Mit robin entsteht in der Schweiz ein digitaler Assistent, der den Mietmarkt von beiden Seiten angeht. Das Startup von Sebastian Waszkis und Philipp Braune will Suchenden die mühsame Bewerbungsflut abnehmen und Verwaltungen helfen, aus Hunderten Dossiers schneller die passende Person zu finden.
Wer in Zürich schon einmal eine Wohnung gesucht hat, weiss, wie zermürbend der Prozess sein kann. Dutzende Inserate, immer wieder dieselben Unterlagen, kaum Rückmeldungen. Für Sebastian Waszkis fühlte sich die Suche irgendwann wie ein zusätzlicher Job an. Gleichzeitig sah er, wie Verwaltungen mit Bewerbungen überhäuft wurden, ohne wirklich passende Kandidatinnen und Kandidaten effizient identifizieren zu können. Das Problem lag nicht in einzelnen Funktionen, sondern im System dahinter.
Gemeinsam mit Philipp Braune, den er aus dem ETH-Umfeld kennt, entschied er sich, dieses System neu zu denken. Beide bringen unterschiedliche Perspektiven mit. Sebastian hat operative Erfahrung aus dem Aufbau von Organisationen, Philipp kommt aus der technischen Entwicklung. Früh war klar, dass es nicht nur um eine schönere Plattform gehen sollte, sondern um eine andere Logik der Vermittlung.
Die erste Version war entsprechend rudimentär. Verwaltungen konnten Inserate einstellen und Besichtigungen koordinieren. Doch das Telefon der Gründer klingelte bald regelmässig, weil sich Mietinteressierte direkt meldeten – mit Fragen, Bewerbungen und konkreten Wünschen. Was als B2B-Tool gedacht war, zog plötzlich auch die andere Marktseite an. Diese Rückmeldungen zeigten, dass der Bedarf auf beiden Seiten gross war. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt das heutige System.
Nicht nur filtern, sondern verstehen
Klassische Plattformen arbeiten mit festen Kriterien wie Preis, Zimmerzahl oder Lage. Doch viele Entscheidungen hängen an Faktoren, die sich nicht in ein Dropdown-Menü pressen lassen. Wer eine ruhige Strasse sucht, aber trotzdem nahe am Zentrum wohnen möchte, stösst schnell an Grenzen. Oder wenn Helligkeit wichtiger ist als ein zusätzliches Zimmer.
Die Plattform robin setzt genau dort an. Nutzerinnen und Nutzer können beschreiben, was ihnen wichtig ist. Das System gleicht diese Angaben mit vorhandenen Informationen zu Lage, Umgebung, Gebäude und bisherigen Präferenzen ab. Wenn Wünsche nicht perfekt zusammenpassen, wird nicht einfach aussortiert. Stattdessen wird gewichtet und transparent gemacht, weshalb ein Objekt vorgeschlagen wird.
Auf der anderen Seite arbeitet robin direkt mit Schweizer Immobilienverwaltungen zusammen. Inserate können früh ins System gelangen, teilweise bevor sie breit publiziert werden. Gleichzeitig werden öffentlich verfügbare Angebote integriert und automatisiert geprüft. Für Verwaltungen bedeutet das weniger manuelle Arbeit, strukturierte Bewerbungen und eine bessere Übersicht.
Ziel ist nicht nur Effizienz, sondern auch Qualität
Der Anspruch ist klar. Nicht die schnellste Bewerbung soll gewinnen, sondern die passendste. Die finale Entscheidung bleibt bei den Verwaltungen, doch robin unterstützt bei Strukturierung, Kommunikation und Vorauswahl. Für Suchende ist der Service kostenlos. Verwaltungen zahlen für die Nutzung der Plattform und bei erfolgreicher Vermittlung.
Datenschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Es werden nur Daten gespeichert, die für den Prozess notwendig sind. Empfehlungen sind nachvollziehbar, sodass Nutzende verstehen, weshalb ihnen eine bestimmte Wohnung angezeigt wird. Diese Transparenz schafft Vertrauen und verbessert mit der Zeit die Qualität der Vorschläge.
Gestartet ist robin bewusst in der Schweiz. Der Markt ist angespannt und digital gut erschlossen. Wenn das Modell hier trägt, planen die Gründer den nächsten Schritt in weitere deutschsprachige Städte. Langfristig soll Wohnungssuche weniger Stress bedeuten. Dass in Städten wie Zürich zu wenige Mietobjekte auf den Markt kommen, kann robin nicht lösen. Aber der Weg zur nächsten Wohnung soll übersichtlicher werden. Statt endloser Klicks beschreibt man, was man sucht, und erhält passende Vorschläge. Wer eine Wohnung sucht, soll nicht monatelang kämpfen müssen. Und wer vermietet, soll nicht im Bewerbungschaos untergehen.
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“23 Questions mit…”
In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.
