Covalo: Vom Datenchaos zur Infrastruktur der Kosmetikbranche

Zehntausende Inhaltsstoffe, verstreute Daten und wachsender Regulierungsdruck – und irgendwo dazwischen ein System, das alles zusammenbringen soll. Genau daran arbeitet Covalo.

Die Entwicklung von Kosmetikprodukten ist heute vor allem eines: komplex. Für eine einzige Creme kommen dutzende Rohstoffe zusammen, begleitet von einer Flut an Dokumenten – von Sicherheitsdaten bis zu Nachhaltigkeitsangaben.

Das Problem: Diese Informationen liegen verstreut vor und sind kaum miteinander verknüpft. Für Unternehmen bedeutet das hohen manuellen Aufwand – und langsame Prozesse. Gleichzeitig verschärfen neue Vorschriften den Druck, bestehende Produkte zu überarbeiten.

Vom Suchtool zur Branchen-Infrastruktur

Covalo ist mit einer einfachen Idee gestartet: Inhaltsstoffe auffindbar machen. Doch schnell wurde klar, dass das eigentliche Problem tiefer liegt. «Die Erforschung ist nur der Anfang», sagt Mitgründer Timo von Bargen – entscheidend sei ein System, in dem Daten strukturiert erfasst und überall genutzt werden können.

Heute entwickelt sich Covalo genau in diese Richtung. Die Plattform verbindet Lieferanten und Marken direkt mit ihren Systemen und ersetzt E-Mails, PDFs und Excel-Listen durch kontinuierliche Datenflüsse.

Effizienz als entscheidender Faktor

Wie gross der Hebel ist, zeigt die Realität: «Es dauert drei bis fünf Jahre, ein Produkt zu lancieren – und etwa die Hälfte scheitert», sagt Mitgründer Yann Chilvers. Ein zentraler Grund sei der ineffiziente Umgang mit Daten entlang des gesamten Prozesses.

Viele Unternehmen versuchten, das intern zu lösen. «Was fehlt, ist eine gemeinsame Infrastruktur», so Chilvers – eine, die Datenflüsse zwischen allen Beteiligten ermöglicht.

Nächstes Wachstum mit frischer Finanzierung

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt sich in der Nutzung: Unternehmen bauen ihre Aktivitäten auf der Plattform kontinuierlich aus. Der Nutzen entsteht dabei nicht punktuell, sondern übergreifend – von Forschung bis Einkauf.

Die jüngste Finanzierung über 3,5 Millionen Euro, angeführt von Hi inov und unter Beteiligung der bestehenden Investoren HTGF und seed+speed Ventures unterstützt vor allem den weiteren Ausbau – etwa durch KI-gestützte Anwendungen und automatisierte Prozesse.

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Author: Redaktion

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