Wasser ist lebensnotwendig, aber global ungleich verteilt. Evodrop möchte den Blick auf diese Ressource schärfen und schafft mit Wasserfiltern Lösungen, die Wasser schützen — in der Schweiz ebenso wie in Regionen mit knapper Versorgung.

Die Idee hinter Evodrop entstand nicht als klassisches Marktproblem, sondern aus sozialem Engagement. «Die Intention war, sauberes Wasser als Menschenrecht überall zugänglich zu machen und nicht als privates Privileg zu sehen», so Mitgründer Fabio Hüther. Ein unglückliches persönliches Ereignis verstärkte diesen Antrieb: der Verlust eines Patenkindes in Afrika – vermutlich aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser – wurde zum Wendepunkt. «Das war der finale Impuls, wo wir gesagt haben: Wasser ist der Hebel, da wollen wir etwas bewegen».

Dezentrale Filtersysteme für komplexe Herausforderungen

Parallel dazu rückten auch in Europa vermehrt Themen wie Pestizidrückstände, Nitratbelastung oder Ewigkeitschemikalien wie PFAS ins öffentliche Bewusstsein. Für Evodrop war klar: Es braucht Möglichkeiten, die unabhängig von zentralen Systemen funktionieren und direkt bei den Menschen ansetzen. Zwar existieren Wasserfilter schon länger, viele von ihnen sind jedoch wartungsintensiv oder auf Fachpersonal angewiesen. Anders bei Evodop: Ihre Filter sind niederschwellig konzipiert, sodass sie sich auch für private Haushalte eignen. Sie können selbstständig installiert sowie instand gehalten werden und kommen ohne Strom oder aufwändige Infrastruktur aus. 

Von Evodrops dezentralem Ansatz profitieren Regionen, in denen es kaum oder keine verlässliche Wasserversorgung gibt und verschmutztes Wasser vor Ort aufbereitet werden muss. Aber auch in der ersten Welt hat dieses System den Vorteil, dass Konsumentinnen und Konsumenten selbst Verantwortung für ihre Wasserqualität übernehmen können, anstatt sich nur auf die kommunale Wasseraufbereitung zu verlassen. «Die Versorger können die Wasserqualität logischerweise nur bis zu dem Punkt gewährleisten, an dem das Wasser aufbereitet wird», so Fabio. Alte Leitungen, lokale Belastungen oder neue Schadstoffe entziehen sich dieser Kontrolle. Genau hier kommt der Wasserfilter ins Spiel.

Der Wasserfilter von Evodrop funktioniert unabhängig von zentralen Systemen direkt bei den Menschen.

Wasser neu erleben: Geschmack, Gesundheit und Bedeutung

Evodrop verfolgt keinen One-size-fits-all-Ansatz. Wasser ist regional unterschiedlich belastet, und auch die Anforderungen variieren je nach Nutzung. Deshalb bietet das Unternehmen verschiedene Filtersysteme an – von zentralen Lösungen für die gesamte Hauswasserversorgung bis hin zu feineren Trinkwasserfiltern direkt am Wasserhahn. So lässt sich die Wasserqualität gezielt verbessern – angepasst an individuelle Bedürfnisse und lokale Gegebenheiten.

Durch die feinere Filtration lassen sich Stoffe wie Kalk oder Chlor gezielt reduzieren – mit spürbarem Effekt auf den Geschmack. Er spielt eine entscheidende Rolle dafür, wie viel Wasser Menschen trinken. Viele konsumieren zu wenig, nicht zuletzt aus sensorischen Gründen. Interne Untersuchungen von Evodrop zeigen: Gefiltertes Wasser wird im Vergleich zu Leitungswasser häufiger und mit mehr Genuss getrunken. Es wird als weicher und bekömmlicher wahrgenommen – ein Effekt, der sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. 

Transparenz für bewusste Entscheidungen

Evodrop verfolgt ein übergeordnetes Ziel: Wasser wieder als das wahrzunehmen, was es ist – eine lebenswichtige Ressource mit emotionaler Bedeutung. «Wasser wird oft wie Schwerindustrie behandelt, dabei ist es ein Grundbedürfnis.» Ein zentrale Bestandteil dieses Verständnisses ist Transparenz. Anstatt mit Unsicherheit oder Angst zu arbeiten, setzt das Unternehmen auf Aufklärung. In einem öffentlich zugänglichen Wissensbereich erklärt Evodrop, welche Stoffe im Wasser vorkommen können und wie Filterleistungen einzuordnen sind. 

«Wir sagen nicht, Leitungswasser ist schlecht», so Hüther. «Uns geht es darum, informierte Entscheidungen zu ermöglichen.» Laboranalysen und Leistungsangaben werden bewusst nachvollziehbar kommuniziert – gerade in einem Markt, in dem grosse Versprechen oft schwer überprüfbar sind. Fabio ist der Meinung: «Der Appell an uns alle ist, dass wir Wasser wieder bewusster behandeln und nicht vergessen, dass wir es schätzen und schützen sollten.»

