Ein 3D-Drucker für Metall, der wenig Platz braucht, leicht zu bedienen ist und nur ein Bruchteil der herkömmlichen kostet? Co-Founder Stephan Steiner erklärt, wie das gelingen soll.
Was unterscheidet eure Metall-3D-Druck-Technologie von bestehenden Verfahren?
Wir richten uns gezielt an KMU und unterscheiden uns in drei Punkten. Erstens: Usability. Die Bedienung ist intuitiv, unser Kartuschensystem verhindert den direkten Kontakt mit Metallpulver – das macht den Prozess sicherer. Zweitens: Preis. Mit rund 70’000 Franken sind wir zwei- bis dreimal günstiger als herkömmliche Systeme. Drittens: Grösse. Unsere Anlage ist nur kühlschrankgross und damit deutlich kompakter als klassische Industrieanlagen. Qualitativ liefern wir Ergebnisse auf Augenhöhe mit grossen Systemen. Nur bei der Produktivität gehen wir bewusst Kompromisse ein – für unsere Zielbranchen ist das aber kein Nachteil, sondern macht den Einstieg überhaupt erst möglich.
Was hat euch den Sprung vom Prototyping zur Serienproduktion ermöglicht?
Wir entwickeln seit vier Jahren schrittweise. Ende 2024 haben wir dann Pilotanlagen gebaut und ausgeliefert. Aktuell befinden wir uns in der Übergangsphase zur Serienproduktion. Was uns diesen Sprung ermöglicht hat, war vor allem unser modularer Entwicklungsansatz: Wir haben von Anfang an in Modulen gedacht, diese einzeln getestet und schrittweise zusammengeführt. Das hat uns erlaubt, die Anlage früh auf ein qualitativ hohes Level zu bringen und gezielt weiterzuentwickeln.
Wo wird eure Technologie schon eingesetzt, und was könnte künftig noch kommen?
Zwei Branchen sind für uns besonders spannend: Zahntechnik und Werkzeugbau. In Dentallaboren geht es um kleinere, individualisierte Teile wie Zahnspangen. Im Werkzeugbau hingegen um grössere Teile mit komplexen Kühlkanälen, um die Leistung zu steigern. Darüber hinaus gibt es spannende Spezialanwendungen: Etwa bei Pilatus in der Luftfahrt, in der unsere Anlage gerade qualifiziert wird. Auch Raketenbauteile oder patientenspezifische Implantate sehen wir als potenzielle Felder für die Zukunft.
Was war euer grösster Hebel, um aus Forschung ein marktfähiges Produkt zu machen?
Der grösste Hebel war früher Kundenzugang. Noch bevor wir unseren MVP (Anmerkung Redaktion: MVP steht für Minimal Viable Product und steht für ein minimales Produkt, das gerade genügend Funktionen hat, um von Kunden genutzt und getestet zu werden) fertig hatten, konnten wir sechs Anlagen vorverkaufen – mit 60 Prozent Vorauszahlung. Das hat unsere Entwicklung validiert, uns finanziell gestärkt und Investorinnen und Investoren überzeugt.
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“23 Questions mit…”
In unserem neuen Format stellen wir Gründerinnen, Gründern oder Teammitgliedern 23 Fragen in einem One-Take – während wir durch die Firma gehen. Kein Skript, kein Cut, kein Studio. Nur echtes Startup-Leben.
23 Questions mit Scewo.
Ein 3D-Drucker für Metall, der wenig Platz braucht, leicht zu bedienen ist und nur ein Bruchteil der herkömmlichen kostet? Co-Founder Stephan Steiner erklärt, wie das gelingen soll.
Was unterscheidet eure Metall-3D-Druck-Technologie von bestehenden Verfahren?
Wir richten uns gezielt an KMU und unterscheiden uns in drei Punkten. Erstens: Usability. Die Bedienung ist intuitiv, unser Kartuschensystem verhindert den direkten Kontakt mit Metallpulver – das macht den Prozess sicherer. Zweitens: Preis. Mit rund 70’000 Franken sind wir zwei- bis dreimal günstiger als herkömmliche Systeme. Drittens: Grösse. Unsere Anlage ist nur kühlschrankgross und damit deutlich kompakter als klassische Industrieanlagen. Qualitativ liefern wir Ergebnisse auf Augenhöhe mit grossen Systemen. Nur bei der Produktivität gehen wir bewusst Kompromisse ein – für unsere Zielbranchen ist das aber kein Nachteil, sondern macht den Einstieg überhaupt erst möglich.
Was hat euch den Sprung vom Prototyping zur Serienproduktion ermöglicht?
Wir entwickeln seit vier Jahren schrittweise. Ende 2024 haben wir dann Pilotanlagen gebaut und ausgeliefert. Aktuell befinden wir uns in der Übergangsphase zur Serienproduktion. Was uns diesen Sprung ermöglicht hat, war vor allem unser modularer Entwicklungsansatz: Wir haben von Anfang an in Modulen gedacht, diese einzeln getestet und schrittweise zusammengeführt. Das hat uns erlaubt, die Anlage früh auf ein qualitativ hohes Level zu bringen und gezielt weiterzuentwickeln.
Wo wird eure Technologie schon eingesetzt, und was könnte künftig noch kommen?
Zwei Branchen sind für uns besonders spannend: Zahntechnik und Werkzeugbau. In Dentallaboren geht es um kleinere, individualisierte Teile wie Zahnspangen. Im Werkzeugbau hingegen um grössere Teile mit komplexen Kühlkanälen, um die Leistung zu steigern. Darüber hinaus gibt es spannende Spezialanwendungen: Etwa bei Pilatus in der Luftfahrt, in der unsere Anlage gerade qualifiziert wird. Auch Raketenbauteile oder patientenspezifische Implantate sehen wir als potenzielle Felder für die Zukunft.
Was war euer grösster Hebel, um aus Forschung ein marktfähiges Produkt zu machen?
Der grösste Hebel war früher Kundenzugang. Noch bevor wir unseren MVP (Anmerkung Redaktion: MVP steht für Minimal Viable Product und steht für ein minimales Produkt, das gerade genügend Funktionen hat, um von Kunden genutzt und getestet zu werden) fertig hatten, konnten wir sechs Anlagen vorverkaufen – mit 60 Prozent Vorauszahlung. Das hat unsere Entwicklung validiert, uns finanziell gestärkt und Investorinnen und Investoren überzeugt.
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