Wie SHAIVE Haarschnitte planbarer machen will

Haarschnitte sind schwer zu standardisieren und stark vom Können einzelner Coiffeure abhängig. Das Startup SHAIVE entwickelt ein System, das hier mehr Präzision und Reproduzierbarkeit ermöglichen soll.

Die Idee entstand im Alltag. Patrick Wissiak schnitt sich selbst die Haare und fragte sich, warum es kein System gibt, das diesen Prozess präziser und konsistenter macht.

Aus dieser Überlegung entstand zunächst ein Projekt im Rahmen seiner Bachelorarbeit. Nach einem viralen Video auf Social Media und mit dem Einstieg von Lou Grolimund entwickelte sich daraus ein gemeinsames Vorhaben. Die beiden kennen sich seit der Schulzeit, sind zusammen aufgewachsen und haben schon früh gemeinsame Interessen verfolgt, vom Sport bis zu ersten Projekten.

Technologie für gleichmässigere Resultate

SHAIVE entwickelt ein System, das Coiffeure und Barbers beim Schneiden unterstützt. Ziel ist es, Haarschnitte besser planbar zu machen und Resultate reproduzierbarer zu gestalten. Der Ablauf ist technisch, aber nachvollziehbar: Der Kopf wird zunächst dreidimensional erfasst. Danach wird die gewünschte Frisur digital festgelegt. Während des Schneidens erfasst das System in Echtzeit sowohl die Position des Kopfes als auch die des Schneidegeräts. Auf dieser Basis wird der Abstand zwischen Klinge und Kopfhaut angepasst.

Der Coiffeur bleibt dabei zentraler Bestandteil des Prozesses. Das System ist als Unterstützung gedacht, nicht als Ersatz. Besonders zu Beginn liegt der Fokus auf sogenannten Fades, also Übergängen im Haar, die viel Präzision erfordern.

Die Branche steht dabei vor bekannten Herausforderungen. Haarschnitte lassen sich nur bedingt standardisieren, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach gleichbleibender Qualität. Auch Wartezeiten und Fachkräftemangel spielen eine Rolle.

Frühe Phase und erste Tests

Aktuell befindet sich SHAIVE in einer frühen Entwicklungsphase. Ein funktionaler Prototyp ist vorhanden, erste Tests wurden im eigenen Umfeld durchgeführt. Parallel arbeitet das Team an der Weiterentwicklung der technischen Komponenten.

Erste Rückmeldungen aus der Praxis liegen bereits vor. Mehrere Barbershops haben ihr Interesse signalisiert, zudem wurden erste Gutscheine über ein Crowdfunding verkauft und dabei über 10’000 Franken eingenommen.

In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf der Stabilisierung des Systems und der Verbesserung der Genauigkeit. Ziel ist es, Prototypen unter realen Bedingungen bei Coiffeuren zu testen. Was als einfache Frage vor dem Badezimmerspiegel begann, ist heute ein gemeinsames Projekt zweier langjähriger Freunde. Nun geht es darum, die Idee Schritt für Schritt in die Praxis zu bringen.

Bildlegende: Lou Grolimund (von links) und Patrick Wissiak, Gründer von SHAIVE; Copyright WNTI

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Lothar Bazzanella

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Haarschnitte sind schwer zu standardisieren und stark vom Können einzelner Coiffeure abhängig. Das Startup SHAIVE entwickelt ein System, das hier mehr Präzision und Reproduzierbarkeit ermöglichen soll.

Die Idee entstand im Alltag. Patrick Wissiak schnitt sich selbst die Haare und fragte sich, warum es kein System gibt, das diesen Prozess präziser und konsistenter macht.

Aus dieser Überlegung entstand zunächst ein Projekt im Rahmen seiner Bachelorarbeit. Nach einem viralen Video auf Social Media und mit dem Einstieg von Lou Grolimund entwickelte sich daraus ein gemeinsames Vorhaben. Die beiden kennen sich seit der Schulzeit, sind zusammen aufgewachsen und haben schon früh gemeinsame Interessen verfolgt, vom Sport bis zu ersten Projekten.

Technologie für gleichmässigere Resultate

SHAIVE entwickelt ein System, das Coiffeure und Barbers beim Schneiden unterstützt. Ziel ist es, Haarschnitte besser planbar zu machen und Resultate reproduzierbarer zu gestalten. Der Ablauf ist technisch, aber nachvollziehbar: Der Kopf wird zunächst dreidimensional erfasst. Danach wird die gewünschte Frisur digital festgelegt. Während des Schneidens erfasst das System in Echtzeit sowohl die Position des Kopfes als auch die des Schneidegeräts. Auf dieser Basis wird der Abstand zwischen Klinge und Kopfhaut angepasst.

Der Coiffeur bleibt dabei zentraler Bestandteil des Prozesses. Das System ist als Unterstützung gedacht, nicht als Ersatz. Besonders zu Beginn liegt der Fokus auf sogenannten Fades, also Übergängen im Haar, die viel Präzision erfordern.

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Frühe Phase und erste Tests

Aktuell befindet sich SHAIVE in einer frühen Entwicklungsphase. Ein funktionaler Prototyp ist vorhanden, erste Tests wurden im eigenen Umfeld durchgeführt. Parallel arbeitet das Team an der Weiterentwicklung der technischen Komponenten.

Erste Rückmeldungen aus der Praxis liegen bereits vor. Mehrere Barbershops haben ihr Interesse signalisiert, zudem wurden erste Gutscheine über ein Crowdfunding verkauft und dabei über 10’000 Franken eingenommen.

In den kommenden Monaten liegt der Fokus auf der Stabilisierung des Systems und der Verbesserung der Genauigkeit. Ziel ist es, Prototypen unter realen Bedingungen bei Coiffeuren zu testen. Was als einfache Frage vor dem Badezimmerspiegel begann, ist heute ein gemeinsames Projekt zweier langjähriger Freunde. Nun geht es darum, die Idee Schritt für Schritt in die Praxis zu bringen.

Bildlegende: Lou Grolimund (von links) und Patrick Wissiak, Gründer von SHAIVE; Copyright WNTI

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