Brände, Stillstände und ineffiziente Abläufe sind in Recyclinganlagen keine Seltenheit. Das Startup WasteFlow entwickelt eine Lösung, die Materialflüsse aufzeigt und den Betrieb sicherer und planbarer machen soll.
In Recycling- und Sortieranlagen kann ein einzelner Fehlwurf schwerwiegende Folgen haben. Besonders Lithium-Batterien, die im Abfallstrom landen, stellen ein hohes Risiko dar. «Fast jeden Tag brennt irgendwo auf der Welt eine Sortieranlage», sagt Mitgründer Théophile Agresti. «Oft, weil ein Objekt auf dem Band schlichtweg nichts verloren hatte.»
Bevor WasteFlow entstand, verbrachte das Team mehrere Monate direkt in Anlagen in der Schweiz und in Frankreich. Sie standen neben Förderbändern, sassen in Leitständen und sprachen mit Mitarbeitenden vor Ort. Dabei wurde schnell klar: Maschinen und Fachwissen sind vorhanden, doch der Überblick fehlt oft. «Viele Teams reagieren erst, wenn etwas schiefläuft. Einfach, weil sie Probleme nicht früh genug erkennen», erklärt Agresti.
«Keine Black Box mehr»
Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee von WasteFlow. Ziel war es, den Menschen vor Ort mehr Sicherheit zu geben. «Wir wollten ein System bauen, das zeigt, was wirklich über die Linie», so Agresti weiter.
Heute verschafft WasteFlow Sortieranlagen laufend Einblick in ihre Materialflüsse. Kameras über den Förderbändern erkennen Materialien, schätzen Mengen und identifizieren riskante Objekte wie Batterien. Die Informationen werden übersichtlich dargestellt und unterstützen Teams dabei, schneller und gezielter zu reagieren. «Es geht darum, vom Reagieren ins Vorausdenken zu kommen. Die Anlage soll keine Black Box mehr sein.»

WasteFlow verschafft Sortieranlagen Überblick: Kameras über den Förderbändern erkennen Materialien, schätzen Mengen und identifizieren riskante Objekte wie Batterien.
Ein zentraler Punkt ist die einfache Integration. WasteFlow wird in bestehenden Anlagen eingesetzt, ohne aufwendige Umbauten. «Die meisten Werke sind über Jahre gewachsen. Stillstand ist teuer, grosse Eingriffe oft unrealistisch», so Agresti weiter. «Deshalb haben wir unsere Lösung so entwickelt, dass sie sich anpasst – nicht umgekehrt.»
Mehr Trasparenz, mehr Sicherheit
Genutzt wird WasteFlow heute von Sortier- und Abfallwirtschaftsbetrieben, die ihre Abläufe stabilisieren und die Sicherheit erhöhen wollen. Besonders geschätzt wird die neue Transparenz im Alltag. «Viele Kunden sagen uns, dass sie ihre Linie zum ersten Mal wirklich sehen», berichtet Agresti. Auch das Management profitiert, weil Risiken früher erkennbar werden.
In den kommenden Jahren will WasteFlow weitere Anlagen ausstatten und die Funktionen schrittweise ausbauen. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Betrieb. «Wir wollen nicht einfach Daten sammeln», sagt Agresti. «Unser Anspruch ist es, den Alltag in den Anlagen messbar zu verbessern.»
Für das Team ist klar: Sortieranlagen sind ein Schlüssel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. «Abfallströme bleiben unberechenbar», sagt Agresti. «Aber mit der richtigen Transparenz lassen sie sich kontrollieren: sicherer, stabiler und zukunftsfähiger.»
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Brände, Stillstände und ineffiziente Abläufe sind in Recyclinganlagen keine Seltenheit. Das Startup WasteFlow entwickelt eine Lösung, die Materialflüsse aufzeigt und den Betrieb sicherer und planbarer machen soll.
In Recycling- und Sortieranlagen kann ein einzelner Fehlwurf schwerwiegende Folgen haben. Besonders Lithium-Batterien, die im Abfallstrom landen, stellen ein hohes Risiko dar. «Fast jeden Tag brennt irgendwo auf der Welt eine Sortieranlage», sagt Mitgründer Théophile Agresti. «Oft, weil ein Objekt auf dem Band schlichtweg nichts verloren hatte.»
Bevor WasteFlow entstand, verbrachte das Team mehrere Monate direkt in Anlagen in der Schweiz und in Frankreich. Sie standen neben Förderbändern, sassen in Leitständen und sprachen mit Mitarbeitenden vor Ort. Dabei wurde schnell klar: Maschinen und Fachwissen sind vorhanden, doch der Überblick fehlt oft. «Viele Teams reagieren erst, wenn etwas schiefläuft. Einfach, weil sie Probleme nicht früh genug erkennen», erklärt Agresti.
«Keine Black Box mehr»
Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee von WasteFlow. Ziel war es, den Menschen vor Ort mehr Sicherheit zu geben. «Wir wollten ein System bauen, das zeigt, was wirklich über die Linie», so Agresti weiter.
Heute verschafft WasteFlow Sortieranlagen laufend Einblick in ihre Materialflüsse. Kameras über den Förderbändern erkennen Materialien, schätzen Mengen und identifizieren riskante Objekte wie Batterien. Die Informationen werden übersichtlich dargestellt und unterstützen Teams dabei, schneller und gezielter zu reagieren. «Es geht darum, vom Reagieren ins Vorausdenken zu kommen. Die Anlage soll keine Black Box mehr sein.»

WasteFlow verschafft Sortieranlagen Überblick: Kameras über den Förderbändern erkennen Materialien, schätzen Mengen und identifizieren riskante Objekte wie Batterien.
Ein zentraler Punkt ist die einfache Integration. WasteFlow wird in bestehenden Anlagen eingesetzt, ohne aufwendige Umbauten. «Die meisten Werke sind über Jahre gewachsen. Stillstand ist teuer, grosse Eingriffe oft unrealistisch», so Agresti weiter. «Deshalb haben wir unsere Lösung so entwickelt, dass sie sich anpasst – nicht umgekehrt.»
Mehr Trasparenz, mehr Sicherheit
Genutzt wird WasteFlow heute von Sortier- und Abfallwirtschaftsbetrieben, die ihre Abläufe stabilisieren und die Sicherheit erhöhen wollen. Besonders geschätzt wird die neue Transparenz im Alltag. «Viele Kunden sagen uns, dass sie ihre Linie zum ersten Mal wirklich sehen», berichtet Agresti. Auch das Management profitiert, weil Risiken früher erkennbar werden.
In den kommenden Jahren will WasteFlow weitere Anlagen ausstatten und die Funktionen schrittweise ausbauen. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Betrieb. «Wir wollen nicht einfach Daten sammeln», sagt Agresti. «Unser Anspruch ist es, den Alltag in den Anlagen messbar zu verbessern.»
Für das Team ist klar: Sortieranlagen sind ein Schlüssel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. «Abfallströme bleiben unberechenbar», sagt Agresti. «Aber mit der richtigen Transparenz lassen sie sich kontrollieren: sicherer, stabiler und zukunftsfähiger.»




