E-Mails beantworten, Daten ins ERP kopieren, Bestellungen prüfen, Rückfragen weiterleiten. Mit diesem digitalen Hindernisparcours räumt das Zürcher Startup Hoshii auf und verwandelt die Inbox in einen KI-gestützten Workspace.
Wenn die Inbox zum Problem wird
Für Jiir Awdir begann alles mit einer simplen Beobachtung: Viele Unternehmen arbeiten digital, ihre Abläufe sind aber oft noch erstaunlich analog. «Wir haben gesehen, wie Mitarbeitende E-Mails ausdrucken, Informationen markieren und danach wieder in andere Systeme eintippen», erzählt er.
Besonders im Grosshandel und in der Supply Chain seien solche Prozesse verbreitet. Gleichzeitig fehlen immer mehr Fachkräfte, während wertvolles Wissen mit pensionierten Mitarbeitenden verschwindet. Neue Mitarbeitende benötigen oft über ein Jahr Einarbeitung – Zeit, die viele Unternehmen kaum noch haben.
Ein KI-Workspace statt zehn offene Fenster
Hoshii entwickelt deshalb einen KI-Workspace für Unternehmen. E-Mails, aber auch WhatsApp-Nachrichten und weitere Kanäle laufen an einem Ort zusammen. Aufgaben werden automatisch erkannt, verteilt und teilweise bereits erledigt. Mitarbeitende kontrollieren nur noch die letzten Schritte und trainieren das System laufend weiter.
«Der Mensch wird mehr zum Lehrer der KI», sagt Jiir. Die Einführung dauert meist nur zwei bis vier Wochen. Entwickelt wird bewusst vollständig in Zürich – mit derzeit neun Mitarbeitenden und klar europäischer Ausrichtung.
Unerwarteter Nebeneffekt der Automatisierung
Laut Hoshii erreicht das System häufig einen Automatisierungsgrad von bis zu 95 Prozent. Gleichzeitig erleben viele Unternehmen einen unerwarteten Nebeneffekt: Erst durch die Einführung werden ineffiziente Abläufe sichtbar.
Ein Kunde wollte E-Mails ursprünglich sogar komplett abschaffen und Kunden auf eine Plattform zwingen. Mit Hoshii passierte dann das Gegenteil – E-Mail funktionierte plötzlich effizienter als die Plattform selbst.
KI als Antwort auf den Fachkräftemangel
Während viele vor Arbeitsplatzverlust durch KI warnen, sieht Jiir vor allem den demographischen Wandel als Herausforderung. «2035 gehen Millionen Menschen in Rente, aber deutlich weniger kommen nach», sagt er. KI sei deshalb weniger Bedrohung als vielmehr notwendige Unterstützung und eine Chance für KMU.
Die Vision hinter Hoshii ist gross – aber erstaunlich pragmatisch formuliert: Irgendwann soll ein neuer Mitarbeitender in eine Firma kommen und sich wundern, warum dort noch nicht mit Hoshii gearbeitet wird.
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E-Mails beantworten, Daten ins ERP kopieren, Bestellungen prüfen, Rückfragen weiterleiten. Mit diesem digitalen Hindernisparcours räumt das Zürcher Startup Hoshii auf und verwandelt die Inbox in einen KI-gestützten Workspace.
Wenn die Inbox zum Problem wird
Für Jiir Awdir begann alles mit einer simplen Beobachtung: Viele Unternehmen arbeiten digital, ihre Abläufe sind aber oft noch erstaunlich analog. «Wir haben gesehen, wie Mitarbeitende E-Mails ausdrucken, Informationen markieren und danach wieder in andere Systeme eintippen», erzählt er.
Besonders im Grosshandel und in der Supply Chain seien solche Prozesse verbreitet. Gleichzeitig fehlen immer mehr Fachkräfte, während wertvolles Wissen mit pensionierten Mitarbeitenden verschwindet. Neue Mitarbeitende benötigen oft über ein Jahr Einarbeitung – Zeit, die viele Unternehmen kaum noch haben.
Ein KI-Workspace statt zehn offene Fenster
Hoshii entwickelt deshalb einen KI-Workspace für Unternehmen. E-Mails, aber auch WhatsApp-Nachrichten und weitere Kanäle laufen an einem Ort zusammen. Aufgaben werden automatisch erkannt, verteilt und teilweise bereits erledigt. Mitarbeitende kontrollieren nur noch die letzten Schritte und trainieren das System laufend weiter.
«Der Mensch wird mehr zum Lehrer der KI», sagt Jiir. Die Einführung dauert meist nur zwei bis vier Wochen. Entwickelt wird bewusst vollständig in Zürich – mit derzeit neun Mitarbeitenden und klar europäischer Ausrichtung.
Unerwarteter Nebeneffekt der Automatisierung
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Ein Kunde wollte E-Mails ursprünglich sogar komplett abschaffen und Kunden auf eine Plattform zwingen. Mit Hoshii passierte dann das Gegenteil – E-Mail funktionierte plötzlich effizienter als die Plattform selbst.
KI als Antwort auf den Fachkräftemangel
Während viele vor Arbeitsplatzverlust durch KI warnen, sieht Jiir vor allem den demographischen Wandel als Herausforderung. «2035 gehen Millionen Menschen in Rente, aber deutlich weniger kommen nach», sagt er. KI sei deshalb weniger Bedrohung als vielmehr notwendige Unterstützung und eine Chance für KMU.
Die Vision hinter Hoshii ist gross – aber erstaunlich pragmatisch formuliert: Irgendwann soll ein neuer Mitarbeitender in eine Firma kommen und sich wundern, warum dort noch nicht mit Hoshii gearbeitet wird.




