Das Biotech-Startup CALDRE entwickelt eine innovative Therapie gegen chronische Lebererkrankungen.  Die Gründer Felix und Adrian entschieden sich dazu, den Therapieansatz zu patentieren, um den direkten Weg in die Anwendung zu verfolgen. Ihr Ziel ist es, Gallestauungen gezielt und wirksam zu behandeln.

Die Idee zu CALDRE entstand aus einem wissenschaftlichen Fund. In einem Krankheitsmodell stellte das Team fest, dass das Ausschalten eines bestimmten Leberproteins zu einer konsistenten Verbesserung führte. Der Galleabfluss war erhöht, das Gewebe zeigte weniger Schäden, die Resultate waren robust und zugleich unerwartet. Anstatt die Erkenntnis sofort zu publizieren, entschieden sich Felix und Adrian, sie in ein Medikament zu überführen.

Ihre Technologie basiert auf einer Methode, die Wirkstoffe gezielt in die Leber transportiert. Der Wirkstoff wirkt wie eine Barriere an den Kontaktstellen von Leber- und Gallengangszellen und beeinflusst damit, was in die Galle gelangt und was nicht. Wird es gezielt reduziert, kann die Zusammensetzung der Galle beeinflusst werden. Diese Veränderung soll die Toxizität senken und den Gallenfluss unterstützen; Wirksamkeit und Sicherheit werden dabei präklinisch systematisch geprüft. Dieser Mechanismus unterscheidet sich konzeptionell von bestehenden Behandlungen, die häufig symptomorientiert sind oder andere pathophysiologische Hebel adressieren. Der Ansatz von CALDRE könnte daher potenziell sowohl eigenständig als auch komplementär eingesetzt werden.

Von der Validierung zum klinischen Kandidaten

Das Projekt startete im Labor des Departementes für Viszeralchirurgie- und Medizin  der Universität Bern, unter Leitung von Prof. Deborah Stroka und Prof. Daniel Candinas. Heute ist die Arbeit des Teams weit mehr als ein akademisches Experiment. CALDRE wurde gezielt als Biotech-Unternehmen aufgebaut, mit einem interdisziplinären Team aus Biologie, klinischer Expertise, IP-Management und Venture Building. Unterstützt von institutionellen Programmen wie Venture Kick, Kickfund, Innosuisse und dem Berner Innovationsnetzwerk, arbeitet das Team daran, das volle Potenzial seiner Entdeckung nutzbar zu machen.

Ein wichtiges Ziel ist die Reifung des Wirkstoffs bis zur klinischen Testung. Parallel dazu wird eine Plattform aufgebaut, um weitere Krankheitsbilder mit ähnlichem Mechanismus anzugehen. Der Fokus liegt zunächst auf Primär Sklerosierender Cholangitis (PSC) und Primär Biliärer Cholangitis (PBC) zwei Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf und nur begrenzt wirksamen Therapieoptionen. Später könnte das Wirkungsprinzip auch bei weiteren Leberleiden eingesetzt werden.

Vision mit Wirkung

CALDRE will die Krankheitsprogression verlangsamen oder stoppen und damit das Risiko sowie die Notwendigkeit von Lebertransplantationen bei Gallestauungen reduzieren. Weiterhin soll den Betroffenen auch Lebensqualität zurückgegeben werden. Symptome wie Erschöpfung oder Schmerz sind zentrale Bestandteile des Krankheitsbilds, werden in klinischen Studien jedoch teils nicht ausreichend abgebildet. Das Team plant daher, neben klinischen Parametern auch Patientenerfahrungen und patientenrelevante Endpunkte systematisch zu erfassen.

Die Vision geht dabei über einzelne Behandlungsziele hinaus. CALDRE will sich als führendes Unternehmen in diesem Feld etablieren. In fünf Jahren soll der Nutzen in klinischen Studien belegt sein. Wenn das gelingt, wäre aus einem unerwarteten Befund ein neuer Therapieansatz geworden – initiiert von zwei Gründern, die nicht nur verstanden haben, was in der Leber passiert, sondern auch, wie man aus Wissenschaft Wirkung macht.

FACTS & FIGURES

Gründung: September 2025
Website: https://www.caldre.ch/
Phase: Seed

Niwes Willner

FOUNDED

Videoformat

“23 Questions mit…”

In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.