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Mit robin entsteht in der Schweiz ein digitaler Assistent, der den Mietmarkt von beiden Seiten angeht. Das Startup von Sebastian Waszkis und Philipp Braune will Suchenden die mühsame Bewerbungsflut abnehmen und Verwaltungen helfen, aus Hunderten Dossiers schneller die passende Person zu finden.
Wer in Zürich schon einmal eine Wohnung gesucht hat, weiss, wie zermürbend der Prozess sein kann. Dutzende Inserate, immer wieder dieselben Unterlagen, kaum Rückmeldungen. Für Sebastian Waszkis fühlte sich die Suche irgendwann wie ein zusätzlicher Job an. Gleichzeitig sah er, wie Verwaltungen mit Bewerbungen überhäuft wurden, ohne wirklich passende Kandidatinnen und Kandidaten effizient identifizieren zu können. Das Problem lag nicht in einzelnen Funktionen, sondern im System dahinter.
Gemeinsam mit Philipp Braune, den er aus dem ETH-Umfeld kennt, entschied er sich, dieses System neu zu denken. Beide bringen unterschiedliche Perspektiven mit. Sebastian hat operative Erfahrung aus dem Aufbau von Organisationen, Philipp kommt aus der technischen Entwicklung. Früh war klar, dass es nicht nur um eine schönere Plattform gehen sollte, sondern um eine andere Logik der Vermittlung.
Die erste Version war entsprechend rudimentär. Verwaltungen konnten Inserate einstellen und Besichtigungen koordinieren. Doch das Telefon der Gründer klingelte bald regelmässig, weil sich Mietinteressierte direkt meldeten – mit Fragen, Bewerbungen und konkreten Wünschen. Was als B2B-Tool gedacht war, zog plötzlich auch die andere Marktseite an. Diese Rückmeldungen zeigten, dass der Bedarf auf beiden Seiten gross war. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt das heutige System.
Nicht nur filtern, sondern verstehen
Klassische Plattformen arbeiten mit festen Kriterien wie Preis, Zimmerzahl oder Lage. Doch viele Entscheidungen hängen an Faktoren, die sich nicht in ein Dropdown-Menü pressen lassen. Wer eine ruhige Strasse sucht, aber trotzdem nahe am Zentrum wohnen möchte, stösst schnell an Grenzen. Oder wenn Helligkeit wichtiger ist als ein zusätzliches Zimmer.
Die Plattform robin setzt genau dort an. Nutzerinnen und Nutzer können beschreiben, was ihnen wichtig ist. Das System gleicht diese Angaben mit vorhandenen Informationen zu Lage, Umgebung, Gebäude und bisherigen Präferenzen ab. Wenn Wünsche nicht perfekt zusammenpassen, wird nicht einfach aussortiert. Stattdessen wird gewichtet und transparent gemacht, weshalb ein Objekt vorgeschlagen wird.
Auf der anderen Seite arbeitet robin direkt mit Schweizer Immobilienverwaltungen zusammen. Inserate können früh ins System gelangen, teilweise bevor sie breit publiziert werden. Gleichzeitig werden öffentlich verfügbare Angebote integriert und automatisiert geprüft. Für Verwaltungen bedeutet das weniger manuelle Arbeit, strukturierte Bewerbungen und eine bessere Übersicht.
Ziel ist nicht nur Effizienz, sondern auch Qualität
Der Anspruch ist klar. Nicht die schnellste Bewerbung soll gewinnen, sondern die passendste. Die finale Entscheidung bleibt bei den Verwaltungen, doch robin unterstützt bei Strukturierung, Kommunikation und Vorauswahl. Für Suchende ist der Service kostenlos. Verwaltungen zahlen für die Nutzung der Plattform und bei erfolgreicher Vermittlung.
Datenschutz spielt dabei eine zentrale Rolle. Es werden nur Daten gespeichert, die für den Prozess notwendig sind. Empfehlungen sind nachvollziehbar, sodass Nutzende verstehen, weshalb ihnen eine bestimmte Wohnung angezeigt wird. Diese Transparenz schafft Vertrauen und verbessert mit der Zeit die Qualität der Vorschläge.
Gestartet ist robin bewusst in der Schweiz. Der Markt ist angespannt und digital gut erschlossen. Wenn das Modell hier trägt, planen die Gründer den nächsten Schritt in weitere deutschsprachige Städte. Langfristig soll Wohnungssuche weniger Stress bedeuten. Dass in Städten wie Zürich zu wenige Mietobjekte auf den Markt kommen, kann robin nicht lösen. Aber der Weg zur nächsten Wohnung soll übersichtlicher werden. Statt endloser Klicks beschreibt man, was man sucht, und erhält passende Vorschläge. Wer eine Wohnung sucht, soll nicht monatelang kämpfen müssen. Und wer vermietet, soll nicht im Bewerbungschaos untergehen.



