Eine App für alles: Wie I-RIIDE Mobilität bündeln will

ÖV, Parkplätze, E-Ladestationen oder Mietfahrzeuge: Für viele Wege braucht es heute mehrere Apps. Das Startup I-RIIDE will diese Fragmentierung auflösen und verschiedene Mobilitätsangebote in einer Plattform zusammenführen.

Die Idee hinter I-RIIDE

Die Schweiz verfügt über eine der besten Verkehrsinfrastrukturen Europas. Trotzdem bleibt die Nutzung im Alltag oft kompliziert. Wer verschiedene Verkehrsmittel kombiniert, wechselt schnell zwischen mehreren Apps, Accounts und Bezahlsystemen.

Genau hier setzt I-RIIDE an. 

Die Idee entstand aus einer persönlichen Beobachtung von Gründer Dereck Gibeyo während seines Executive MBA an der Università della Svizzera italiana (USI) in Lugano. «Das Problem ist nicht die Mobilität selbst, sondern die Fragmentierung», sagt Gibeyo. «Es gibt viele gute Lösungen, aber sie funktionieren nicht als ein zusammenhängendes System.» Aus einem Studienprojekt wurde Schritt für Schritt ein Unternehmen. Unterstützt von einem Angel Investor und ergänzt durch Mitgründer Stefano De Lorenzo entwickelte sich die Plattform weiter.

Eine Plattform statt vieler Apps

I-RIIDE bündelt verschiedene Mobilitätsangebote in einer Anwendung. Nutzer können etwa ÖV-Tickets buchen, E-Ladestationen nutzen oder Fahrzeuge mieten, ohne zwischen verschiedenen Apps wechseln zu müssen. Alles läuft über ein Konto und eine Bezahlmethode.

Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen einen erweiterten Ansatz: Auch private Ressourcen sollen Teil des Systems werden. Wer beispielsweise einen Parkplatz, ein Fahrzeug oder eine Ladestation besitzt, kann diese über die Plattform anbieten.

Ziel ist es, Mobilität nicht nur zu organisieren, sondern besser zu vernetzen. «Wir wollten ein Ökosystem schaffen, in dem sowohl öffentliche als auch private Akteure eine Rolle spielen», sagt der Gründer.

Komplexer Markt, klare Richtung

Die Umsetzung ist anspruchsvoll. Der Mobilitätsmarkt besteht aus vielen unterschiedlichen Akteuren mit eigenen Systemen und Prozessen. Diese miteinander zu verbinden, erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch Zusammenarbeit.

Trotzdem sieht das Team grosses Potenzial. Aktuell ist die Plattform bereits auf iOS und Android verfügbar und zählt rund 4’000 Nutzer. In den vergangenen Monaten lag der Fokus vor allem auf Produktentwicklung, Integration weiterer Services und ersten Partnerschaften in der Schweiz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Technologie. Künftig soll eine sogenannte Orchestrierungsebene dabei helfen, komplette Reisen automatisch zusammenzustellen, etwa auf Basis einer einfachen Anfrage. Langfristig sieht das Team die Entwicklung klar: Statt vieler einzelner Lösungen könnten sich ein oder zwei dominante Mobilitätsökosysteme etablieren.

Nächste Schritte

In den kommenden Monaten will I-RIIDE die Plattform weiter ausbauen und zusätzliche Nutzer gewinnen. Parallel dazu arbeitet das Team an neuen Funktionen sowie an der Erweiterung des Netzwerks an Partnern.

Die Vision bleibt dabei unverändert: Mobilität soll einfacher werden, nicht durch neue Angebote, sondern durch bessere Verbindungen zwischen bestehenden Lösungen.

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Lothar Bazzanella

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ÖV, Parkplätze, E-Ladestationen oder Mietfahrzeuge: Für viele Wege braucht es heute mehrere Apps. Das Startup I-RIIDE will diese Fragmentierung auflösen und verschiedene Mobilitätsangebote in einer Plattform zusammenführen.

Die Idee hinter I-RIIDE

Die Schweiz verfügt über eine der besten Verkehrsinfrastrukturen Europas. Trotzdem bleibt die Nutzung im Alltag oft kompliziert. Wer verschiedene Verkehrsmittel kombiniert, wechselt schnell zwischen mehreren Apps, Accounts und Bezahlsystemen.

Genau hier setzt I-RIIDE an. 

Die Idee entstand aus einer persönlichen Beobachtung von Gründer Dereck Gibeyo während seines Executive MBA an der Università della Svizzera italiana (USI) in Lugano. «Das Problem ist nicht die Mobilität selbst, sondern die Fragmentierung», sagt Gibeyo. «Es gibt viele gute Lösungen, aber sie funktionieren nicht als ein zusammenhängendes System.» Aus einem Studienprojekt wurde Schritt für Schritt ein Unternehmen. Unterstützt von einem Angel Investor und ergänzt durch Mitgründer Stefano De Lorenzo entwickelte sich die Plattform weiter.

Eine Plattform statt vieler Apps

I-RIIDE bündelt verschiedene Mobilitätsangebote in einer Anwendung. Nutzer können etwa ÖV-Tickets buchen, E-Ladestationen nutzen oder Fahrzeuge mieten, ohne zwischen verschiedenen Apps wechseln zu müssen. Alles läuft über ein Konto und eine Bezahlmethode.

Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen einen erweiterten Ansatz: Auch private Ressourcen sollen Teil des Systems werden. Wer beispielsweise einen Parkplatz, ein Fahrzeug oder eine Ladestation besitzt, kann diese über die Plattform anbieten.

Ziel ist es, Mobilität nicht nur zu organisieren, sondern besser zu vernetzen. «Wir wollten ein Ökosystem schaffen, in dem sowohl öffentliche als auch private Akteure eine Rolle spielen», sagt der Gründer.

Komplexer Markt, klare Richtung

Die Umsetzung ist anspruchsvoll. Der Mobilitätsmarkt besteht aus vielen unterschiedlichen Akteuren mit eigenen Systemen und Prozessen. Diese miteinander zu verbinden, erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch Zusammenarbeit.

Trotzdem sieht das Team grosses Potenzial. Aktuell ist die Plattform bereits auf iOS und Android verfügbar und zählt rund 4’000 Nutzer. In den vergangenen Monaten lag der Fokus vor allem auf Produktentwicklung, Integration weiterer Services und ersten Partnerschaften in der Schweiz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Technologie. Künftig soll eine sogenannte Orchestrierungsebene dabei helfen, komplette Reisen automatisch zusammenzustellen, etwa auf Basis einer einfachen Anfrage. Langfristig sieht das Team die Entwicklung klar: Statt vieler einzelner Lösungen könnten sich ein oder zwei dominante Mobilitätsökosysteme etablieren.

Nächste Schritte

In den kommenden Monaten will I-RIIDE die Plattform weiter ausbauen und zusätzliche Nutzer gewinnen. Parallel dazu arbeitet das Team an neuen Funktionen sowie an der Erweiterung des Netzwerks an Partnern.

Die Vision bleibt dabei unverändert: Mobilität soll einfacher werden, nicht durch neue Angebote, sondern durch bessere Verbindungen zwischen bestehenden Lösungen.

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