Camping boomt, doch viele Abläufe sind noch analog organisiert. Das Luzerner Unternehmen Parkn’Sleep will das ändern und baut eine Plattform für spontane, digitale Übernachtungen mit dem Camper.
Die Idee entstand unterwegs. Während eines Trips auf den Chasseral wurde Gründer Lukas Imhof bewusst, wie schwierig es ist, spontan einen legalen Stellplatz zu finden.
«Du willst irgendwo übernachten und merkst, dass es zwar Plätze gibt, aber keine sauberen Infos, keine Verfügbarkeit und schon gar keinen einfachen Prozess», sagt er. «Vieles läuft noch über Telefon, Zettel oder einfach Glück.»
Aus dieser Erfahrung heraus entstand Parkn’Sleep. Der Ansatz: nicht einfach eine weitere App, sondern eine Infrastruktur, die spontane Übernachtungen mit klaren Prozessen ermöglicht. Heute verbindet die Plattform Camper, private Anbieter, Gemeinden und touristische Destinationen. Nutzer finden Stellplätze, fahren diese spontan an und bezahlen direkt vor Ort digital. Betreiber wiederum können ihre Flächen ohne Rezeption und mit minimalem Aufwand bewirtschaften.

MyCamper findest du legale Stellplätze für dein Camping.
Ein fragmentierter Markt
Der Campingmarkt wächst, ist aber in vielen Bereichen wenig digitalisiert. Viele Angebote funktionieren noch über manuelle Prozesse, während die Nachfrage nach flexiblen und kurzfristigen Lösungen steigt. Für Imhof lag das Problem deshalb weniger bei der Nachfrage als bei der Struktur. «Die Leute reisen spontan, aber der Markt funktioniert wie ein klassisches Buchungssystem. Das passt nicht zusammen», sagt er.
Mittlerweile umfasst das Netzwerk über 10’000 Stellplätze in mehr als 20 Ländern. Über 70’000 Nutzer haben sich registriert, mehr als 120’000 Logiernächte wurden abgewickelt. Der Schritt vom Konzept zum Unternehmen kam früh. «Als die ersten Gastgeber ihre Plätze selbstständig aufgeschaltet haben und die ersten Camper tatsächlich bezahlt haben, war klar: Das ist kein Feature, sondern ein funktionierendes System», sagt Imhof. Und spätestens mit dem operativen Break-even im Jahr 2025 habe sich das Modell bestätigt.
Von der Validierung zur Skalierung
Heute steht Parkn’Sleep an einem anderen Punkt. Die grundlegende Idee ist erprobt, der Fokus liegt nun auf dem Ausbau. «Die Idee ist validiert, das Modell funktioniert. Jetzt geht es darum, daraus ein System zu bauen, das in Europa Standard wird», sagt Imhof.
Ein zentraler Bestandteil dabei ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Neben der Plattform selbst setzt das Unternehmen zunehmend auf Lösungen direkt vor Ort, die Prozesse weiter automatisieren und neue Einnahmequellen schaffen.
Parallel dazu läuft aktuell eine Finanzierungsrunde auf Oomnium.com. Das Kapital soll gezielt in die Skalierung fliessen, insbesondere in den Ausbau der Plattform und die Einführung zusätzlicher Infrastruktur. Ziel ist es, das bestehende System weiterzuentwickeln und in neuen Märkten zu etablieren. Was als improvisierte Suche nach einem Stellplatz begann, entwickelt sich damit Schritt für Schritt zu einer strukturierten Lösung für einen bislang wenig digitalisierten Markt.
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Camping boomt, doch viele Abläufe sind noch analog organisiert. Das Luzerner Unternehmen Parkn’Sleep will das ändern und baut eine Plattform für spontane, digitale Übernachtungen mit dem Camper.
Die Idee entstand unterwegs. Während eines Trips auf den Chasseral wurde Gründer Lukas Imhof bewusst, wie schwierig es ist, spontan einen legalen Stellplatz zu finden.
«Du willst irgendwo übernachten und merkst, dass es zwar Plätze gibt, aber keine sauberen Infos, keine Verfügbarkeit und schon gar keinen einfachen Prozess», sagt er. «Vieles läuft noch über Telefon, Zettel oder einfach Glück.»
Aus dieser Erfahrung heraus entstand Parkn’Sleep. Der Ansatz: nicht einfach eine weitere App, sondern eine Infrastruktur, die spontane Übernachtungen mit klaren Prozessen ermöglicht. Heute verbindet die Plattform Camper, private Anbieter, Gemeinden und touristische Destinationen. Nutzer finden Stellplätze, fahren diese spontan an und bezahlen direkt vor Ort digital. Betreiber wiederum können ihre Flächen ohne Rezeption und mit minimalem Aufwand bewirtschaften.

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Ein fragmentierter Markt
Der Campingmarkt wächst, ist aber in vielen Bereichen wenig digitalisiert. Viele Angebote funktionieren noch über manuelle Prozesse, während die Nachfrage nach flexiblen und kurzfristigen Lösungen steigt. Für Imhof lag das Problem deshalb weniger bei der Nachfrage als bei der Struktur. «Die Leute reisen spontan, aber der Markt funktioniert wie ein klassisches Buchungssystem. Das passt nicht zusammen», sagt er.
Mittlerweile umfasst das Netzwerk über 10’000 Stellplätze in mehr als 20 Ländern. Über 70’000 Nutzer haben sich registriert, mehr als 120’000 Logiernächte wurden abgewickelt. Der Schritt vom Konzept zum Unternehmen kam früh. «Als die ersten Gastgeber ihre Plätze selbstständig aufgeschaltet haben und die ersten Camper tatsächlich bezahlt haben, war klar: Das ist kein Feature, sondern ein funktionierendes System», sagt Imhof. Und spätestens mit dem operativen Break-even im Jahr 2025 habe sich das Modell bestätigt.
Von der Validierung zur Skalierung
Heute steht Parkn’Sleep an einem anderen Punkt. Die grundlegende Idee ist erprobt, der Fokus liegt nun auf dem Ausbau. «Die Idee ist validiert, das Modell funktioniert. Jetzt geht es darum, daraus ein System zu bauen, das in Europa Standard wird», sagt Imhof.
Ein zentraler Bestandteil dabei ist die Weiterentwicklung der Infrastruktur. Neben der Plattform selbst setzt das Unternehmen zunehmend auf Lösungen direkt vor Ort, die Prozesse weiter automatisieren und neue Einnahmequellen schaffen.
Parallel dazu läuft aktuell eine Finanzierungsrunde auf Oomnium.com. Das Kapital soll gezielt in die Skalierung fliessen, insbesondere in den Ausbau der Plattform und die Einführung zusätzlicher Infrastruktur. Ziel ist es, das bestehende System weiterzuentwickeln und in neuen Märkten zu etablieren. Was als improvisierte Suche nach einem Stellplatz begann, entwickelt sich damit Schritt für Schritt zu einer strukturierten Lösung für einen bislang wenig digitalisierten Markt.



