Flybotix baut Drohnen für Orte, an die man bisher Menschen entsenden musste. Oft auch an Orte und in Situationen, die aufwendig oder für einen Menschen schlicht unnötig riskant sind.
In vielen Industrien läuft das noch gleich wie vor Jahren. Inspektionen werden manuell gemacht. Leute steigen in Tanks und Rohre, bewegen sich entlang von Anlagen oder arbeiten mit Gerüsten und Seilen. Das braucht Zeit und ist nicht ganz ungefährlich. Gleichzeitig entstehen oft Stillstände, weil Anlagen für solche Arbeiten heruntergefahren werden müssen.
Warum klassische Drohnen nicht ausreichen
Genau das fiel den Gründern auf. Drohnen gab es zwar schon, aber in engen oder unübersichtlichen Umgebungen brachten sie wenig. Der Schwerpunkt und die technologische Herausforderung liegt im Innenbereich: Dort erhalten Drohnen kein Satellitensignal zur Orientierung und Stabilisierung. Weiter machen es enge Räume zusätzlich schwieriger. Zu kurze Flugzeit, zu wenig Kontrolle. Die Idee war dann weniger, bestehende Systeme zu verbessern, sondern etwas anders zu denken. Man hat Elemente von Helikoptern mit Multirotoren kombiniert und daraus ein eigenes System gebaut. Daraus entstand die Coax-Technologie.
Darauf basiert heute die ASIO-Drohne. Sie ist dafür gemacht, in engen, dunklen Bereichen zu fliegen, also genau dort, wo es schwierig wird. Viele Inspektionen lassen sich so deutlich einfacher durchführen als vorher. In manchen Fällen bedeutet das auch, dass Vorbereitungsschritte wegfallen, die früher selbstverständlich waren.
Die Gründer, Samir Bouabdallah und Alexandre Cherpillod, sind fest davon überzeugt: Drohnen sollen riskante Inspektionen machen.
Zwischen Forschung und Realität
Flybotix ist kein Software-Startup. Es ist ein globales Robotik-Unternehmen, das eine drohnenbasierte Lösung für die Inspektion und Digitalisierung von beengten Räumen entwickelt und dabei einen vollständigen Inspektions-Workflow liefert, von der Hardware bis zur Software. Samir Bouabdallah, Mitgründer von Flybotix, kommt aus der Robotik und hat lange an Flugsteuerung gearbeitet. Entsprechend stark ist der Fokus auf Stabilität, gerade in Situationen ohne GPS. Gleichzeitig musste das Ganze irgendwann im Alltag funktionieren. Genau dort brachte Mitgründer Alexandre Cherpillod seine Perspektive ein.
Denn draussen sieht es anders aus als im Labor. Staub, Feuchtigkeit, schlechte Sicht. Enge Räume, in denen wenig Platz für Fehler ist. Oft sind es genau diese Details, die darüber entscheiden, ob ein System im Einsatz funktioniert oder nicht. Die Drohnen sind darauf ausgelegt, das auszuhalten. Sie können anstossen und weiterfliegen. Sensoren helfen bei der Orientierung, auch wenn klassische Systeme nicht greifen. Vieles davon merkt man erst, wenn man die Systeme im Einsatz sieht.
Vom Flug zur Entscheidung
Ein Teil passiert in der Luft. Der andere Teil beginnt erst danach, bei der Auswertung der Daten. Die Drohnen sammeln Bilder, die anschliessend zu Modellen verarbeitet werden. So wird sichtbar, wie sich Anlagen über Zeit verändern. Für Unternehmen ist das oft entscheidend, weil sie schneller sehen, wo etwas nicht stimmt und reagieren können.
Gerade in der Energie oder Infrastruktur geht es schnell um viel Geld. Wenn eine Anlage stillsteht, kann das teuer werden. Wenn Inspektionen schneller gehen, merkt man das sofort. Oft sind es keine spektakulären Einsparungen auf den ersten Blick, sondern viele kleine Verbesserungen im Ablauf. Seit der Gründung hat sich Flybotix deutlich weiterentwickelt. Heute arbeiten über 35 Mitarbeitende im Unternehmen, dazu kommt ein Netzwerk von Partnern. Ein grosser Teil der Arbeit passiert nicht im Büro, sondern im direkten Austausch mit Kunden und in realen Einsätzen.
Was auffällt: Viel dreht sich um den Einsatz selbst. Die Systeme müssen funktionieren, nicht nur theoretisch. Entsprechend wichtig sind Schulungen und Support. Gerade am Anfang geht es oft darum, Vertrauen in die Technologie aufzubauen.
Ein Markt im Wandel
Der Markt wird gleichzeitig voller. Immer mehr Anbieter kommen dazu. Der Unterschied liegt für Flybotix weniger in einzelnen Funktionen als darin, wie zuverlässig alles zusammenspielt.