23 Questions mit Scewo. 

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Das Biotech-Startup CALDRE entwickelt eine innovative Therapie gegen chronische Lebererkrankungen.  Die Gründer Felix und Adrian entschieden sich dazu, den Therapieansatz zu patentieren, um den direkten Weg in die Anwendung zu verfolgen. Ihr Ziel ist es, Gallestauungen gezielt und wirksam zu behandeln.

Die Idee zu CALDRE entstand aus einem wissenschaftlichen Fund. In einem Krankheitsmodell stellte das Team fest, dass das Ausschalten eines bestimmten Leberproteins zu einer konsistenten Verbesserung führte. Der Galleabfluss war erhöht, das Gewebe zeigte weniger Schäden, die Resultate waren robust und zugleich unerwartet. Anstatt die Erkenntnis sofort zu publizieren, entschieden sich Felix und Adrian, sie in ein Medikament zu überführen.

Ihre Technologie basiert auf einer Methode, die Wirkstoffe gezielt in die Leber transportiert. Der Wirkstoff wirkt wie eine Barriere an den Kontaktstellen von Leber- und Gallengangszellen und beeinflusst damit, was in die Galle gelangt und was nicht. Wird es gezielt reduziert, kann die Zusammensetzung der Galle beeinflusst werden. Diese Veränderung soll die Toxizität senken und den Gallenfluss unterstützen; Wirksamkeit und Sicherheit werden dabei präklinisch systematisch geprüft. Dieser Mechanismus unterscheidet sich konzeptionell von bestehenden Behandlungen, die häufig symptomorientiert sind oder andere pathophysiologische Hebel adressieren. Der Ansatz von CALDRE könnte daher potenziell sowohl eigenständig als auch komplementär eingesetzt werden.

Von der Validierung zum klinischen Kandidaten

Das Projekt startete im Labor des Departementes für Viszeralchirurgie- und Medizin  der Universität Bern, unter Leitung von Prof. Deborah Stroka und Prof. Daniel Candinas. Heute ist die Arbeit des Teams weit mehr als ein akademisches Experiment. CALDRE wurde gezielt als Biotech-Unternehmen aufgebaut, mit einem interdisziplinären Team aus Biologie, klinischer Expertise, IP-Management und Venture Building. Unterstützt von institutionellen Programmen wie Venture Kick, Kickfund, Innosuisse und dem Berner Innovationsnetzwerk, arbeitet das Team daran, das volle Potenzial seiner Entdeckung nutzbar zu machen.

Ein wichtiges Ziel ist die Reifung des Wirkstoffs bis zur klinischen Testung. Parallel dazu wird eine Plattform aufgebaut, um weitere Krankheitsbilder mit ähnlichem Mechanismus anzugehen. Der Fokus liegt zunächst auf Primär Sklerosierender Cholangitis (PSC) und Primär Biliärer Cholangitis (PBC) zwei Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf und nur begrenzt wirksamen Therapieoptionen. Später könnte das Wirkungsprinzip auch bei weiteren Leberleiden eingesetzt werden.

Vision mit Wirkung

CALDRE will die Krankheitsprogression verlangsamen oder stoppen und damit das Risiko sowie die Notwendigkeit von Lebertransplantationen bei Gallestauungen reduzieren. Weiterhin soll den Betroffenen auch Lebensqualität zurückgegeben werden. Symptome wie Erschöpfung oder Schmerz sind zentrale Bestandteile des Krankheitsbilds, werden in klinischen Studien jedoch teils nicht ausreichend abgebildet. Das Team plant daher, neben klinischen Parametern auch Patientenerfahrungen und patientenrelevante Endpunkte systematisch zu erfassen.

Die Vision geht dabei über einzelne Behandlungsziele hinaus. CALDRE will sich als führendes Unternehmen in diesem Feld etablieren. In fünf Jahren soll der Nutzen in klinischen Studien belegt sein. Wenn das gelingt, wäre aus einem unerwarteten Befund ein neuer Therapieansatz geworden – initiiert von zwei Gründern, die nicht nur verstanden haben, was in der Leber passiert, sondern auch, wie man aus Wissenschaft Wirkung macht.

FACTS & FIGURES

Gründung: September 2025
Website: https://www.caldre.ch/
Phase: Seed