Frauengesundheit rückt zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Damit einher folgt ein Markt, der lange unterschätzt wurde. Ramona Schwarz erkannte dieses Potenzial früh und baute aus dem Anspruch heraus, Aufklärungsarbeit zu leisten, ein wachsendes Femtech-Startup auf.
Dass Periodenprodukte in vielen Märkten keiner umfassenden Deklarationspflicht unterliegen, wissen die wenigsten. Für die Gründerinnen von Rayne Care war genau das ein Schlüsselmoment und der Ausgangspunkt für eine grundsätzliche Frage: Warum gibt es in einem so zentralen Bereich des Alltags so wenig Transparenz und Innovation? Gründerin Ramona Schwarz kam dabei nicht aus der klassischen Startup-Welt, sondern aus dem Design. Sie entwickelte Unterwäsche und beschäftigte sich intensiv mit Materialien und Produkten, die direkt am Körper getragen werden. Über die Recherche zu Period Panties näherte sie sich dem Thema Menstruation und erkannte schnell eine grössere Lücke: «Ich bin immer tiefer in das Thema Menstruation eingetaucht und habe relativ schnell bemerkt, dass da noch wahnsinnig viel Potenzial da ist.»

Ramona Schwarz und Désirée Dosch treiben die Skalierung von Rayne Care voran. ©Djamila Grossman
2022 gründete sie Rayne Care mit einem klaren Ziel: «Es sollte nicht einfach der nächste Tampon oder der nächste Cup sein. Es sollte ein perfektes Produkt werden, das Frauen während ihrer Periode ein kompromissloses Leben ermöglicht.» Das Resultat ist ein patentiertes Design einer Period Disc, produziert und designt in der Schweiz. Die lokale Herstellung erlaubt kurze Wege, Qualitätskontrolle und schnelle Anpassungen basierend auf Nutzerfeedback.
Frauenpower auch bei der Finanzierung
Nach dem Produktlaunch setzte die Gründerin zunächst auf langsames, kontrolliertes Wachstum. Mehrere tausend Nutzerinnen testeten das Produkt, das Feedback war durchgehend positiv. Parallel veränderte sich auch der gesellschaftliche Kontext langsam, wie Ramona sich erinnert: «Man spricht plötzlich mehr über Zyklus, Training, Menstruation oder Menopause. Frauengesundheit wird einfach immer stärker thematisiert.» Mit dem operativen Einstieg von Désirée Dosch im vergangenen Sommer begann die nächste Phase: Skalierung.
Doch gerade im Bereich Frauengesundheit zeigten sich bei vielen Investoren noch Berührungsängste, was den Kapitalzugang erschwere. Ein Grossteil der aktuellen Finanzierungsrunde wird deshalb von Investorinnen getragen. Das Kapital fliesst vor allem in Vertrieb, Partnerschaften und Sichtbarkeit.
Parallel dazu zeigt sich eine starke Nachfrage im Markt. Besonders im Sportbereich zeigt sich laut Désirée und Ramona grosses Interesse, da bestehende Periodenlösungen dort oft an Grenzen stossen. Erste Kooperationen mit Sportorganisationen und medizinischen Partnern laufen bereits.
Langfristig verfolgt Rayne Care ein klares Ziel: raus aus der Nische, rein in den Alltag. Periodenprodukte sollen dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden, vom Einzelhandel wie Kiosk oder Apotheken bis zu neuen B2B-Kanälen.
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Frauengesundheit rückt zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Damit einher folgt ein Markt, der lange unterschätzt wurde. Ramona Schwarz erkannte dieses Potenzial früh und baute aus dem Anspruch heraus, Aufklärungsarbeit zu leisten, ein wachsendes Femtech-Startup auf.
Dass Periodenprodukte in vielen Märkten keiner umfassenden Deklarationspflicht unterliegen, wissen die wenigsten. Für die Gründerinnen von Rayne Care war genau das ein Schlüsselmoment und der Ausgangspunkt für eine grundsätzliche Frage: Warum gibt es in einem so zentralen Bereich des Alltags so wenig Transparenz und Innovation? Gründerin Ramona Schwarz kam dabei nicht aus der klassischen Startup-Welt, sondern aus dem Design. Sie entwickelte Unterwäsche und beschäftigte sich intensiv mit Materialien und Produkten, die direkt am Körper getragen werden. Über die Recherche zu Period Panties näherte sie sich dem Thema Menstruation und erkannte schnell eine grössere Lücke: «Ich bin immer tiefer in das Thema Menstruation eingetaucht und habe relativ schnell bemerkt, dass da noch wahnsinnig viel Potenzial da ist.»

Ramona Schwarz und Désirée Dosch treiben die Skalierung von Rayne Care voran. ©Djamila Grossman
2022 gründete sie Rayne Care mit einem klaren Ziel: «Es sollte nicht einfach der nächste Tampon oder der nächste Cup sein. Es sollte ein perfektes Produkt werden, das Frauen während ihrer Periode ein kompromissloses Leben ermöglicht.» Das Resultat ist ein patentiertes Design einer Period Disc, produziert und designt in der Schweiz. Die lokale Herstellung erlaubt kurze Wege, Qualitätskontrolle und schnelle Anpassungen basierend auf Nutzerfeedback.
Frauenpower auch bei der Finanzierung
Nach dem Produktlaunch setzte die Gründerin zunächst auf langsames, kontrolliertes Wachstum. Mehrere tausend Nutzerinnen testeten das Produkt, das Feedback war durchgehend positiv. Parallel veränderte sich auch der gesellschaftliche Kontext langsam, wie Ramona sich erinnert: «Man spricht plötzlich mehr über Zyklus, Training, Menstruation oder Menopause. Frauengesundheit wird einfach immer stärker thematisiert.» Mit dem operativen Einstieg von Désirée Dosch im vergangenen Sommer begann die nächste Phase: Skalierung.
Doch gerade im Bereich Frauengesundheit zeigten sich bei vielen Investoren noch Berührungsängste, was den Kapitalzugang erschwere. Ein Grossteil der aktuellen Finanzierungsrunde wird deshalb von Investorinnen getragen. Das Kapital fliesst vor allem in Vertrieb, Partnerschaften und Sichtbarkeit.
Parallel dazu zeigt sich eine starke Nachfrage im Markt. Besonders im Sportbereich zeigt sich laut Désirée und Ramona grosses Interesse, da bestehende Periodenlösungen dort oft an Grenzen stossen. Erste Kooperationen mit Sportorganisationen und medizinischen Partnern laufen bereits.
Langfristig verfolgt Rayne Care ein klares Ziel: raus aus der Nische, rein in den Alltag. Periodenprodukte sollen dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden, vom Einzelhandel wie Kiosk oder Apotheken bis zu neuen B2B-Kanälen.