Besonders gefragt ist das aktuell in der Energiebranche und bei Infrastruktur. Dort sind die Anforderungen hoch und vieles läuft noch ziemlich analog. Langfristig ist die Idee eigentlich simpel. Menschen sollten nicht mehr in Situationen geschickt werden, die man technisch vermeiden kann. Wenn das irgendwann selbstverständlich wird, hat sich etwas verändert.
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Flybotix baut Drohnen für Orte, an die man bisher Menschen entsenden musste. Oft auch an Orte und in Situationen, die aufwendig oder für einen Menschen schlicht unnötig riskant sind.
In vielen Industrien läuft das noch gleich wie vor Jahren. Inspektionen werden manuell gemacht. Leute steigen in Tanks und Rohre, bewegen sich entlang von Anlagen oder arbeiten mit Gerüsten und Seilen. Das braucht Zeit und ist nicht ganz ungefährlich. Gleichzeitig entstehen oft Stillstände, weil Anlagen für solche Arbeiten heruntergefahren werden müssen.
Warum klassische Drohnen nicht ausreichen
Genau das fiel den Gründern auf. Drohnen gab es zwar schon, aber in engen oder unübersichtlichen Umgebungen brachten sie wenig. Der Schwerpunkt und die technologische Herausforderung liegt im Innenbereich: Dort erhalten Drohnen kein Satellitensignal zur Orientierung und Stabilisierung. Weiter machen es enge Räume zusätzlich schwieriger. Zu kurze Flugzeit, zu wenig Kontrolle. Die Idee war dann weniger, bestehende Systeme zu verbessern, sondern etwas anders zu denken. Man hat Elemente von Helikoptern mit Multirotoren kombiniert und daraus ein eigenes System gebaut. Daraus entstand die Coax-Technologie.
Darauf basiert heute die ASIO-Drohne. Sie ist dafür gemacht, in engen, dunklen Bereichen zu fliegen, also genau dort, wo es schwierig wird. Viele Inspektionen lassen sich so deutlich einfacher durchführen als vorher. In manchen Fällen bedeutet das auch, dass Vorbereitungsschritte wegfallen, die früher selbstverständlich waren.
Die Gründer, Samir Bouabdallah und Alexandre Cherpillod, sind fest davon überzeugt: Drohnen sollen riskante Inspektionen machen.
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Denn draussen sieht es anders aus als im Labor. Staub, Feuchtigkeit, schlechte Sicht. Enge Räume, in denen wenig Platz für Fehler ist. Oft sind es genau diese Details, die darüber entscheiden, ob ein System im Einsatz funktioniert oder nicht. Die Drohnen sind darauf ausgelegt, das auszuhalten. Sie können anstossen und weiterfliegen. Sensoren helfen bei der Orientierung, auch wenn klassische Systeme nicht greifen. Vieles davon merkt man erst, wenn man die Systeme im Einsatz sieht.
Vom Flug zur Entscheidung
Ein Teil passiert in der Luft. Der andere Teil beginnt erst danach, bei der Auswertung der Daten. Die Drohnen sammeln Bilder, die anschliessend zu Modellen verarbeitet werden. So wird sichtbar, wie sich Anlagen über Zeit verändern. Für Unternehmen ist das oft entscheidend, weil sie schneller sehen, wo etwas nicht stimmt und reagieren können.
Gerade in der Energie oder Infrastruktur geht es schnell um viel Geld. Wenn eine Anlage stillsteht, kann das teuer werden. Wenn Inspektionen schneller gehen, merkt man das sofort. Oft sind es keine spektakulären Einsparungen auf den ersten Blick, sondern viele kleine Verbesserungen im Ablauf. Seit der Gründung hat sich Flybotix deutlich weiterentwickelt. Heute arbeiten über 35 Mitarbeitende im Unternehmen, dazu kommt ein Netzwerk von Partnern. Ein grosser Teil der Arbeit passiert nicht im Büro, sondern im direkten Austausch mit Kunden und in realen Einsätzen.
Was auffällt: Viel dreht sich um den Einsatz selbst. Die Systeme müssen funktionieren, nicht nur theoretisch. Entsprechend wichtig sind Schulungen und Support. Gerade am Anfang geht es oft darum, Vertrauen in die Technologie aufzubauen.
Ein Markt im Wandel
Der Markt wird gleichzeitig voller. Immer mehr Anbieter kommen dazu. Der Unterschied liegt für Flybotix weniger in einzelnen Funktionen als darin, wie zuverlässig alles zusammenspielt.
Besonders gefragt ist das aktuell in der Energiebranche und bei Infrastruktur. Dort sind die Anforderungen hoch und vieles läuft noch ziemlich analog. Langfristig ist die Idee eigentlich simpel. Menschen sollten nicht mehr in Situationen geschickt werden, die man technisch vermeiden kann. Wenn das irgendwann selbstverständlich wird, hat sich etwas verändert.




