgreich durchgeführt und der internationale Sprung bereits erreicht: Neben Schweizer Fussball- und Eishockeyvereinen konnte das Gründertrio auch für deutsche und österreichische Sportvereine Kampagnen lancieren. Die grösste Kampagne wurde für die Spielvereinigung Bayreuth realisiert und der Verein konnte so über EUR 156’000 einsammeln.
Das Konzept scheint Anklang zu finden: bis zum 30. April 2026 lief eine Kampagne mit dem HC Davos. Das Schwergewicht im Schweizer Hockey möchte damit das Nachwuchsprogramm fördern. Sollte ein Nachwuchstalent den Sprung in die amerikanische NHL schaffen, winken den Investoren potenzielle Rückzahlungen von bis zu 250 Prozent.
Für die ambitionierten Ziele von CrowdSports ist die Schweizer Sportlandschaft jedoch zu klein. CEO Leroy sagt im Interview mit Founded.ch: «Unser Ziel sind die grossen, internationalen Clubs, wir sind aktuell im Gespräch mit mehreren Clubs in der Champions League.» Mehr Details dazu kann Leroy verständlicherweise jedoch noch nicht verraten.
Investoren glauben an Fan-Revolution
Das Potenzial der Idee findet nicht nur bei den Vereinen Anklang – auch Investoren haben erkannt, dass etwas Grosses entstehen könnte. Die Deutsche Sport1 GmbH investierte bereits im Jahr 2024. Ein Jahr später, im Herbst 2025, bekundeten gleich zwei Investoren bei ‘Die Höhle der Löwen’ Interesse daran, jeweils CHF 500’000 für 2.5 Prozent Firmenanteile zu investieren. «Die Verhandlungen dazu sind noch in vollem Gange», sagt Leroy im Interview. Im Gegensatz zu vielen anderen Startups scheint CrowdSports vorerst keine Probleme zu haben, ihr Vorhaben zu finanzieren.
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Das Sport Tech Startup, CrowdSports, erreichte innerhalb von drei Jahren eine Bewertung von CHF 10 Millionen, sammelte über CHF 1.7 Millionen Kapital und hatte einen erfolgreichen Fernsehauftritt bei der Höhle der Löwen. Das junge Unternehmen denkt die Finanzierung von Sportvereinen neu und möchte Fans wieder ins Zentrum der Clubs rücken.
2023 gründeten Leroy Bächtold, Richard Lauper und Roger Grossenbacher das Unternehmen CrowdSports (ehemals CrowdTransfer). Die drei Sportfans sahen eine Lücke in der Finanzierung von Sportvereinen: Einerseits gibt es durch Investorenkonstrukte ein Verlust der Verbundenheit der Fans und andererseits haben Sportvereine keine Instrumente, um ihre Fans mit wenig Aufwand zu Teilhabern ihrer sportlichen Performance zu machen. Um diesbezüglich etwas zu bewegen, entschlossen sie sich, nicht weiter an der Seitenlinie zu stehen.
Ursprünglich wollte das Startup (Fussball-)Clubs dabei unterstützen, Geld für Spieler-Transfers zu sammeln. Sie realisierten schnell, dass ihr Konzept auch in anderen Sportarten Erfolg haben könnte und dass das Bedürfnis für Crowdsourcing nicht nur im Kontext von Spieler-Transfers bestand.
Eine Win-win-Situation für Fans und Clubs
Via CrowdSports können Fans ihren Lieblingsverein direkt mitfinanzieren und profitieren von exklusiven Angeboten. Denkbare Gegenleistungen sind Merchandise, Events oder Treffen. Auch sind Renditen möglich, wenn zum Beispiel ein Club in eine höhere Liga aufsteigt. Jeder Club kann selbst entscheiden, welche Gegenleistungen für einzelne Beträge in einer Kampagne angeboten werden. Passive Fans können dadurch zu aktiv partizipierenden ‘Fanvestoren’ werden.
Gleichzeitig profitieren auch die Clubs von den Kampagnen. Kleinere Vereine können durch die alternative Finanzierungsform ohne institutionelle Investoren Geld sammeln und so ihre Unabhängigkeit wahren. Zusätzlich fördern die Kampagnen nicht nur Fan Engagement sondern auch Transparenz, was in der heutigen Zeit auch für grössere Clubs immer zentraler ist.
«Wir möchten in der Champions League spielen»
Bisher wurden 21 Kampagnen erfolgreich durchgeführt und der internationale Sprung bereits erreicht: Neben Schweizer Fussball- und Eishockeyvereinen konnte das Gründertrio auch für deutsche und österreichische Sportvereine Kampagnen lancieren. Die grösste Kampagne wurde für die Spielvereinigung Bayreuth realisiert und der Verein konnte so über EUR 156’000 einsammeln.
Das Konzept scheint Anklang zu finden: bis zum 30. April 2026 lief eine Kampagne mit dem HC Davos. Das Schwergewicht im Schweizer Hockey möchte damit das Nachwuchsprogramm fördern. Sollte ein Nachwuchstalent den Sprung in die amerikanische NHL schaffen, winken den Investoren potenzielle Rückzahlungen von bis zu 250 Prozent.
Für die ambitionierten Ziele von CrowdSports ist die Schweizer Sportlandschaft jedoch zu klein. CEO Leroy sagt im Interview mit Founded.ch: «Unser Ziel sind die grossen, internationalen Clubs, wir sind aktuell im Gespräch mit mehreren Clubs in der Champions League.» Mehr Details dazu kann Leroy verständlicherweise jedoch noch nicht verraten.
Investoren glauben an Fan-Revolution
Das Potenzial der Idee findet nicht nur bei den Vereinen Anklang – auch Investoren haben erkannt, dass etwas Grosses entstehen könnte. Die Deutsche Sport1 GmbH investierte bereits im Jahr 2024. Ein Jahr später, im Herbst 2025, bekundeten gleich zwei Investoren bei ‘Die Höhle der Löwen’ Interesse daran, jeweils CHF 500’000 für 2.5 Prozent Firmenanteile zu investieren. «Die Verhandlungen dazu sind noch in vollem Gange», sagt Leroy im Interview. Im Gegensatz zu vielen anderen Startups scheint CrowdSports vorerst keine Probleme zu haben, ihr Vorhaben zu finanzieren.