Author: Imke Bolz

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"Einfach machen. Starten, loslegen und dabei nicht zu sehr an sich zweifeln." -Liliane Ableitner

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Wasser ist lebensnotwendig, aber global ungleich verteilt. Evodrop möchte den Blick auf diese Ressource schärfen und schafft mit Wasserfiltern Lösungen, die Wasser schützen — in der Schweiz ebenso wie in Regionen mit knapper Versorgung.

Die Idee hinter Evodrop entstand nicht als klassisches Marktproblem, sondern aus sozialem Engagement. «Die Intention war, sauberes Wasser als Menschenrecht überall zugänglich zu machen und nicht als privates Privileg zu sehen», so Mitgründer Fabio Hüther. Ein unglückliches persönliches Ereignis verstärkte diesen Antrieb: der Verlust eines Patenkindes in Afrika – vermutlich aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser – wurde zum Wendepunkt. «Das war der finale Impuls, wo wir gesagt haben: Wasser ist der Hebel, da wollen wir etwas bewegen».

Dezentrale Filtersysteme für komplexe Herausforderungen

Parallel dazu rückten auch in Europa vermehrt Themen wie Pestizidrückstände, Nitratbelastung oder Ewigkeitschemikalien wie PFAS ins öffentliche Bewusstsein. Für Evodrop war klar: Es braucht Möglichkeiten, die unabhängig von zentralen Systemen funktionieren und direkt bei den Menschen ansetzen. Zwar existieren Wasserfilter schon länger, viele von ihnen sind jedoch wartungsintensiv oder auf Fachpersonal angewiesen. Anders bei Evodop: Ihre Filter sind niederschwellig konzipiert, sodass sie sich auch für private Haushalte eignen. Sie können selbstständig installiert sowie instand gehalten werden und kommen ohne Strom oder aufwändige Infrastruktur aus. 

Von Evodrops dezentralem Ansatz profitieren Regionen, in denen es kaum oder keine verlässliche Wasserversorgung gibt und verschmutztes Wasser vor Ort aufbereitet werden muss. Aber auch in der ersten Welt hat dieses System den Vorteil, dass Konsumentinnen und Konsumenten selbst Verantwortung für ihre Wasserqualität übernehmen können, anstatt sich nur auf die kommunale Wasseraufbereitung zu verlassen. «Die Versorger können die Wasserqualität logischerweise nur bis zu dem Punkt gewährleisten, an dem das Wasser aufbereitet wird», so Fabio. Alte Leitungen, lokale Belastungen oder neue Schadstoffe entziehen sich dieser Kontrolle. Genau hier kommt der Wasserfilter ins Spiel.

Der Wasserfilter von Evodrop funktioniert unabhängig von zentralen Systemen direkt bei den Menschen.

Wasser neu erleben: Geschmack, Gesundheit und Bedeutung

Evodrop verfolgt keinen One-size-fits-all-Ansatz. Wasser ist regional unterschiedlich belastet, und auch die Anforderungen variieren je nach Nutzung. Deshalb bietet das Unternehmen verschiedene Filtersysteme an – von zentralen Lösungen für die gesamte Hauswasserversorgung bis hin zu feineren Trinkwasserfiltern direkt am Wasserhahn. So lässt sich die Wasserqualität gezielt verbessern – angepasst an individuelle Bedürfnisse und lokale Gegebenheiten.

Durch die feinere Filtration lassen sich Stoffe wie Kalk oder Chlor gezielt reduzieren – mit spürbarem Effekt auf den Geschmack. Er spielt eine entscheidende Rolle dafür, wie viel Wasser Menschen trinken. Viele konsumieren zu wenig, nicht zuletzt aus sensorischen Gründen. Interne Untersuchungen von Evodrop zeigen: Gefiltertes Wasser wird im Vergleich zu Leitungswasser häufiger und mit mehr Genuss getrunken. Es wird als weicher und bekömmlicher wahrgenommen – ein Effekt, der sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. 

Transparenz für bewusste Entscheidungen

Evodrop verfolgt ein übergeordnetes Ziel: Wasser wieder als das wahrzunehmen, was es ist – eine lebenswichtige Ressource mit emotionaler Bedeutung. «Wasser wird oft wie Schwerindustrie behandelt, dabei ist es ein Grundbedürfnis.» Ein zentrale Bestandteil dieses Verständnisses ist Transparenz. Anstatt mit Unsicherheit oder Angst zu arbeiten, setzt das Unternehmen auf Aufklärung. In einem öffentlich zugänglichen Wissensbereich erklärt Evodrop, welche Stoffe im Wasser vorkommen können und wie Filterleistungen einzuordnen sind. 

«Wir sagen nicht, Leitungswasser ist schlecht», so Hüther. «Uns geht es darum, informierte Entscheidungen zu ermöglichen.» Laboranalysen und Leistungsangaben werden bewusst nachvollziehbar kommuniziert – gerade in einem Markt, in dem grosse Versprechen oft schwer überprüfbar sind. Fabio ist der Meinung: «Der Appell an uns alle ist, dass wir Wasser wieder bewusster behandeln und nicht vergessen, dass wir es schätzen und schützen sollten.»